#Allgemeines

5. August 2019 | Wanderung Rigi Scheidegg (LW)/Rigi Staffel (KW) – First

Zum Anlass Wanderung Rigi Scheidegg (LW)/Rigi Staffel (KW) – First wurden das Protokoll aktualisiert.

#Allgemeines

5. August 2019 | Wanderung Berg am Irchel (LW)/Aesch (KW) – Neftenbach

Zum Anlass Wanderung Berg am Irchel (LW)/Aesch (KW) – Neftenbach wurden das Protokoll aktualisiert.

#Allgemeines

12. Juli 2019 | Heutiger RÖMERTROTTENSTAMM

wird infolge unsicherer Wetterentwicklung in die Bude verlegt!
Für Bier und Wurst wird gesorgt.
Für den Fuchsenlauf lassen wir uns was einfallen😈

Wir erwarten euch ab 18.30 in der Bude.
Bwb Scholle/Limes

#Allgemeines

5. Juli 2019 | Neue Inhalte zu Damentag Schaffhausen – Diessenhofen

Zum Anlass Damentag Schaffhausen – Diessenhofen wurden das Protokoll aktualisiert.

#Allgemeines

2. Juli 2019 | Neue Inhalte zu Wanderung Trasadingen (LW)/Neunkirch (KW) – Hallau

Zum Anlass Wanderung Trasadingen (LW)/Neunkirch (KW) – Hallau wurden das Protokoll aktualisiert.

#Allgemeines

2. Juli 2019 | Traditioneller Römertrottenstamm am 12. Juli

Am 12. Juli findet der traditionelle Römertrottenstamm statt.

#Allgemeines

4. Juni 2019 | Neue Inhalte zu Wanderung Etzwilen – Stammheim

Zum Anlass Wanderung Etzwilen – Stammheim wurden das Protokoll aktualisiert.

#Notizen zu Namen

9. Mai 2019 | Roman Codina v/o Chorn wird Direktor des «Parkhotels Beau Site» in Zermatt

#Aktivitas

27. April 2019 | Quartalsprogramm online

Das Quartalsprogramm wurde aufgeschaltet:
zu den Anlässen
oder als FQ2019

#Allgemeines

27. April 2019 | Neue Inhalte zu Wanderung Embrach – Rüdlingen

Zum Anlass Wanderung Embrach – Rüdlingen wurden das Protokoll aktualisiert.

#Allgemeines

18. April 2019 | Einladung zum 161. Stiftungsfest der Scaphusia

Am 21. September findet das 161. Stiftungsfest der Scaphusia statt.

Details und die Einladung sind unter 161. Stiftungsfest der Scaphusia verfügbar.

#Allgemeines

18. April 2019 | Einladung zum 100. Kartelltag des Ostschweizerkartells

Am 11. Mai findet der 100. Kartelltag des Ostschweizer Kartells statt.

Details und die Einladung unter 100. Kartelltag des Ostschweizerkartells

#Allgemeines

26. März 2019 | Jubiläum 150 Jahre Rhetorika St. Gallen

Vom 24. bis am 26 Mai 2019 feiert unsere Kartellverbindung Rhetorika ihr 150. Jubiläum in St. Gallen.
Unter folgendem Link findet man die Programmpunkte:
http://www.rhetorika.ch/jubilaeum
Die Scaphusia wird voraussichtlich mit einer Dreierdelegation der Aktivitas und einer Delegation des AH-Vorstands am Jubiläumskommers teilnehmen.

#Allgemeines

12. März 2019 | Neue Inhalte zu Wanderung Andelfingen – Humlikon

Zum Anlass Wanderung Andelfingen – Humlikon wurden das Protokoll aktualisiert.

#Notizen zu Namen

6. März 2019 | Matthias Sallenbach wird Partner bei Götz & Rufer

Schaffhauser Nachrichten (Publireportage), 06. März 2019

Die Götz & Rufer Treuhand AG hat die Ernennung von Matthias Sallenbach zum Partner und Mitinhaber bekannt gegeben. Mit diesem Schritt stellt das Treuhand- und Revisionsunternehmen aus Stein am Rhein die Weichen für die Zukunft.

Matthias Sallenbach ist 2017 als diplomierter Wirtschaftsprüfer und Ökonom in das Unternehmen eingetreten. Er bringt aus früheren Tätigkeiten bei der Revisionsgesellschaft PricewaterhouseCoopers sowie als CFO fundierte und breit abgestützte Fachpraxis mit. Die Inhaber Oliver Götz und Beni Rufer kommentieren die Ernennung wie folgt: «Wir freuen uns, Matthias Sallenbach in die Partnerschaft aufzunehmen. Durch seine umfangreiche Erfahrung aus früheren Positionen, sein Interesse an digitalen Prozessen und sein unternehmerisches Flair bereichert und ergänzt er unsere bestehenden Kompetenzen optimal.»

1. Was hat dich bewogen, bei G & R als Partner einzusteigen?

MS: Bei Götz & Rufer kann ich mein fachliches Wissen und meine offene und unkomplizierte Persönlichkeit zum Vorteil unserer Kunden einsetzen. Der hervorragende Teamspirit, der kollegiale Austausch unter den Partnern, die Abwechslung bei der Arbeit und nicht zuletzt die modernen und sehr ansprechenden Büroräumlichkeiten haben mich überzeugt.

2. Wo ist generell der Reiz, als Treuhänder bzw. Wirtschaftsprüfer tätig zu sein?

MS: Eine Grundfaszination für Zahlen und wirtschaftliche Zusammenhänge muss vorhanden sein. Schon während meiner Schul- und Studienzeit habe ich mich in Vereinen gern um die Finanzen gekümmert. Was mich heute vor allem fasziniert, ist der Austausch mit Unternehmern aus den verschiedensten Branchen. Als Treuhänder und Prüfer hat man das Privileg, an vielen spannenden Lebens- und Firmengeschichten teilzuhaben.

3. Wo siehst du die zukünftigen Herausforderungen von G & R?

MS: Fachkräftemangel und Digitalisierung sind Themen, die branchenübergreifend in aller Munde sind und auch uns betreffen. Ein perfektes Arbeitsumfeld und die stetige Aus und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden helfen uns, Ersterem entgegenzuwirken. Im Bereich der digitalen Transformation investieren wir aktuell viel Geld und Zeit. Wir nehmen das Thema sehr ernst, weil wir überzeugt sind, dass sich diesbezüglich in Zukunft die Kundenbedürfnisse stark verändern werden.

4. Wie würdest du dich als Menschen beschreiben?

MS: In der Mittelschulverbindung haben mir meine Verbindungskollegen den Cerevis Plus vergeben, was mich meines Erachtens zutreffend beschreibt: positiv, empathisch, motiviert, wissbegierig und mit Flair für wirtschaftliche Themen.

5. Was sind deine bzw. eure Ziele für die Zukunft?

MS: Wir werden in Zukunft viel digitaler denken und arbeiten. Wir müssen aber nicht nur per se digital werden, sondern die Prozesse dahinter optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden und unserer Mitarbeitenden abstimmen. Das oberste Credo ist und bleibt, für unsere Kunden hochstehende Dienstleistungen zu erbringen. Dies wollen wir auch in Zukunft sicherstellen, indem wir uns mit dem Durchschnitt nicht zufriedengeben.

Zur Person:

  • lic. oec. publ., eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer
  • bei Götz & Rufer seit 2017, Partner seit 2019
  • verheiratet, ein Kind
  • wohnhaft in Stein am Rhein, aufgewachsen in Feuerthalen
  • interessierter Sportler, insbesondere Fussball, Handball, Joggen und Langlauf
  • gerne im Garten und auf dem Rhein
#Allgemeines

28. Februar 2019 | Neue Inhalte zu Wanderungen

#Alt-Scaphusia

21. Januar 2019 | Todesanzeige Alet

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschied unseres Ehrenmitglieds und lieben Farbenbruders

Werner Arnold Knecht olim Alet
Dr. iur.
Fürsprecher
1938-2019
Generation 1955

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Die Trauerfeier wird am 24. Januar 2019, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Spiez stattfinden.

Die studentische Totenehrung wird am Mittwoch, 13. Februar 2019, um 20.00 Uhr im Verbindungslokal stattfinden.

#Allgemeines

11. Januar 2019 | Wandergruppe: Protokoll zur Wanderung Hemmental – Beggingen

Zum Anlass Wanderung Hemmental – Beggingen wurde das Protokoll aktualisiert.

#Notizen zu Namen

11. Dezember 2018 | Neuer CFO bei Neuhauser IVF Hartmann

und Schaffhauser Nachrichten
jvo

Jürgen Sigg, der zusammen mit CEO/CFO Claus Martini die Geschäfte der Neuhauser IVF Hartmann führt, verlässt das Unternehmen per Ende Jahr (SN vom 28. 11.). Claus Martini übernimmt zusätzlich die operative Führung für den Bereich Sales & Marketing, IT und ­Digitalization und gibt seine Rolle als CFO ab.

**Hannes Leu neuer CFO**
Neuer CFO und Mitglied der Geschäftsleitung wird Hannes Leu. Leu ist Doktor der Wirtschaftswissenschaften und besitzt einen Abschluss als diplomierter Wirtschaftsprüfer. Er war CFO der Zürcher Steiner Investment Foundation. Hannes Leu werde sein Amt per 1. März 2019 antreten, teilte der Medizinal­bedarfshersteller gestern mit.
Jürgen Sigg arbeitet seit 15 Jahren für die IVF Hartmann. Er wird im Januar eine Stelle beim Hersteller von medizinischen Kompressionsstrümpfen, Sigvaris, antreten. Seine Aufgabe wird es sein, in St. Gallen die Geschäfte des Traditionshauses zu führen.

#Alt-Scaphusia

10. Dezember 2018 | Todesanzeige

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschied unseres Ehrenmitglieds und lieben Farbenbruders

Manfred Trächsel olim Ulan
Dr. phil. II
1929-2018
Lehrer für Geographie und Geologie
an der Kantonsschule Schaffhausen von 1970-1995

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Die Trauerfeier hat im Familienkreis stattgefunden.

Die studentische Totenehrung wird am Mittwoch, 16. Januar 2018, um 20.00 Uhr im Verbindungslokal stattfinden.

#Allgemeines

14. Oktober 2018 | Höhere Biersteuer für mehr Prävention

Schaffhauser Nachrichten
Kari Kälin

Der Alkohol- und Bierkonsum sinkt seit Jahren langsam, aber stetig. 14 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind sogar totale Abstinenzler, Tendenz zunehmend. Die Stiftung Sucht Schweiz ist dennoch alarmiert. Billiger Alkohol, schreibt sie in einem gestern publizierten Bericht, sei an jeder Ecke zu haben und omnipräsent im Internet. Zudem trinke jeder Fünfte risikoreich. Das heisst: Man schlägt punktuell völlig über die Stränge oder schluckt chronisch zu viel Alkohol. Unzufrieden ist die Stiftung mit der Politik. Anstatt Werbeeinschränkungen zu beschliessen, würden die Zeichen auf Deregulierung stehen. Das Eidgenössische Parlament hat zum Beispiel entschieden, den Alkoholverkauf auf Autobahnraststätten wieder zu erlauben.
Sucht Schweiz plädiert hingegen für eine höhere Biersteuer. Dass ein halber Liter in Supermärkten zum Teil nur 50 Rappen kostet, stösst der Stiftung bitter auf. «Ein Vollrausch ist so billig wie ein Butterbrot», sagt Sprecherin Monique Portner-Helfer. «Dass tiefe Preise den Konsum befeuern, ist eine Tatsache», ergänzt sie. Sucht Schweiz möchte den zusätzlichen Steuerertrag für die Prävention einsetzen. Wie stark die Steuer steigen soll, lässt die Stiftung offen. «Für jene, die einen problematischen Konsum aufweisen, sollte der Aufschlag spürbar sein», so Portner-Helfer.

**Pro Stange 8 Rappen für den Bund**
Die Biersteuer spült pro Jahr rund 113 Millionen Franken in die Bundeskasse. Seit 2007 gelten neue Bestimmungen: Je mehr eine Brauerei produziert, desto stärker langt der Fiskus zu. Im Durchschnitt beträgt die Steuer knapp 25 Rappen pro Liter. Wer am Stammtisch eine Stange konsumiert, beglückt den Bund mit rund 8 Rappen.
Marcel Kreber, Direktor des Schweizer Brauereiverbandes, wehrt sich gegen die Pläne von Sucht Schweiz. «Es herrscht kein alkoholpolitischer Notstand», sagt er. Es werde so wenig getrunken wie noch nie. Zur Frage, ob die Steuer ganz gestrichen werden soll, hat der Verband noch keine konsolidierte Haltung. Einerseits, so Kreber, entrichte niemand gerne Steuern. Mit der ­Abschaffung würden Konsumenten und Brauereien entlastet. Andererseits hätten sich diese mit der Steuer arrangiert. Dass kleine Brauereien weniger stark belastet werden als grosse, hat laut Kreber auch positive Effekte. «Diese Regeln fördern die Biervielfalt. Das bedeutet mehr Konkurrenz und mehr Innovation.»
Die helvetische Bierlandschaft blüht tatsächlich. Die Zahl der steuerpflichtigen Brauereien (ab 400 Liter) betrug Ende letzten Jahres 869. Das sind viermal mehr als vor 10 Jahren. Allerdings sind viele Kleinstbrauereien aktiv. Die 50 professionellen Brauereien produzieren 99,2 Prozent der inländischen Biere.
Mit der Abschaffung der Biersteuer wird sich derweil das Parlament befassen müssen. Nationalrat Claudio Zanetti (SVP, ZH) hält sie für völlig willkürlich, eine vergleichbare Steuer auf Wein existiere nicht. Für die Forderung von Sucht Schweiz zeigt Zanetti kein Verständnis: «Es geht nur darum, eine Geldquelle noch stärker anzuzapfen.» Offenbar vergönne die Stiftung den Arbeitern das preisgünstige Feierabendbier.

**Suchttendenzen in der Schweizer Bevölkerung**
Der Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln ist in der Schweiz in den letzten Jahren weitgehend stabil geblieben. Dies teilte gestern die Stiftung Sucht Schweiz mit. 25,3 Prozent der Bevölkerung sind Raucher. Sucht Schweiz kritisiert das Fehlen einer «stringenten Tabakpolitik, welche das Zigarettenrauchen mit einem Werbeverbot und einer wirksamen Steuer reduzieren würde». Die am stärksten verbreitete illegale Droge bleibt Cannabis. 7,3 Prozent der Bevölkerung haben sich im Jahr 2016 mindestens einmal einen Joint angezündet. 0,7 Prozent haben mindestens einmal Kokain konsumiert. Heroin nehmen vor allem Langzeitsüchtige.

**Hirndoping macht bei jungen Menschen vermehrt Schule**
Immer mehr junge Menschen greifen ins Medizinkästchen, um ihre kognitive Leistungsfähigkeit zu verbessern, das Gefühlsleben zu optimieren oder die Erholungszeit des Gehirns zu vermindern. Gemäss Sucht Schweiz haben 3,1 Prozent der 2016 vom Suchtmonitoring befragten 15- bis 24-Jährigen angegeben, in den letzten zwölf Monaten sogenannte Psychostimulanzien eingenommen zu haben. In der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen lässt sich zwischen 2011 und 2016 gar ein Anstieg von 1,4 auf 3,3 Prozent ­beobachten.
Die meisten nehmen Energydrinks, Koffeintabletten, Tabak, Alkohol oder Vitamine zu sich, um länger wach zu bleiben und sich besser konzentrieren zu können. Doch nicht bei allen bleibt es dabei. In einer Studie bei 1400 im Schnitt 17jährigen Schülerinnen und Schülern im Kanton Zürich haben 2014 gut 9 Prozent der Befragten ­angegeben, zur kognitiven Leistungssteigerung auch schon zu Medikamenten gegriffen zu haben. Der Schlager unter den verschreibungspflichtigen Muntermachern: Methylphenidat, besser bekannt als Ritalinx.

**Wirkung nicht nachgewiesen**
In der Regel wird das Medikament Kindern und Jugendlichen zur Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) verschrieben. Es soll sie ruhiger machen. Bei gesunden Menschen bewirkt Ritalinx aber angeblich das ­genaue Gegenteil: höhere Ausdauer und gesteigerte geistige Fähigkeiten. Kein Wunder, wird Ritalinx seit Jahren als Hirndoping missbraucht – obwohl eine tatsächliche Wirkung bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Am meisten verbreitet ist die Einnahme bei Studierenden. Der Trend stammt aus den USA, wo Ritalinx als Hirndoping für junge Menschen längst salonfähig ist.
Wie oft Kinder und Jugendliche ­Ritalinx oder andere «Cognitive Enhancer» à la Modafinil mit oder ohne ­vorliegende Diagnose tatsächlich einnehmen, lässt sich schwer abschätzen. Es gibt allerdings Anhaltspunkte: 1999 betrug die von Arztpraxen und Apotheken abgegebene Menge an Methylphenidat laut der Arzneimittelbehörde Swissmedic 38 Kilogramm; 2016 waren es mit 344 Kilogramm bereits neunmal mehr. Gleichzeitig stagnierte die Diagnosehäufigkeit von Kindern und Jugend­lichen mit ADHS bei 3 bis 5 Prozent.
Experten gehen deshalb davon aus, dass heute ein Grossteil des Ritalins nicht als Medikament, sondern als Hirndopingmittel verwendet wird – und das, obwohl die Verabreichung von Medikamenten zur Leistungssteigerung an Minderjährige nach geltendem Recht verboten ist. Sie warnen vor den Risiken des medikamentösen Hirndopings. «Zu den Gefahren zählen Abhängigkeit und bei übermässigem Gebrauch ähnliche Probleme wie bei Amphetaminen: Herzrasen, Aggression, Unruhe», sagt Markus Meury von Sucht Schweiz.
Neben Psychostimulanzien werden immer häufiger auch Antidepres­siva sowie Betablocker zur Stimmungsaufhellung und Stressreduktion eingenommen. Rund 2,5 Prozent der Studierenden greifen zu Cannabis, um sich zu beruhigen. Auch Speed, ­Kokain oder Ecstasy sind ein Thema, allerdings nur vereinzelt. «Das sind alles Symptome für den ­gestiegenen Druck auf junge Menschen – und es fängt bereits in der ­Primarschule an», moniert Meury. «Es ist ein Problem, das wir un­­bedingt im Auge behalten sollten.» (Gregory Remez)

#Alt-Scaphusia

1. Oktober 2018 | Todesanzeige

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschied unseres lieben Farbenbruders

Otto Burkhart olim Schnipp
Dr. iur.
Generalsekretär
Generation 1945
1928-2018

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Die Trauerfeier hat im Familienkreis stattgefunden.

Die studentische Totenehrung wird am Mittwoch, 31. Oktober 2018, um 20.00 Uhr im Verbindungslokal stattfinden.

#Notizen zu Namen

19. April 2018 | GLP zufrieden mit Wahlerfolg

Der Landbote
dt

Zwei ihrer Mitglieder seien am vergangenen Wahlwochenende mit Glanzresultaten gewählt worden, freut sich die GLP Seuzach-Hettlingen-Dägerlen in einer Mitteilung. Gemeint sind einerseits Severin Knecht (27), der den Sprung in den Gemeinderat Dägerlen problemlos geschafft hat und sich gegenüber Mitbewerberin Katharina Cryer klar durchsetzen konnte. Die zweite gewählte GLP-Kandidatin heisst Gabriela Volkart (33). Sie wurde neu ebenfalls deutlich in die Rechnungsprüfungskommission von Seuzach gewählt. Knecht arbeitet als Architekt im gleichnamigen Holzbau- und Schreinereibetrieb. Nebenbei absolviere er an der ETH einen Studiengang der sich mit Architektur, Nachhaltigkeit und Interdisziplinarität befasse, heisst es in der Mitteilung. Die neue Seuzacher Rechnungsprüferin unterrichtet an der Wirtschaftsschule KV Winterthur sowohl Finanzund Rechnungswesen wie auch Wirtschaft und Recht.

Die Kampfwahl im Gemeinderat ist entschieden: Mit klarem Vorsprung gewählt wurde Architekt Severin Knecht (224) vor Sekundarlehrerin Katharina Cryer (116).

Gemeinderat Dägerlen:
Roost Urs 248 Stimmen (gewählt)
Kyburz Markus 240 Stimmen (gewählt)
Held Willy 228 Stimmen (gewählt)
Knecht Severin 224 Stimmen (gewählt)
Epp Michael 212 Stimmen (gewählt)
Cryer Katharina 116 Stimmen (nicht gewählt)

Präsidium Gemeinderat:
Kyburz Markus 212 Stimmen (gewählt)



Severin Knecht und Gabriela Volkart

#Notizen zu Namen

28. März 2018 | Was geschah damals im Dschungel?

Tages-Anzeiger
Philippe Zweifel

Aus seiner Wohnung schaut Rainer Stamm über die beschauliche Landschaft von Stein am Rhein. «Niemand weiss, was damals im Dschungel passiert ist», sagt der pensionierte Spediteur über seinen Bruder Markus. Vor 37 Jahren verschwand der Schaffhauser Lehrer im bolivianischen Urwald. Vielleicht verhungerte er, vielleicht wurde er von einer Schlange erwürgt oder einem Jaguar gefressen. Im Amazonasgebiet gibt es tausend Arten zu sterben.
Kürzlich hat Hollywood die Geschichte von Stamm und seinen Gefährten spektakulär verfilmt. «Jungle» lief in der Schweiz trotz guten internationalen Kritiken nicht im Kino, inzwischen ist der Film auf DVD erhältlich. Darin ist «Harry Potter»-Darsteller Daniel Radcliffe zu sehen, er spielt den israelischen Backpacker Yossi Ghinsberg. Der Film, der Markus Stamm gewidmet ist, beruht auf Ghinsbergs Bestseller «Dem Dschungel entkommen».
«Jungle» schildert in drastischen Szenen, wie die Natur dem Menschen die Grenzen aufzeigt. Allemal krasser ist die Wirklichkeit, die Geschichte von Stamms Verschwinden ist eine von Schuld und Schicksal. «Wenn ich Karl an jenem Morgen in La Paz nicht begegnet wäre», erinnert sich Ghinsberg im Buch, «würde der arme alte Markus immer noch leben.»
Karl, das ist der Österreicher Karl Ruprechter: Ein zwielichtiger Abenteurer, der Ghinsberg im November 1981 von einer Gegend im Dschungel erzählte, wo Gold und Edelsteine zu finden seien. Der Israeli überredete Stamm, den er zuvor auf einer Fähre kennen gelernt hatte, zur Mitreise. Auch Stamms langjähriger Freund, der «Time»-Fotograf Kevin Gale, schloss sich der Gruppe an.

**Ihn trieb der Liebeskummer**
Stamm hatte anfänglich Zweifel, der 28-Jährige wurde auf der Schweizer Botschaft in La Paz vor dem Trip gewarnt. Die Regenzeit stand kurz bevor. Doch wer jung ist und mit dem Rucksack aufbricht, tut dies meistens nicht nur aus Abenteuerlust. Manche suchen die Einsamkeit, andere das Paradies. Kevin Gale wollte ein unentdecktes Indianervolk fotografieren, Yossi Ghinsberg war vom Goldfieber gepackt. Und Markus Stamm versuchte, seine langjährige Freundin zu vergessen. Diese hatte ihn in Südamerika besucht und mitgeteilt, dass sie einen anderen Mann liebe.
Einige Tage später sassen die drei jungen Männer in einem Buschflugzeug, das den Bergflanken der Anden entlang den üppig grünen Boden des oberen Amazonasbeckens ansteuerte, wo ihr Fussmarsch begann. Der Urwald erschien als farbig-faszinierendes Paradies. Doch mit jedem Tag wurde er dichter und undurchdringlicher, als wolle die Natur die Eindringlinge fernhalten. «Der Dschungel führt einen in die Finsternis des eigenen Herzens», raunt Ruprechter in Ghinsbergs Buch.
Zumindest für Ghinsberg trat diese Warnung ein. Mit 21 war er der Jüngste der Gruppe und von einem übermütigen Ehrgeiz getrieben, der dem sanftmütigen Wesen des Schweizers zuwiderlief. Als der Proviant knapp wurde, erschoss Ruprechter einen Affen, und die Gruppe ass ihn mitsamt Gehirn. Stamm verzichtete auf das Fleisch und empörte sich. «Kevin und ich konnten nicht anders, als ihn im Stillen auszu­lachen», schreibt Ghinsberg. Die unausgesprochene Feindseligkeit wuchs – erst recht, als ein Pilz Markus Stamms Füsse befiel und er kaum mehr gehen konnte. Gleichzeitig begannen die Männer an ihrem Führer zu zweifeln, denn nach fünf Tagen hätten sie den sagenumwobenen Indianerstamm längst erreicht haben sollen. Ihr Proviant war ausgegangen, die Schuhe fielen auseinander. Ghinsberg wollte weitermachen, wurde aber von den anderen zur Rückkehr gezwungen. In einem Eingeborenendorf bauten sie ein Floss, um den Tuichi-Fluss zu einem Dschungel-Flugfeld runterzufahren.

**Totenkopf mit Schweizer Béret**
Der Fluss war noch gefährlicher als der Urwald. Das Wasser stieg bedrohlich, mehrere Male drohte das Floss zu kentern. Ruprechter, der nicht schwimmen konnte, weigerte sich weiterzufahren. Stamm, von seinen Freunden entzweit, schloss sich ihm an. Zu Fuss machten sie sich entlang des Fluss-Canyons durch den Dschungel zurück.
Kaum allein, gerieten Ghinsberg und Gale in Wildwasser. Das Floss kenterte, die beiden wurden getrennt. Ghinsberg irrte während 21 Tagen durch den Dschungel. Blutegel saugten sich an ihm fest, Würmer nisteten sich in einer Stirnbeule ein, Pilze befielen seinen ganzen Körper. Einmal wachte er im nächtlichen Dschungel im Angesicht eines Jaguars auf, am anderen Tag rutschte er einen Abhang hinunter und schlitzte sich den Anus auf. Als er, völlig abgemagert, seinen verzweifelten Überlebenskampf schon aufgegeben hatte, war das Dröhnen in seinem Kopf keine Halluzination mehr, sondern der Lärm eines Motorboots. Kevin Gale, der nach einer Woche von eingeborenen Jägern gefunden worden war, hatte trotz minimalen Erfolgschancen eine Suchaktion gestartet.
Zurück in der Zivilisation, wollten sich Ghinsberg und Gale mit ihren Gefährten treffen. Doch von Stamm und Ruprechter fehlte jede Spur. Suchtrupps kamen ohne Hinweise zurück. «Das war der Zeitpunkt, als wir vom Aussendepartement kontaktiert wurden», sagt Rainer Stamm in Schaffhausen. «Markus sei im Amazonasgebiet verschollen, wir sollten uns keine Hoffnungen machen.»
Dass Karl Ruprechter nicht mehr auftauchte, war besonders rätselhaft. Er kannte den bolivianischen Dschungel. Hatte Ruprechter etwas mit Markus Stamms Verschwinden zu tun? Inzwischen war bekannt geworden, dass er als verurteilter politischer Aktivist aus Österreich geflüchtet war. Hatte er im Dschungel seinen Tod vorgetäuscht, um in Peru, wo ein Priester ihn gesichtet haben will, eine neue Identität anzunehmen? Doch eine Suche, die Ghinsberg für die Familie Stamm unternahm, verlief erfolglos. Dann versetzte sie ein in Bolivien aufgefundener Totenkopf mit einem Schweizer Béret in Aufregung. Die Kieferanalyse war allerdings negativ.

**Den Film zufällig entdeckt**
Er habe den Tod seines Bruders inzwischen akzeptiert, sagt Rainer Stamm. Briefe und Besuche von Ghinsberg und Gale hätten ihn die Tragödie verstehen lassen. Nicht allen gelingt dies. Markus Stamms Mutter, heute 95, ist auch nach fast vier Jahrzehnten überzeugt, dass ihr Sohn irgendwann zurückkommt.
«Kürzlich habe ich seit langem wieder von Markus geträumt», sagt dessen Schwester Cornelia Stamm Hurter. «Mit dem Film kam alles wieder hoch.» Die Schaffhauser SVP-Regierungsrätin stört sich daran, dass die Filmemacher die Familie vorab nicht informiert hatten. Sie entdeckte den Trailer in einem Flugzeug zufällig im Unterhaltungsprogramm.
Enttäuscht sind die Stamms auch von Yossi Ghinsberg, zu dem der Kontakt abgebrochen sei, nachdem sein Buch ein Erfolg geworden war. Schlägt er aus dem Tod von Markus Profit? «Nein», sagt Cornelia Stamm Hurter, «aber er ist sicher ein guter Verkäufer seiner selbst.» Rainer Stamm fügt an: «Es ist etwas irritierend, dass Markus im Buch und vor allem im Film als Angsthase und Schwächling dargestellt wird. Yossi müsste es besser wissen.»
Kevin Gale hat auch keinen Kontakt mehr zu Ghinsberg, der heute Unternehmer und ein gefragter Redner ist. Er ist nicht einverstanden, wie er vom Israeli dargestellt wird. In einem langen Brief an Ghinsberg wirft er ihm vor, die Fakten zu verdrehen: Er, Kevin, habe Markus im Dschungel nicht gemobbt, sondern ihn vor der gefährlichen Flossfahrt bewahren wollen. Ghinsberg solle endlich Verantwortung für sein Tun übernehmen. Wie im Abspann des Films steht, schreibt Gale an einem eigenen Buch, das bald erscheinen soll.
Wollen die zwei Männer Abbitte leisten? Weil Markus Stamm fertiggemacht wurde? Weil er zum Dschungeltrip überredet wurde? Weil sie sich im Moment der Gefahr abgespaltet hatten? Weil sie überlebten?
«Yossi und Kevin trifft keine Schuld», sagt Rainer Stamm. «Markus war alt genug, um seine eigenen Entscheidungen zu treffen.» Er blättert in einem dicken Ordner mit Korrespondenz, Amazonas-Karten und alten Fotos seines Bruders. Letztlich habe ihn eine Reihe von Fehleinschätzungen das Leben gekostet. Wie Markus gestorben ist, wird er allerdings nie erfahren. «Wahrscheinlich», sagt Rainer Stamm, «ist er ertrunken.»


Markus Stamm (Aequo)


Der Lehrer und Backpacker Markus Stamm (Aequo) während seiner Südamerika-Reise.
Foto: Privatarchiv


Survival-Thriller «Jungle» mit Daniel Radcliffe (2. v.l.) in der Rolle des israelischen Backpackers Yossi Ghinsberg.
Foto: PD

#Notizen zu Namen

27. Januar 2018 | Er brach zu einer Reise auf und kam nie wieder

Schaffhauser Nachrichten
Maria Gerhard

Die unzähligen Farne, Moose und Schlingpflanzen sind in leichten Dunst gehüllt. Auf einem der hohen Bäume hüpft ein Tukan von Ast zu Ast. Unter ihm schlagen sich vier Gestalten durch das Dickicht, es fällt wenig Licht auf ihre Gesichter. Das grüne Dach über ihnen lässt nur an wenigen Stellen die Sonne durch. Trotzdem erkennt man, dass ihre Stirn und das Haar mit Schweiss benetzt sind, Dreck klebt an ihren Wangen und dem Kinn. Immer wieder rutscht einer aus. Der Boden ist matschig und aufgeweicht. Es ist Anfang November 1981, im bolivianischen Teil des Amazonas hat die Regenzeit eingesetzt. Diese Szene ist aus dem Film «Jungle», der letztes Jahr in die deutschen Kinos kam und den es nun auch zum Ausleihen in der Schweiz gibt. So ähnlich muss es aber auch gewesen sein, als sich damals die Reisegefährten Yossi Ghinsberg aus Israel, Kevin Gale aus den USA und Markus «Märi» Stamm aus der Schweiz, aus Schaffhausen, durch den Dschungel gequält haben. Geführt wurden sie auf ihrer Expedition von dem Österreicher und vermeintlichen Geologen Karl ­Ruprechter. Mit viel Enthusiasmus waren sie aufgebrochen, doch es endete in der Katastrophe. Der Österreicher und Stamm gelten bis heute als verschollen.

**Ein einnehmendes Wesen**
Der Film basiert auf dem Buch «Amazonas – Vier Männer in der Falle» von Yossi Ghinsberg, das dieser einige Jahre nach seinem Entkommen aus dem Urwald geschrieben hat. Die Hauptrolle, eben die des Yossi Ghinsberg, hat Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe übernommen. Stamm wird von dem Australier Joel Jackson gespielt, rein äusserlich haben sie nicht viel gemeinsam. Es gibt alte Fotos von der Südamerikareise, die Stamm angetreten hat, um seinen Horizont zu erweitern. Eines transportiert wunderbar die Atmosphäre von Aufbruch, aber auch von Gegenwärtigkeit: Irgendwo, vielleicht in der Atacamawüste, sitzt der damals 28-Jährige auf der Ladefläche eines Kleinlasters und spielt auf seiner Flöte. Der Fahrtwind zerzaust sein Haar. Er wirkt konzentriert, in sich gekehrt. Ghinsberg beschreibt Stamm in seinem Buch: «Er hatte ein einnehmendes Wesen, und im Nu waren wir alle miteinander bekannt, sprachen miteinander und scherzten wie er.»

**Giftige Schlangen und Piranhas**
So hat auch Rainer Stamm seinen Bruder gekannt. Er war 33 Jahre alt, als dieser verschwand. Das Auswärtige Amt in Bern hatte die Familie informiert. «Parallel dazu kam auch ein Brief von Kevin Gale, in dem er uns beschrieb, was geschehen war», sagt Stamm, bei dem damals, nach dem Vorfall, alle Fäden zusammenliefen. Er hat die Korrespondenz, auch die mit den Ämtern, bis heute aufbewahrt. Fein säuberlich hat er alles, was mit seinem Bruder zu tun hat, in einem dicken Ordner aufgehoben. Dieser liegt nun vor ihm auf dem Esszimmertisch in seiner Wohnung in Stein am Rhein. Damals hat er sich auch mit einem Geschäftsmann aus La Paz ausgetauscht, der seinen Bruder vor der Reise in den Dschungel noch getroffen hatte. «Der hat ihn gewarnt», sagt Stamm, «der hat ihm gesagt, dass er sich in Lebensgefahr begibt.» In der Regenzeit schwellen im Amazonas die Flüsse an, und so kann selbst ein Rinnsaal plötzlich zu einem reissenden Gewässer werden. Durch die Feuchtigkeit kommt es vermehrt zu Erd­rutschen. «Ganz abgesehen von den giftigen Schlangen, den Krokodilen und den Piranhas», sagt Stamm. Trotzdem muss er sagen: «Mein Bruder wusste genau, worauf er sich einliess.»
Doch Markus Stamm, einst Kaderspieler des EHC Schaffhausen und Primarlehrer in Dörflingen, schien zu dieser Zeit eine persönliche Krise zu durchleben. Seine langjährige Freundin, die ihm noch nach Südamerika nachgereist war, hatte sich frisch von ihm getrennt. «Das hat meinen Bruder sehr getroffen», sagt Stamm. Eigentlich habe er in seinen Briefen immer davon geschrieben, dass er um die Weihnachtszeit wieder nach Hause komme. Doch stattdessen machte er sich mit seinen Begleitern, die er erst kurz kannte, auf in fast unberührtes Land.

**Spannungen in der Gruppe**
Die ersten paar Tage müssen sie auch so erlebt haben, als würden sie einen anderen Planeten betreten: ganze Schwärme bunter Schmetterlinge die sich auf Schlammbänken von abgelagerten Mineralstoffen nähren. Und dann die Geräusche. «Nachts ist der Lärm im Dschungel unglaublich. Es gab Momente, in denen es schien, als wären wir im Zentrum eines Industriegebietes. Karl erklärte uns, dass das nur Insekten und Vögel wären», schreibt Ghinsberg im Buch. Gleichzeitig kündigt sich aber auch rasch das Unheil an. Mehrmals müssen sie Gewässer überqueren: «Der Fluss war tief. Das Wasser reichte mir bis zur Brust. Wir hatten unsere Schuhe um den Hals gehängt. Karl hatte ein paar dicke Äste von den Bäumen geschnitten und zeigte uns, wie wir den Strom durchwaten konnten, indem wir die Stöcke in den steinigen Boden steckten, um uns gegen die Strömung abzustützen.» Unter solchen Extremen nehmen die Spannungen in der Männergruppe rasch zu. Yossi Ghinsberg und Markus Stamm, die von allen am besten befreundet waren, entzweien sich langsam.
Da hilft es auch nicht, dass Stamm mehr und mehr zur Last wird. Seine Füsse, die durch die ständige Feuchtigkeit aufgeweicht sind, sind von einer Art Fusspilz befallen. Im Film lehnt sein Charakter an ­einer Böschung, zieht die Schuhe aus: Die Füsse blutig, übersät mit offenen Wunden. Er hat ständig Schmerzen, und auch sonst geht es ihm nicht gut. Kevin Gale hat später einmal seinem Bruder Rainer Stamm anvertraut: «Der Markus war ein toller, lieber Mensch, aber als er in den Dschungel ging, war er eine ganz andere Person. Er hat gelitten.» Und die Affen taten ihm leid, die die Männer jagen mussten, weil die Vorräte zur Neige gingen. Er weigerte sich, das Fleisch zu essen, was ihn zusätzlich schwächte.

**Die Gefährten trennen sich**
Die Situation spitzt sich zu. Der ständige Regen laugt die Männer aus. Was tun? Weitergehen? Oder umdrehen und den weiten Weg zurückgehen zum letzten Indiodorf? Nach Meinungsverschiedenheiten über die künftige Marschroute trennen sich letztlich die vier an der Stelle, wo das schlammbraune Wasser des Ipurama in den grünen Rio Tuichi fliesst. Der Israeli und der Amerikaner wollen Letzteren mit einem selbst gebauten Floss hinabfahren. So war es auch zu Beginn der Reise schon geplant. Doch unter den gegebenen Umständen erscheint es als ein riskantes Abenteuer. Markus Stamm und der Österreicher, der wohl nicht schwimmen konnte, wollen sich hingegen zu Fuss zum nächsten Dorf durchschlagen.
Die Vorahnung, dass die Wasserfahrt zu riskant sei, bewahrheitet sich schliesslich: Der Amerikaner und der Israeli kentern mit ihrem Floss schon am ersten Tag, wobei der eine von ihnen von den reissenden Wassern so weit fortgespült wird, dass sie sich nicht wiederfinden. Wie durch ein Wunder wird Kevin Gale nach einer Woche von zwei Jägern aufgelesen und in die ­«Zivilisation» zurückgebracht. Er ist es schliesslich, der alle Hebel in Bewegung setzt, dass nach seinen Gefährten gesucht wird.

**Umherirren im Urwald**
Zwei Wochen irrt Yossi Ghinsberg allein durch den Urwald, ernährt sich unter anderem von Beeren und einer Schlange, wie er schreibt: «Ich hob den grünen Körper auf und schälte die Haut ab wie bei einer Banane, wodurch das rosa Fleisch zum Vorschein kam. Die inneren Organe beseitigte ich mit einem kräftigen Druck meiner Finger und hielt nun das reine Fleisch in Händen. Was sollte ich damit tun? Essen oder als Köder benutzen?» Er hat Wahnvorstellungen und dann wieder ganz klare Momente. Sein Körper schmerzt, seine Füsse sind nun auch überall aufgerissen und blutig. Als er gefunden wird, ist er nur noch Haut und Knochen: Kevin Gale fährt mit einem Einheimischen per Kanu den Fluss hoch und entdeckt ihn an einem Ufer.
Doch was ist aus dem Führer Karl Ruprechter geworden und aus Markus Stamm? Sie haben das Dorf nie erreicht. Bis heute gelten sie als verschollen.
Mit seinem heutigen Wissensstand und dem, was er in Filmen und auf Fotos gesehen hat, wundert sich Bruder Rainer Stamm darüber nicht mehr. «Es ist verrückt», sagt er, «das Gebiet ist so unwirtlich.» Ghinsburg, sobald er sich erholt hat, startet zwar noch eine Rettungsaktion, aber ohne Erfolg. Ebenso ergebnislos bleiben alle Nachforschungen bei Indios und Missionaren, die in der Region wohnen.

**Amtlich verschollen**
Nach allem was man zusammengetragen hat, muss als wahrscheinlichste Variante angenommen werden, dass den beiden ein Unglück zugestossen ist. So wurde es auch der Familie von Markus Stamm auf dem Auswärtigen Amt in Bern mitgeteilt. «Die haben uns auch gesagt, aus ihrer Erfahrung heraus: Der lebt nicht mehr», sagt Stamm. Sein Vater habe das akzeptiert und ein Gesuch um die Einleitung des Verschollenenverfahrens gestellt. «Er hat natürlich gelitten, aber er war realistisch», sagt Stamm. Seine Mutter habe sich hingegen damit sehr schwergetan. Sie war der festen Überzeugung, dass ihr Sohn noch lebt. Und damit war sie nicht allein. Auch die Halbschwester von Markus Stamm, die gewählte Regierungsrätin Cornelia Stamm Hurter, hat noch lange gehofft. Sie kann sich noch gut an den «Märi» erinnern: «Er war ein guter Bruder, ein Sunnyboy, mit langem, lockigem Haar.» In Schaffhausen sei er als mehrfacher kantonaler Tennismeister recht bekannt gewesen. Als die Meldung über sein Verschwinden gekommen sei, habe sie gerade in Fribourg ihr Studium aufgenommen. Es sei eine schwierige Zeit für die Familie gewesen.
Da war es wohl auch nicht schön, dass das Geschehen über die Jahre immer wieder neu diskutiert wurde. Weitere Details kamen ans Tageslicht: So soll der Österreicher Karl Ruprechter nur vorgegeben haben, Geologe zu sein. Tatsächlich habe er eine kriminelle Vergangenheit und sei auf der Flucht gewesen. Gleichzeitig kamen Gerüchte auf, er sei gar nicht tot. Es gibt ein Foto, wo ein Mann, scheinbar Ruprechter, gerade auf ein Lastenpferd steigt. Es soll drei Jahre nach seinem Verschwinden aufgenommen worden sein. Doch Rainer Stamm bezweifelt das. Er glaubt nicht, dass Ruprechter noch lebt, genau wie sein Bruder.
Ausserdem bekommt seine Familie Besuch von dem Israeli Yossi Ghinsberg. Er schildert ihnen die Geschehnisse noch einmal. Er scheint ein schlechtes Gewissen zu haben, dass er Markus Stamm zurückgelassen hat. Er plant eine weitere Suchaktion. Daraus wird aber nichts. Dafür schreibt er das Buch, das in Isreal ein Bestseller wurde. Rainer Stamm ist auf Ghinsberg jedoch nicht allzu gut zu sprechen: «Er hat uns nicht informiert, dass er das Buch veröffentlicht, und auch von dem Film ‹Jungle› wussten wir nichts», sagt er. Er habe erst von einem Bekannten erfahren, dass die Geschichte seines Bruders verfilmt werde. Und auch wenn der Film recht spannend sei, würden doch wichtige Szenen fehlen. «Am Ende etwa, wird nicht darauf eingegangen, dass Ghinsberg ohne den Amerikaner Kevin Gale gar nicht mehr leben würde», sagt er. Dieser habe sich ­allen Zweiflern widersetzt, die seine Gefährten bereits für tot erklärt hätten. Das müsse man doch honorieren. In dem Film liege der Fokus zu stark auf Ghinsberg. Dabei seien es doch vier Männer gewesen, die versucht hätten, der Hölle zu entkommen.
Die Mutter von Markus Stamm lebt mit 95 Jahren noch in Schaffhausen. Sie hat bis heute nicht aufgehört, daran zu glauben, dass ihr Sohn noch lebt. Zu Rainer Stamm sagt sie ab und zu: «Irgendwann kommt der schon mal wieder.» Seine letzten Briefe aus Südamerika hat sie jedenfalls alle aufgehoben.


**Fingerspitzengefühl bei der Suche nach Vermissten**

Der Suchdienst der Sektion Konsularischer Schutz im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) schreitet überall dort ein, wo Personen einen Angehörigen im Ausland vermissen und wenn diese ungefähr wissen, in welchem Land sich die gesuchte Person befindet. Es wird nachgeforscht, ob diese Person bei der diplomatischen Vertretung gemeldet ist, ob sie dort wohnt oder auf der Durchreise war und mit wem sie in Kontakt getreten ist. Koordiniert werden die Nachforschungen von den Schweizer Botschaften und den diversen Konsulaten vor Ort. Für die eigentlichen Nachforschungen zuständig sind die lokalen Polizeibehörden.

**Hohe Erfolgsquote**
Viele Schweizer, die als vermisst gemeldet werden, können wieder gefunden werden. Das liegt vor allem daran, weil es in der heutigen Zeit mit den modernen Telekommu­- nikationsmitteln im Trend liegt, schnell Vermisstmeldungen aufzugeben, wenn sich eine Person mal ein paar Tage nicht meldet. So können die Behörden aber auch schnell reagieren. Es gibt jedoch auch schwierige Fälle, die nach jahrelangen Nachforschungen zu keinem Erfolg führen. Das Dossier wird dann geschlossen, ohne dass die vermisste Person gefunden werden konnte. Nachforschungen im Ausland erfordern laut dem EDA viel Fingerspitzengefühl auf verschiedenen Gebieten: mit den Angehörigen der vermissten Person, dann mit den Behörden vor Ort, aber auch mit Nichtregierungsorganisationen, die bei der Suche mithelfen. Die Kosten für die Nachforschungen gehen in der Regel zulasten der Angehörigen. Das EDA kann die Gebühren aus humanitären Gründen allerdings reduzieren oder gar erlassen.



Vor 36 Jahren ist der Schaffhauser Markus Stamm, der auf dem Foto zu sehen ist, auf einer Expedition in den bolivianischen Urwald verschollen. Ein Kinofilm befasst sich mit diesem tragischen Ereignis, das die Familie Stamm bis heute verfolgt.
Fotos: Kevin Gale



Der Wind zerzaust sein Haar, während Markus Stamm, der ein begabter Musiker war, Flöte spielt.



Markus Stamm (l.) und Kevin Gale spielen während ihrer Reise Domino.



In der Regenzeit können im Amazonasgebiet selbst Rinnsale zu reissenden Flüssen werden.



Kevin Gale, ein Einheimischer und Yossi Ghinsberg (v. l.) nach dessen Rettung.



Schön, aber gefährlich: Im Urwald lauern viele Gefahren, von Jaguaren bis zu Krokodilen.



«Der Märi hat genau gewusst, auf was er sich da einlässt.» Rainer Stamm, Bruder.

#Notizen zu Namen

16. Januar 2018 | Anliegen der Jungen ernst nehmen

Schaffhauser Bock
Marcel Tresch

An seiner vergangenen Sitzung wählte der Grosse Stadtrat Rainer Schmidig zum neuen Präsidenten. Ein Interview über sein politisches Engagement.

*«Bock»: Herr Schmidig, was bedeutet es für Sie, höchster Stadt-Schaffhauser zu sein und den Grossen Stadtrat zu präsidieren?*
Rainer Schmidig: Die Übernahme dieses Amtes ist für mich eine grosse Ehre, auch wenn ich nicht der Mensch bin, der solche Ämter anstrebt. Dennoch übe ich diese Tätigkeit mit viel Freude aus.

*Hegen Sie weitere politische Ambitionen?*
Keineswegs. In wenigen Tagen werde ich 69 Jahre alt. Ich bin nicht am Aufbauen, sondern eher am Abbauen.

*Das heisst, dass Sie in Kürze von Ihren politischen Ämtern zurücktreten werden?*
Nein. Als gewählter EVP-Politiker werde ich meine Pflichten in beiden Räten erfüllen. Aber ich bin auf den nächsten Wahllisten nicht mehr vertreten.

*Warum ist es für Sie von Vorteil, sowohl im Kantonsrat wie auch im Grossen Stadtrat Schaffhausen vertreten zu sein?*
Die Räte haben unterschiedliche Aufgaben. Das Kantonsparlament ist die gesetzgebende Behörde und der Gros- se Stadtrat kümmert sich um städtische Angelegenheiten. Der Vorteil als Mitglied des Grossen Stadtrates liegt darin, dass bei einem Wissensvorsprung im Kantonsrat bei bestimmten Geschäften vorgängig Einfluss genommen werden kann.

*Wie hoch ist Ihr Aufwand für die Politik?*
Der Zeitaufwand mit den entsprechenden Vorbereitungen ist recht gross. Der langjährigen Tradition entsprechend finden die Sitzungen des Kantonsrates ja tagsüber und diejenigen des Gros- sen Stadtrates am Abend statt. Für meine politische Tätigkeit beläuft sich der Zeitaufwand auf rund zwei Tage pro Woche.

*Die Kontakte zwischen Stadt und Kanton, so wird von aussen behauptet, sind verbesserungswürdig. Wie sieht das Ganze aus Ihrer Sicht aus?*
Die Kommunikation unterein­ander war sicher schon schlechter, hat sich inzwischen aber verbessert. Das ist mit ein Grund dafür, dass ich als EVP-Mitglied für viele überraschend die SVP-Politikerin und Stadt-Schaffhauserin Cornelia Stamm Hurter in die Regierung gewählt habe.

*Was muss aus Ihrer Sicht in den nächsten Monaten unbedingt angepackt werden?*
Im Bereich des öffentlichen Verkehrs gibt es zahlreiche Baustellen, die zu bereinigen sind. Im Weiteren darf die Bautätigkeit, zum Beispiel beim Kammgarnareal oder Stadthausgeviert, nicht aus- ser Acht gelassen werden. Ein zusätzliches Anliegen von mir ist, dass wir als Stadt für private und unternehmerische Ansiedlungen weiterhin interessant bleiben. Uns fehlen nämlich die Familien und damit der Nachwuchs. Um sie nach Schaffhausen zu bringen, müssen wir genügend Arbeitsplätze anbieten können.

*Wie leiten Sie als Präsident den Rat?*
Ich betrachte es als meine Aufgabe, das Parlament so zu leiten, dass, unter Einhaltung der Effizienz, genügend Raum für Diskussionen entsteht. Für mich ist bei den zu erledigenden Geschäften die Schnelligkeit zweitrangig. Beim zu schnellen Reagieren und Entscheiden passiert es oft, dass allfällige Probleme übersehen und nicht angesprochen werden. Da der Präsident eine beschränkte Einflussmöglichkeit hat, ist eine gute Vorbereitung der Sitzungen dringend notwendig.

*Als ehemaliger Kantonsschullehrer sind Sie den Umgang mit der nachfolgenden Generation gewohnt. Wie kann man die Jungen für die Politik interessieren und gewinnen?*
Als alter und abgeklärter Politiker kann man nicht sehr viel ausrichten. Sehr wichtig ist aber, dass man die Jugendlichen in ihren Anliegen ernst nimmt und dass sie dort eingesetzt werden, wo es für sie auch interessant ist. Sie sind für die Politik nicht speziell zu motivieren. Ich stelle immer wieder fest, dass sie am politischen Geschehen grundsätzlich interessiert sind.

*Sie sind seit Jahren überzeugter EVP-Politiker. Wie wichtig ist dabei der Glaube?*
Ohne alles auf irgendeine Religion abstützen zu wollen, sind mir die christlichen Grundwerte sehr wichtig. Ich bin der Überzeugung, dass die positiven Betrachtungswerte durchaus einen Einfluss auf die Politik haben dürfen.

*Worüber reden Sie zu Hause, wenn nicht über die tägliche Politik?*
Die familiäre Situation als Vater von sechs Kindern und Grossvater von 14 Enkelkindern bringt es mit sich, dass die Familie mein absoluter Mittelpunkt ist. Das ist fantastisch schön und erfüllend.

*Was wünschen Sie der Stadt Schaffhausen für die kommenden zwölf Monate?*
Dass wir durch unsere politische Arbeit immer gute und zukunftsweisende Lösungen finden. Die Stadt Schaffhausen ist äusserst lebens- und liebenswert. Dazu gehört aber auch, dass wir stets wertschätzen, was wir haben.


**Rainer Schmidig persönlich**

Geboren
20. Januar 1949

Wohnort
Schaffhausen

Beruf
alt Kantonsschullehrer

Familie
verheiratet, 6 Kinder, 14 Enkel

Hobbys
Schreinern und Gärtnern, Lesen von Krimis (Edgar Wallace, Agatha Christie und Georges Simenon)

Politik
Mitglied Grosser Stadtrat und Kantonsrat seit 2001
Mitglied der EVP seit rund 20 Jahren



Rainer Schmidig sind die christlichen Grundwerte, sowohl in der Familie wie auch in der Politik, sehr wichtig.
Bild: Marcel Tresch

#Notizen zu Namen

9. Januar 2018 | Effizienz ist nicht das Hauptziel des Rates

Schaffhauser Nachrichten
Daniel Jung

Er ist zwar noch nicht gewählt, sollte heute Abend aber zum Präsidenten des Grossen Stadtrates gekürt werden: Rainer Schmidig (EVP) war im letzten Jahr 1. Vizepräsident des Stadtparlaments und kandidiert nun für ein Jahr als höchster Stadtschaffhauser.
Schmidig ist Mathematiker, Physiker und Pädagoge. Insgesamt 41 Jahre lang war er als Lehrer an der Kantonsschule Schaffhausen tätig, zwischen 1990 und 2003 auch als Rektor. «Durch das Rektorat war ich in viele politische Diskussionen involviert», sagt Schmidig. In seine Amtszeit fielen grosse Veränderungen: So wurde die Kantonsschulzeit von fünf auf vier Jahre verkürzt und ein neues Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) eingeführt.
Im Jahr 2000 wurde er dann von der Schaffhauser EVP angefragt, ob er für den Kantonsrat und den Grossen Stadtrat kandidieren möchte. Er antwortete: «Wieso nicht?» Grosse Ambitionen habe er damals nicht gehabt. Trotzdem wurde er – wohl auch wegen seiner Bekanntheit als Rektor – in beide Parlamente gewählt. Seit 2001 ist Schmidig nun auf kantonaler und auf städtischer Ebene politisch tätig – in beiden Parlamenten als einziger Vertreter der Evangelischen Volkspartei (EVP).

**Christliche Grundhaltung**
In der EVP fühlt sich der Mathematiker wohl: «Die Art und Weise, wie man hier politisieren kann, kommt mir entgegen», sagt er. In der kleinen EVP sei er sehr frei, seine Haltungen zu vertreten. Die christlichen Werte der Partei teilt Schmidig. «Die christliche Grundhaltung hilft einem im Leben weiter», ist er überzeugt. Trotzdem bezeichnet sich der Naturwissenschafter als «nicht sehr religiös».
Schmidig gehört im Parlament zur siebenköpfigen Mittefraktion – gemeinsam mit Vertretern der Grünen, CVP und GLP –, der bei Abstimmungen oftmals eine entscheidende Rolle zukommt. «Wir haben ein gewisses Gewicht», sagt Schmidig. In letzter Zeit war die Mitte oft nahe an den Anträgen des Stadtrats – etwa wenn es um Steuersenkungen ging. Das liege auch daran, dass derzeit der Stadtrat ähnlich wie die Mittefraktion ausbalanciert sei, erklärt Schmidig. «Auch der Stadtrat sucht nach Kompromissen, was uns nahe liegt», sagt er.

**Austritt aus der FDP**
1990, bei seiner Wahl zum Kantirektor, war Schmidig noch Mitglied der FDP gewesen. Die freisinnige Partei verliess er Mitte der 90er-Jahre, als die FDP eine Listenverbindung mit der Freiheitspartei (früher Autopartei) einging. «Ausschlaggebend für meinen Austritt war die Haltung der Autopartei zu den Schulen – das hat mir nicht behagt», erklärt er.
Zehn Jahre lang war Schmidig noch als Kantilehrer tätig, nachdem er das Rektorat an seinen Nachfolger Urs Saxer abgegeben hatte. «Ich bin der Meinung, dass Schulleiter-Positionen keine Lebensstellen sein sollen», sagt er. Für eine Schule sei es besser, wenn es in regelmässigen Abständen einen Wechsel in der Führung gebe. «Es ist nicht gut, wenn eine Person über Jahrzehnte etwas prägt», sagt er, «dann laufen sich gewisse Dinge tot.»
Schmidig ist stark in Schaffhausen verwurzelt. «Es ist sehr schön, hier zu wohnen.» Er schätzt die Grösse der Stadt, die es erlaube, einen gewissen Einfluss zu nehmen. «Hier ist es überblickbar, hier gibt es Möglichkeit, bei der Lösung von Problemen mitzu- helfen.» In einem Zeitungsartikel zur Pensionierung schrieb der Berufskollege Giancarlo Copetti über Schmidig: «Schon Zürich ist ihm zu hektisch und zu gross. Das ist kein Defizit, sondern vielmehr eine Stärke – die Stärke, sich zum Lokalen zu bekennen, ohne provinziell zu sein.» (SN vom 18. Januar 2013).
Schaffhausen ist weiterhin auch Mittelpunkt der grossen Familie von Ruth und Rainer Schmidig, die sechs Kinder und aktuell 14 Enkelkinder haben – das jüngste wurde im Dezember geboren. «Wir haben Kinder gerne und geniessen die Familie», sagt Schmidig. Die Konstellation und das Umfeld habe es möglich gemacht, eine grosse Familie zu gründen. «Wir hatten Grossmütter in der Nähe, die mitgeholfen ha- ben – so wie wir es heute auch wieder machen.»

**Bescheidene Ambitionen**
Ein Ratspräsidium kann ein Sprungbrett sein, um ein höheres Amt anzustreben. Der 68jährige Schmidig verbindet mit seinem Präsidialjahr aber keine solchen Erwartungen. «Ich muss nichts mehr beweisen», sagt er. Es sind praktische Gründe, die zur Kandidatur geführt haben. «Wir sind eine eher kleine Fraktion, einige Kollegen haben das Präsidium auch schon übernommen, andere sind erst seit kurzer Zeit mit dabei», sagt Schmidig. Deshalb sei er als Kandidat «relativ naheliegend» gewesen. «Ich habe gefunden: Dann mache ich es halt.», sagt er und lacht.
Nun freut sich Schmidig auf die Aufgabe. «Ich finde es ein schönes Amt und mache das gern», sagt er. Er ist sich bewusst, dass damit einiger Vorbereitungsaufwand verbunden ist. Die repräsentativen Anlässe, zu welchen der Parlamentspräsident eingeladen wird, sieht Schmidig ziemlich neutral: Weder sucht er dies stark, noch empfindet er es als Last.
Die Gestaltungsmöglichkeiten des Ratspräsidenten sind jedoch begrenzt. «Man muss dafür sorgen, dass die Diskussionen gut über die Bühne gehen», sagt Schmidig. Eine rasche Behandlung möglichst vieler Geschäfte sei dabei nicht das wichtigste Kriterium. «Effizienz ist nicht das Hauptziel eines Rates», sagt Schmidig. Stattdessen sei es Aufgabe des Parlaments, Probleme zu erkennen und gute Lösungen zu finden. «Das dauert manchmal etwas länger», sagt er. Deshalb dürfe ein Rats­präsident nicht ungeduldig sein. Die Politik steuern könne ein Präsident aber nicht. «Man soll sich selber ja eher zurück nehmen», sagt er.

**Fokus auf die Kommission**
Trotz seiner Erfahrung im Rat meldete sich Schmidig bisher an den Sitzungen nicht überdurchschnittlich häufig zu Wort. Er konzentriert sich stärker auf die Arbeit in den Kommissionen. «Dort kann man wirklich noch etwas bewegen, dort wird wirklich nach Lösungen gesucht», sagt er. Bei der abschliessenden Debatte im Parlament ändere sich meist nur noch wenig am Geschäft. «Und bloss ein Statement abzugeben, damit es in der Zeitung steht, ist nicht unbedingt meine Art.»


**Zur Person Rainer Schmidig**

Jugend
Rainer Schmidig wurde 1949 in Schaffhausen geboren und ist hier aufgewachsen.

Ausbildung
Schmidig besuchte die Schulen in Schaffhausen und erwarb im Herbst 1968 eine naturwissenschaftliche Matura (Typus C). Danach studierte er an der ETH Zürich Mathematik und Physik. Er schloss sein Studium als dipl. math. ETH im Herbst 1973 ab.

Beruf
Schmidig arbeitete als Assistent an der ETH Zürich und unterrichtete an der Kantonsschule Schaffhausen. Im Jahr 1980 wurde er zum Hauptlehrer für Mathematik und Physik gewählt. Ab 1983 war er Prorektor, von 1990 bis 2003 Rektor der Kantonsschule. Bis 2013 war er als Lehrer dort tätig. Zwischen 2003 und 2015 war er zudem mathematischer Experte der kantonalen Pensionskasse.

Politik
Seit 2001 sitzt Schmidig für die EVP im Schaffhauser Kantonsrat und im Grossen Stadtrat.

Familie
Mit seiner Frau Ruth hat er sechs Kinder grossgezogen. Sie haben 14 Enkelkinder.

#Notizen zu Namen

3. Januar 2018 | Markus Stamm v/o Aequo, das Buch «Back from Tuichi» und der Film «Jungle»

Yossi Ghinsberg, am 25. April 1959 in Tel Aviv geboren, ist ein israelischer Autor und Umweltaktivist.

Anfang November 1981 verlor sich Ghinsberg im bolivianischen Teil des Amazonas und überlebte drei Wochen. Sein Abenteuer schilderte er in seinem 1985 auf Hebräisch erschienenen Buch «Ba-hazarah mi-Tuitsi», das 1993 unter dem Titel «Back from Tuichi» in englischer Sprache erschien. Mit «Laws of the Jungle: Jaguars Don’t Need Self-Help Books» (2008) gelang ihm eine weitere erfolgreiche Darstellung. Sein erstes Buch wurde verfilmt, ab Oktober 2017 in Deutschland in den Kinos gezeigt und ist nun auch als BluRay und als DVD erschienen.
Seine erste Reise brachte ihn nach Lateinamerika, wo er in La Paz mit zwei Freunden die Gelegenheit ergriff, sich einer Exkursion eines Geologen anzuschliessen, um in den sonst für Touristen unerreichbaren Urwald zu gelangen. Der Geologe erwies sich als unkundig; aufgrund falscher Informationen verlor Ghinsberg den Kontakt zu Kevin Wallace, mit dem er sich vom Geologen getrennt hatte. Wallace hatte das Glück, von einer Jägergruppe, die zweimal pro Jahr in der Region auf Jagd ging, gefunden zu werden. Aber Ghinsberg blieb drei Wochen verschollen. Aufgrund der beginnenden Regenzeit hatten die Behörden ein Überleben im Dschungel für ausgeschlossen erklärt und die Suche bald eingestellt. Doch Wallace machte sich mit einer privat bezahlten Mannschaft auf die Suche und fand seinen Freund, der anschliessend für drei Monate ins Krankenhaus musste.
Wallace begann sofort mit der Suche nach dem dritten Freund, Markus Stamm, den er und Ghinsberg in Begleitung des angeblichen Geologen in Sicherheit wähnten. Stamm blieb verschollen, der angebliche Geologe war ein den Behörden bekannter Krimineller aus Österreich, der sich auf der Flucht befand.


**Jungle**

*Filmhandlung*

Survival-Drama mit Daniel Radcliffe um eine Gruppe von Touristen, die im bolivianischen Dschungel verloren gehen. Willkommen in der grünen Hölle!

Im Jahr 1981 erfüllt sich der junge israelische Backpacker Yossi Ghinsberg (Daniel Radcliffe) einen Lebenstraum: Einmal will er den wilden Dschungel sehen. Unberührte Natur, wild, wunderschön – und tödlich. Gemeinsam mit seinem beiden Freunden, dem Lehrer Marcus (Joel Jackson) und dem Fotografen Kevin (Alex Russell), bereist er das lateinamerikanische Hinterland. In Bolivien lernen sie schliesslich den Geologen Karl (Thomas Kretschmann) kennen, der behauptet, er könne sie durch den Amazonas führen.
Tatsächlich ist Karl jedoch ein Betrüger. Mitten im Dschungel zeigt sich seine wahre Natur und die unerfahrene Gruppe muss sich ihrem Schicksal schon bald stellen. Verloren, ohne jede Orientierung sind die Touristen den Gefahren des Urwaldes ausgesetzt. Bald werden sie von einander getrennt. Für Yossi beginnt ein erbarmungsloser Kampf ums Überleben.

Blu-ray
**Jungle**

Regisseur: Greg McLean
Sprache: Englisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch, Holländisch
EAN: 4013549079334
Studio: Splendid Entertainment
Spieldauer: 116 Minuten
Bildformat: HD (1080p), Widescreen (2,39:1)
Tonformat: Englisch: DTS HD 5.1 MA, Deutsch: DTS HD 5.1 MA
Fr. 19.90

Buch
**Yossi Ghinsberg: Dem Dschungel entkommen**

Einband: Taschenbuch
Seiten: 320
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-492-40624-6
Verlag: Piper
Fr. 23.90

#Allgemeines

9. Dezember 2017 | «Wir haben die Zukunftsliste in der Schublade»

Schaffhauser Nachrichten
Jeannette Vogel

**Interview Philipp Moersen, Präsident des Verwaltungsrates der Brauerei Falken**

*Herr Moersen, was macht das Jahr 2017 für Sie so besonders?*
Es gab zwei Highlights. Zum einen ist das Projekt Gär- und Tanklager jetzt abgeschlossen, wir haben dafür über fünf Millionen Franken investiert. Es gab weder Verzögerungen noch Mehrkosten, das freut mich natürlich sehr. Zum anderen bin ich seit diesem Sommer offiziell pensioniert.

*Sie sagten vor einem Jahr: «Wir bringen die Brauerei technisch auf den neuesten Stand, dann trete ich kürzer.» Haben Sie nun alle Schlüssel abgegeben?
Nein, die behalte ich. In dieser Brauerei steckt viel von meinem Herzblut. Zudem ist unsere Familie ein namhafter Miteigentümer des Unternehmens. Ich habe aber im unternehmerischen Bereich ganz das Zepter an Geschäftsführer Markus Höfler übergeben.

*Mit dem Dosenkompetenzzentrum, auf dem Sie auch für Dritte abfüllen, hat sich Falken seit 2013 ein zweites Standbein aufgebaut. Ein wichtiger Schritt – aber die Anlage soll bereits zu klein sein. Stimmt das?*
Alle kleineren Brauereien mussten im Ausland abfüllen, wir auch. Als wir uns entschlossen, unsere ­eigene Anlage zu bauen, legten wir die Planung für Drittabfüllungen auf sechs Millionen Dosen pro Jahr aus. Doch wir sind flexibel und kommen dem Konsumentenbedürfnis nach. ­Inzwischen füllen wir jährlich rund 16 Millionen Dosen für Dritte ab. Die Anlage hat aber noch Luft nach oben, sie ist also nicht zu klein.

*Die Brauerei Falken gehört zu den fünf grössten unabhängigen Brauereien der Schweiz. Wird das in absehbarer Zukunft auch so bleiben?*
Es ist ein Blick in die Kristallkugel, aber ja, wir bleiben unabhängig. Wir bezeugen mit den hohen Investitionen der letzten Jahre wie der Dosenabfüllanlage und dem Gär- und Tanklager ganz klar unseren Willen dazu.

*Werfen wir einen weiteren Blick in die Kristallkugel. Wie sieht das (Falken-)Bier der Zukunft aus, und wie schmeckt es?*
Mit der «Hülse» haben wir bereits ein Bier der Zukunft. Ein unfiltriertes, untergäriges Lagerbier. Innovativ und in der Schweiz einmalig ist die wiederverschliessbare Dose. Es ist ein Bier mit Stil und mehr als nur ein Durstlöscher. Ich freue mich darauf, wenn das Prinzip des Verschlusses zum ersten Mal kopiert wird, denn dann weiss ich, wir haben es gut gemacht.

*Die metallgraue «Hülse» mit dem weissen Schriftzug und der Hopfenblüte ist nur schon rein optisch kein typisches Falken-Bier.*
Das stimmt. Zwar richten wir uns auf den Raum Schaffhausen aus, das hat oberste Priorität, mit der «Hülse» wollen wir aber generell Swissness demonstrieren und die ganze Schweiz beliefern. Damit gehen wir ­einen neuen, modernen Weg.

*AI steht für «Artificial Intelligence», also künstliche Intelligenz. So nennt sich ein Bier aus England, ­ an dessen Rezeptur die Biertrinker mitwirken. Anhand der gesammelten Daten ­verändert ein Algorithmus das Rezept – ist das auch bei Falken denkbar?*
Nein. Wir sind eine Traditionsbrauerei. Es ist richtig, am technischen Fortschritt zu arbeiten. Aber wir suchen die Nähe zum Kunden und reden mit ihm und lassen nicht einen Computer entscheiden und den unsere gesamte Arbeit machen.

*Die Zahl der Kleinstbrauereinen steigt. Beispielsweise in Ramsen mit rund 1400 Einwohnern wird das lokale ­Gnädinger Bräu hergestellt, aber vor allem Gässli-Bräu gibt mächtig Gas. Wenn das in allen ­Dörfern und Städten so geht, wird Ihr Stück vom Kuchen ­immer kleiner. Sind Ihnen diese Mikrobrauereien ein Dorn im Auge?*
Grundsätzlich finde ich diese Entwicklung positiv. Wir haben inzwischen rund 800 Brauereien in der Schweiz und zusätzlich ein paar Badewannenbrauer. Dadurch gibt es die verschiedensten Biersorten und neue Geschmackserlebnisse. Das Bier bekommt einen neuen, höheren Stellenwert, den es auch verdient. Andererseits ist es richtig, dass das Kuchenstück für jeden Einzelnen etwas kleiner wird. Grund zur Klage haben wir aber nicht.

*Wer allerdings mit offenen Augen durch Getränke- oder Supermärkte läuft, sieht ein wachsendes Bier- sortiment – freche Namen, neue Geschmacksrichtungen, exotische Herkunftsländer. Wohin soll das noch führen?*
Die Gastronomie verliert, der Detailhandel wächst. Auch die Nähe zur Grenze war schon immer da. Das ist so, jammern hilft nichts. Der Markt ist vielfältig, das kann man auch als Chance sehen.

*Worauf fokussiert sich die Brauerei Falken 2018?*
Wir planen keinen «big bang». Es gibt natürlich eine Zukunftsliste, die können wir bei Bedarf jederzeit aus der Schublade ziehen. Aber erst mal wollen wir das Bestehende weiterentwickeln. Die Arbeit geht uns definitiv nicht aus.

*Die Falken-Generalversammlung ist ein wichtiger Anlass im gesellschaft­lichen Kalender. Ein Eintrittsbillett in Form einer Aktie (Aktienkurs um 13 700 Franken) ist aber schwer aufzutreiben. Wie wird man Falken-Aktionär?*
Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder bei der Bank anklopfen, es gibt immer wieder einzelne Aktien. Oder einem guten Freund eine Aktie abkaufen.


*«Die Schweizer Biere erleben eine Renaissance»*

*Der bisherige Verwaltungsratwurde gestern Abend an ­der Generalversammlung der Traditionsbrauerei Falken für weitere drei Jahre gewählt.*

Über 430 Personen fanden gestern Abend den Weg an die ­ordentliche Generalversammlung der Schaffhauser Brauerei im Schaffhauser Park Casino. Genau um 17.30 Uhr ergriff Philipp Moersen, Präsident des Verwaltungsrates, das Wort. Er habe ein gewisses Verständnis dafür, dass einige Schaffhauser den Verlockungen der günstigen Preise im nahen Ausland nicht immer widerstehen könnten. Gleichzeitig hielt er fest, dass die Brauerei ihr Geld hauptsächlich in der Region verdient und es auch hier ausgibt. So für das fünf Millionen teure Gär- und Tanklager – es ist seit Juni zu 100 Prozent in Betrieb. Es sei ein «ansprechendes Jahresergebnis» erwirtschaftet worden, so Moersen: «Das erlaubt es, die im Berichtsjahr getätigten Investitionen voll abzuschreiben.
Bevor Falken-CEO Markus Höfler das abgelaufene Braujahr Revue passieren lies, sagte er: «Ob vom Profi- oder Hobbybrauer – Bier gewinnt an Ansehen – es erlebt eine Renaissance.» Die Schweiz hat die grösste Brauereidichte der Welt, rund 4000 verschiedene Biere werden landesweit hergestellt. Falken beschränkt sich jedoch nicht nur darauf, Bier zu brauen und Dosen abzufüllen, sondern komplettiert das Sortiment mit Spirituosen wie Munot Malt oder Gin82.
Die statutarischen Geschäfte gingen wie gewohnt schlank über die Bühne – es gab weder Diskussionen noch Gegenstimmen. Die bisherigen Verwaltungsräte wurden für die Amtsdauer von drei Jahren wiedergewählt, die BDO AG in St. Gallen erhielt für ein weiteres Jahr das Mandat als Revisionsstelle. «Eine frohe Stimmung und viel Sitzleder» wünschte der Präsident des Verwaltungsrates, dann trat «Christoph Blocher» auf die Bühne. Er bedankte sich dafür, «dass ich auf einen grossen Schluck vorbeikommen darf». Der Zürcher Schauspieler Walter Andreas Müller parodiert seit Jahren Christoph Blocher, aber auch andere Prominente stellte er mit wechselndem Dialekt und verschiedenen Brillen dar.
Nach der Darbietung gab es Festbier, bevor das traditionelle Menü – Ochsenmaulsalat, kalte Platte garniert und reichhaltige Käseplatte – aufgetragen wurde. «Es sind insgesamt 130 Kilo Ochsenmaulsalat. Davon bleibt nie ein Gramm übrig», sagte CEO Markus Höfler.

#Allgemeines

6. Dezember 2017 | Sache … Sächeli

Einen prominenten Gast konnte die Schaffhauser Verbindung Scaphusia letzte Woche auf ihrer Bude im «Falken» begrüssen: Beni Thurnheer. Wie Altherr Michael E. Dreher v/o Aal uns mitteilt, folgte der «Schnurri der Nation» in humorvollen Ausführungen dem A–Z und hatte zu jedem Buchstaben etwas Geistreiches zu sagen. «Einmal mehr ein interessanter intellektueller Teil des Abends, den die Scaphusianer seit über 100 Jahren den I. Akt nennen», schreibt «Aal». «Es folgte der II. Akt, wo die Corona ihrem Ruf als Grosskunde der Brauerei Falken AG gerecht zu werden versuchte. Es gelang!» Ebenfalls zu Gast war Kantonsratspräsident Thomas Hauser (v/o Chräbbs im KTV). Das Bild stammt von Lars Wicki v/o Klimper.


Foto: Lars Wicki