#Notizen zu Namen

16. März 2006 | Historischer Verein: Ambitiöses Jubiläumsprojekt

Schaffhauser Nachrichten, Region
(pla)

Bei der Erarbeitung der Kantonsgeschichte hat Projektleiter Markus Späth erlebt, wie wichtig der Zugang zu historischem Bildmaterial ist. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ist dank der Privatarchive der Pressefotografen gut dokumentiert – «doch was passiert mit all den Schätzen, wenn ein Fotograf sein Metier aufgibt?», fragte sich Späth, der nun auch das Jubiläumsprojekt des Historischen Vereins leitet: den Aufbau des Schaffhauser Pressefotografie-Archives. «Wir möchten zur Sicherung der Bestände beitragen», umriss Späth das Projekt, das auf eine Idee von Vorstandsmitglied Bernhard Ott zurückgeht.
Mit Kosten von einer halben Million lion Franken – weitestgehend für Personalkosten – ist das Projekt ein dicker Brocken. Bisher stehen 60 000 Franken aus einer privaten Donation, zweckgebunden zur Erschliessung des Archivs von Bruno und Eric Bührer, und die Eigenleistung des Historischen Vereins von 50 000 Franken fest, Stadt und Kanton dürften etwa 200 000 bis 300 000 Franken beisteuern, sodass bis zu 150 000 Franken durch Sponsoren abgedeckt werden müssen – die zu finden Späth zuversichtlich ist. Nicht gerechnet sind die Kosten des Stadtarchivs, das als Partner das Schaffhauser Pressefotografie-Archiv beherbergen und führen wird.
Die hohen Personalkosten entstehen, weil die riesige Menge an Bildmaterial kompetent und pingelig genau erschlossen werden muss, damit sie Dritten zugänglich gemacht werden kann. Eine Arbeit, die sich über mehrere Jahre erstrecken wird. Für diese Aufgabe konnten der frühere Stadtarchivar Hans Ulrich Wipf und seine. Frau Kathrin Wipf gewonnen werden, die sich eine 100-Prozent-Stelle teilen.
Konkret geplant ist die Erschliessung folgender Fotografen-Archive: Bruno und Eric Bührer (1957 bis heute: 53 000 Filme); Max und Sonja Baumann (1967 bis heute: 11000 Filme).
Bruno und Eric Bührer wurden gerade 70 Jahre alt, Max Baumann feiert heute seinen 75. Geburtstag. Sowohl Max und Sonja Baumann als auch die Bührer-Zwillinge bleiben noch einige Zeit als Fotografen tätig.
Erschlossen werden sollen auch die Archive folgender Fotografen: Rolf Baumann, Selwyn Hoffmann, Peter Hunziker, Eberhard Lukas, Peter Pfister, Reto Schlatter, René Uhlmann.
Insgesamt ist die Archivierung von rund 80 000 Filmen geplant, was, wie Hans Ulrich Wipf überschlug, etwa zwei Millionen Fotos entspricht. Archiviert werden in der Regel Blattkopien der Filme, auf denen die Nummer der Negative zu sehen ist. Die Blattkopien werden von einem Schnellscanner, der diesen Namen verdient, digitalisiert, dann werden die Aufnahmen verschlagwortet. Dazu hat Stadtarchivar Peter Scheck raffinierte Softwareverknüpfungen gestrickt: Das gesamte Pressefotografie-Archiv lässt sich im Internet durchforsten, wird man fündig, kann man beim Stadtarchiv ein entsprechendes Bild bestellen – was nach Ansätzen der Pro Litteris in Rechnung gestellt wird. Diese Software wird denjenigen Fotografen, die ihr Archiv auf absehbare Zeit noch behalten, bereits zur Verfügung gestellt, damit ab jetzt Bilder bereits nach den später benötigten Kriterien abgelegt werden können.



Stadtarchivar Peter Scheck erläutert das innovative Archivierungssystem für die Bilder der Schaffhauser Pressefotografen.
Bild: René Uhlmann

#Allgemeines

26. Februar 2006 | Spefuxeninformation

Fotos vom Spefuxenanlass sind online!

#Allgemeines

26. Februar 2006 | Spefuxeninformation

Fotos vom Spefuxenanlass sind online!

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26. Januar 2006 | «Rother Ochsen»: Neue Pächter, neuer alter Begegnungsort

Schaffhauser Nachrichten, Stein am Rhein
(sr.)

Noch vor einem Jahrhundert musste das erste urkundlich erwähnte Bürger- und Wirtshaus in Stein am Rhein von einem Konsortium, bestehend aus Einheimischen, gekauft werden, um es vor dem Untergang zu bewahren. Dank der heutigen Besitzerin, die das Haus fachgerecht pflegt und unterhält, hat die älteste Weinstube im Kanton Schaffhausen ihren äusseren Charakter nicht verloren und vermittelt ein Gefühl von Standhaftigkeit und Geborgenheit.
Nachdem sich die Pächterin Marianne Küng nach sechs Jahren zurückgezogen hatte, konnten mit Roland Badertscher und Pascal Huber relativ schnell neue Pächter gefunden werden. «Vielen Einheimischen ist es nicht egal, was mit dem ‹Rothen Ochsen› geschieht, weil mit dem Lokal viele gute Erinnerungen verknüpft sind», erklärt Badertscher. Als Einheimischer hat er sich schon längere Zeit mit der Idee einer Weinstube beschäftigt und bringt langjährige Führungserfahrung, Fachwissen und ein grosses Beziehungsnetz mit. «Wir beabsichtigen, den ‹Rothen Ochsen› zu einem beliebten Treffpunkt zu machen», sagt er und erhält vom gelernten Koch und Künstler Pascal Huber und von Anja Fricker im Service die notwendige Unterstützung.
Der in der Schweiz aufgewachsene Koreaner Pascal Huber trägt ebenfalls die Idee einer eigenen Kulturbeiz schon lange mit sich herum. Gemeinsam haben die neuen Pächter, zwei im Geiste jung gebliebene alte Freunde, die vor Jahren schon einmal zusammengearbeitet haben, das Konzept der Weinstube erarbeitet. «Weil die Menschen reisen und immer neue Esskulturen kennen lernen, werden wir die europäische und die asiatische Küche auf kreative Weise miteinander verbinden», verrät Huber.
Neben einem preisgünstigen, vegetarischen Bussinesslunch, der übrigens auch mitgenommen werden kann, soll es täglich ein bis zwei gesunde, mit Frischprodukten hergestellte Menüs am Abend zur Auswahl geben. Dass das Weinsortiment aus Produkten aus der Region Schaffhausen und weiteren auserlesenen Sorten bestehen wird, gehört zum ursprünglichen Zweck der Weinstube, wo regelmässig kulturelle Events stattfinden sollen. Wer also in Zukunft gemütlich und lauschig den Abend ausklingen lassen will, der muss sich nur noch bis zum 11. Februar gedulden, dann findet die Wiedereröffnung statt.

Pächterwechsel im «Rothen Ochsen»: Marianne Küng (Zweite von links) übergibt den Schlüssel Roland Badertscher, Anja Fricker und Pascal Huber, die das Lokal als Weinstube weiterführen werden. Bild: Mark Schiesser.

#Notizen zu Namen

21. Januar 2006 | Zum Gedenken an Peter Schmidhauser v/o Profit

Text
Schaffhauser Nachrichten, Region
Felix Schwank.

Wir nannten ihn in der Scaphusia Profit. In der Zeit davor war er Pödi, weil ihm das welsche Wörtlein «petit» etwas quer auf der Zunge lag. Berserker hätte man ihm auch sagen können. Er verfügte über Bärenkräfte, und wenn sein Temperament mit diesen durchging, war seine Nähe zu meiden. Profit? Ich frotzelte einmal in der Bierzeitung: «Paradox ist, wenn Profit alle Bierstängel isst, die er bezahlt!» Da war auch Neid im Spiel, denn Geld für Bierstängel besass ich nie. Auch nicht für Zigaretten. Darum waren wir um jene froh, die Profits Vater beim Hasenstall abgelegt hatte. Und Vater Schmidhauser schien es zu schätzen, wenn wir uns aus dem gelben Päcklein bedienten. Parisienne rund! Das war hinter dem Haus zum «Sonneck», dem «Löwen» gegenüber, in Rheinau. Das Haus ist abgebrochen, aber die Gastlichkeit des schmidhauserschen Hauses ist unvergessen. Da herrschte Mutter Schmidhauser. Sie war die Güte selbst, mit einem sachten Zittern im Gesicht. Mit einer Geruchskorrektur im Bereiche Hasenstall hatten die dort deponierten Zigaretten nichts zu tun. Frau Schmidhauser gehörte zu den ersten Kämpferinnen gegen das Passivrauchen. Stubenrein war bei ihr wörtlich zu nehmen. Profits Vater fügte sich lächelnd, gab seiner Frau aber gelegentlich doch eins ans Bein: «Es bräuchte einen Lastwagen für den Ersatz dessen, was diese Frau in der Schürze aus dem Haus trägt.» Die Mutter hat ihren Peter verwöhnt und mich dazu, wenn ich ins Haus kam. Profit hat zu Hause profitiert. Es gab dort, in der Kriegszeit, Dinge zu essen, die es damals eigentlich gar nicht gab. Ohne Mahlzeiten-Coupons notabene!
In der Elementarschule war Profit, neben 16 Mädchen, der einzige Knabe. So wie ich mich erinnere, haben ihn die Mädchen immer wohl gemocht. Er war nicht nur ein kräftiger, er war auch ein hübscher Bursche. Real- und Kantonsschule besuchte Profit in Schaffhausen. Den Mittagstisch hatte er beim Vergolder Uhlmann. Die Mutter von Straff, der damals Hauptmann im Generalstab und noch nicht Korpskommandant war, hat die Verwöhnung von Profit weitergeführt. An der Kanti gehörte er zu jenen, die in irgendeinem Trimester das Klassenbuch von Lehrer zu Lehrer tragen mussten. Das galt als Auszeichnung. Auch einen Geigenkasten schleppte der Freund zuweilen mit. Matura problemlos. Probleme gab es gelegentlich nach der Kneipe. Das Einschlagen von Fensterscheiben konnte damals eine ganze Stadt in Unruhe versetzen. Als ich Profit darauf aufmerksam machte, Handschuhe seien in der Scaphusia nicht als Handschutz, sondern als Commentgegenstand gedacht, liess er es mit blosser Faust, und blutig, splittern. Den Schulweg bewältigte er täglich mit dem Velo. Bei Regen in Klepper-Gummizeug gehüllt. Nicht die zehn zu bewältigenden Kilometer, nicht gelegentliche Zecherstürze in einen Acker machten Probleme, aber die Grenzer. Die Deutschen, für gewöhnlich waren sie harmlos, einem Spruch durchaus zugetan. Aber als Profit den SS-Mann neben «seinem» Grenzer zu wenig beachtete, geschah es. Die Schulmappe wurde durchsucht. Nicht Band und Mütze in der Mappe interessierten. Aber das gelbe Heftli mit der Französischlektüre: «Le siège de Paris». SS-Mann: «Was heisst das?» Profit, so wie er war: «Der Sieg von Paris.» Hätte er korrekt mit Belagerung übersetzt, wäre nichts passiert. Aber Sieg, das war für den chronischen Siegheil-Brüller zu viel. Es wurde herumtelefoniert, und es wurde Mittag, bis Profit, mit Verdacht, entlassen wurde.
Studium als Agronom und Militärdienst bis zum Grad des Leutnants schienen ineinander zu gehen. 1951 hat Profit Claire Sulzer in Meiringen geheiratet. Im Sommer war er in der Forschung tätig, folgte da der Spur seines Grossvaters, der sich als Saatzüchter unter anderem mit dem Burghofweizen einen Namen gemacht hatte. Grosse Ähre, standfester Halm. Im Winter war er Wanderlehrer an landwirtschaftlichen Schulen. Als er Verwalter des Regensdorfer Gutsbetriebes wurde, erinnere ich mich an einen Gang über Flur und Feld. Einer von uns trat in ein Entengelege. Mein Schreck war grösser als seiner: Nur das Nest nicht berühren, die Ente kommt wieder. Mein Freund hatte ein unzimperliches Verhältnis zur Natur. Sie war die Gebende, der man Sorge trug, ohne sie zu hätscheln.
Vier Kinder waren zur Welt gekommen, als sich unsere Familien, 1960, auf der Domaine des Barges bei Vouvry trafen. Er verwaltete das Ciba-Gut mit 200 Hektaren und war da ganz in seinem Element. Vielleicht seine glücklichste Zeit, die nach der Verschmelzung von Ciba und Geigy zu Ende ging. Die Familie zog 1968 nach Meiringen, wo er das Baugeschäft seines Schwiegervaters übernahm. Das ging nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Es gab einen Riss in die Familie. Auf den Scaphusia-Wanderungen erzählte er mir dies und jenes. Er trug nun einen mächtigen Bart, wirkte aber in vielem resigniert. In den Steigungen stockte unser Gespräch. In den Ferien zog es ihn nach Rheinau, ins Dorf, das sein Dorf war. Noch ging ein Lächeln über sein Gesicht, wenn ich ihm bei Rundgängen sagte, da habe er mir seinerzeit einen ehemaligen Mörder, dort einen Brandstifter vorgestellt. Er hatte so seine Art, mit diesen Leuten zu reden. Dann zog Peter ins Altersheim. Seine Schwester sprach mir von Alzheimer. Mit dem Neujahrgruss vor einem Jahr verband er den Wunsch, mich zu sehen. Ich dachte an eine Sommerreise. Da kamen die hohen Wasser. Ich wollte auch den Schein einer Gaffertour vermeiden. Schrieb ihm zu Weihnachten. Aber zwischen Weihnacht und Neujahr ging sein Leben zu Ende. Unterwegs zum Bahnhof, unterwegs zur Tochter Regula brach er zusammen – war sofort tot. Das Altersheim liess die Angehörigen wissen, sie hätten Peter Schmidhauser gern gehabt. Er sei liebenswürdig und hilfsbereit gewesen. Mit diesem tröstlichen Gedanken nehme ich Abschied von einem Freund.

#Notizen zu Namen

14. Januar 2006 | Mit dem Computer zurück ins alte Schaffhausen

Schaffhauser Nachrichten, Stadt Schaffhausen
Robin Blanck

Woher kommt die alte Bezeichnung BrühlmannAreal für den heutigen AdlerParkplatz? Und wie sah das Schwabentor vor, während und nach dem verheerenden Dachstockbrand von 1932 aus? Wie sieht der Engeweiher ohne Wasser, dafür mit zweihundert Arbeitern darin aus? Auf all diese Fragen gibt das Stadtarchiv Schaffhausen Auskunft. Aber nicht nur in den Räumlichkeiten am Fronwagplatz 24, sondern seit einiger Zeit auch online und dazu im Bild. Rund 150 000 Bilder und Darstellungen schlummerten lange in den Archivschränken, inzwischen sind rund 10 000 davon auch per Internet verfügbar. «Seit 1997 war eine Datenbank mit unseren Beständen über das Internet abrufbar, aber dieses Angebot war recht trocken», erinnert sich Stadtarchivar Peter Scheck. Damals waren sämtliche Fotoaufnahmen in 300 Ordnern säuberlich aufgereiht. Mit der Weiterentwicklung auf dem Elektroniksektor wurde die Digitalisierung und damit das Internet auch für Archive immer wichtiger. Den Schritt vom analogen Fotoalbum zur digitalen Bildergalerie, die von der ganzen Welt aus benutzt werden kann, vollzog schliesslich Peter Scheck. «Wir verfügten bereits über so viele Daten, dass es an der Zeit war, sie in dieser Form zugänglich zu machen», erläutert Scheck, der sich selbst bestens mit dem Computer auskennt und deshalb die entsprechende Software selbst programmiert hat. Das Resultat kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Via Internet erhält der interessierte Benutzer auf der Archivhomepage des Stadtarchivs Schaffhausen freien Zugang zu einer Vielzahl alter Aufnahmen, die schlaglichtartig die Geschichte und die bauliche Entwicklung der Stadt dokumentieren. Klickt man sich die gewünschte Aufnahme heraus, wird sie vergrössert und mit weiteren Informationen auf dem Bildschrim angezeigt. Meist erfährt man dann auch, wer anno dazumals auf den Auslöser gedrückt hat. Oft begegnet man dabei bekannten Schaffhauser Fotografen.

Per Mail Abzüge bestellen
Daten im Umfang von 200 bis 300 Kilobyte weist die Bildschirmdarstellung auf, entsprechend hoch ist die Qualität. «Aber natürlich nicht zu vergleichen mit dem Original», sagt Peter Scheck, «das Onlineangebot ist noch immer eine Hilfskonstruktion zur Recherche. » Wem das allerdings nicht reicht, der kann via EMail eine Kopie des Bildes bestellen, ebenso ist es möglich, die Daten gleich digitalisiert zu bekommen. Rund 100 mal im Jahr werden solche «Abzüge» bestellt, und zwar aus der ganzen Welt: User aus den USA oder etwa China schauen ebenso vorbei, wie Einheimische, die nachschauen wollen, wie ihre aktuelle Wohnadresse aussah, bevor dort überhaupt ein Haus stand.

Zum Stöbern für jedermann
Nicht nur Historiker und Genealogen fühlen sich durch die Homepage angesprochen, das umfassende Angebot hält auch für Laien eine ganze Schatztruhe voller Trouvaillen bereit. Geordnet ist der Bestand einerseits thematisch nach Bereichen wie Schifffahrt, Verkehr, Friedhöfen und anderem, ausserdem nach Strassennamen. Aber natürlich kann man auch direkt nach einem bestimmten Wort oder Begriff suchen. Stichwort eingeben, Enter drücken, und schon spuckt die Maschine die Treffer aus. Und nicht nur das: Wenn im Stadtarchiv weitere Akten zu einem Thema oder einer Person existieren, werden diese ebenso angezeigt.
«Die Zugriffszahlen geben uns Recht», stellt Scheck fest, denn mittlerweile verzeichnet die Homepage täglich bis zu 1500 Besucher, die in den Datenbanken herumsurfen. Laufend werden weitere Bestände von Aushilfen gescannt oder mit der Digitalkamera fotografiert. Geplant ist ausserdem, das Fotoarchiv weiterzuführen: Zurzeit stehe man mit zeitgenössischen Fotografen in Verhandlungen, sodass wenn alles klappt auch künftige Generationen unser Schaffhausen des frühen 21. Jahrhundertes werden bestaunen können.



Stadtarchivar Peter Scheck demonstriert die von ihm entwickelte Online-Datenbank.
Bild: Eric Bührer

#Allgemeines

10. Januar 2006 | Galerie

Ganz aktuelle und etwas ältere Fotos online: 6 Jahre Zürcher Stamm, Weihnachtscommers und Konzert der Singstudenten!

#Allgemeines

10. Januar 2006 | Galerie

Ganz aktuelle und etwas ältere Fotos online: 6 Jahre Zürcher Stamm, Weihnachtscommers und Konzert der Singstudenten!

#Allgemeines

6. Januar 2006 | Abschied – und Wiedereröffnung im Frühling

Schaffhauser Nachrichten
(psp)

Das Team des «Rothen Ochsen», der ältesten Weinstube unseres Landesteils, verabschiedete sich von den Gästen.

Das «Rother Ochsen»-Team lud kürzlich ein, Abschied zu nehmen. Nach sechs Jahren zieht sich Pächterin Marianne Küng zurück und will sich vermehrt um die Familie kümmern.

Besonderes Ambiente
Der «Rothe Ochsen» ist in ganz Europa bekannt. Dies, weil er 1446 als erstes Bürger- und Weinhaus des Städtchens Stein am Rhein urkundlich erwähnt wurde. Heute gibt es europaweit nur elf Wirtshäuser, die älter sind. In der Schweiz ist es das drittälteste Weinhaus. Die Fassadenbilder erzählen, wie 1501 im Lokal eine Messerstecherei mit tödlichem Ausgang vonstatten ging. Wohl könnten die alten Gemäuer viel erzählen, aber gar so lebhaft ging es dann wohl doch nicht mehr her und zu. Heute ist der «Rothe Ochsen» eine Weinstube mit besonderem Ambiente und historischem Charme.

Wein und Gemüse aus der Region
Im Januar 2000 übernahm Küng zusammen mit einem Team die Geschicke der Weinstube. Ihr Ziel war es, Wein- und Kulturliebhabern etwas Besonderes zu bieten. So präsentierte man den Wein aus der Region vorteilhaft, aber auch das kulturelle Angebot konnte sich sehen lassen: so die Liederabende, die Lesungen zwischen den Jahren, aber auch das themenbezogene Menüangebot, das man in Zusammenarbeit mit dem Kino Schwanen präsentierte. Bezüglich Essen merkte man, dass neben der kalten Küche auch warme Speisen ins Angebot genommen werden mussten. Die Kücheneinrichtung liess ein vielfältiges Angebot nicht zu; so wurde daraus eine Tugend gemacht. Das Angebot wurde schlicht, aber dem Grundsatz entsprechend gehalten, den Gast mit frischem Gemüse aus der Region zu verwöhnen. Viele wussten das zu schätzen. Zudem wollte man auch einfach eine Beiz für Einheimische sein.

Neue Pächter
Nebst den Höhepunkten gab es auch jene Zeiten, in denen man lange auf die Gäste warten musste. Auch die sich verändernde Kaufkraft der Besucher und der Konkurrenzdruck gingen nicht spurlos vorüber. Die Weinstube in eine AG umzuwandeln scheiterte, aber es fanden sich Pächter, die im Frühjahr wieder eröffnen. Sie öffnen die Stube in einem besonderen Jahr, denn mit dem 560. kann das Weinhaus einen runden Geburtstag feiern.


Nach langer Arbeit im «Rothen Ochsen» verabschiedeten sie sich: Daniela Stauber, Claudia Flügel, Marianne Küng, Isabella Flury und Esther Obrecht (v. l.). Bild: Peter Spirig.

#Alt-Scaphusia

5. Januar 2006 | Todesfall

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschiede unseres lieben Farbenbruders

Peter Schmidhauser v/o Profit
Dipl.ing.-Agr.ETH
aktiv 1940-1942

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 11. Januar 2005 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

#Alt-Scaphusia

5. Januar 2006 | Todesfall

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschiede unseres lieben Farbenbruders

Peter Schmidhauser v/o Profit
Dipl.ing.-Agr.ETH
aktiv 1940-1942

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 11. Januar 2005 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

#Allgemeines

28. Dezember 2005 | Bilder: Vortrag AH Aero

Auch vom Vortrag von AH Aero sind 51 Bilder in der Galerie! Danke an Funke und Aal!

#Allgemeines

28. Dezember 2005 | Bilder: Vortrag AH Aero

Auch vom Vortrag von AH Aero sind 51 Bilder in der Galerie! Danke an Funke und Aal!

#Notizen zu Namen

27. Dezember 2005 | «Neutralität hat nichts mit Ausbildung zu tun»

Schaffhauser Nachrichten, Hintergrund
Anna E. Guhl (Redaktorin beim «Zürcher Oberländer»)

*Korpskommandant Hans Rudolf Fehrlin geht als erster Hauptverantwortungsträger der Armee XXI in Pension. Der Dreisternegeneral war sechs Jahre lang Chef der Schweizer Luftwaffe. Am 31. Dezember um Mitternacht endet sein Kommando. Er setzte die Formel Sicherheit durch Kooperation um. So sichern die Militärpiloten der Schweiz und der Nachbarstaaten den Luftraum über Grossanlässen.*

*Schaffhauser Nachrichten:
Hans Rudolf Fehrlin, Sie haben, um es einmal ökonomisch zu formulieren, Ihr Berufsleben damit verbracht, das Produkt Sicherheit herzustellen. Fühlen Sie sich sicher?*
Hans Rudolf Fehrlin:
Ja. Mit der Art von Sicherheit, die unsere Armee produziert, fühle ich mich sicher. Die Priorität der Armee liegt auf der äusseren Sicherheit, für die innere Sicherheit sind primär die zivilen Polizeiorgane zuständig, die Armee ist hier subsidiär einsetzbar das heisst unter Führung der zivilen Organisationen.

*Produziert die Armee noch genügend Sicherheit?*
In der aktuellen Bedrohungslage ja.

*Wie steht es mit Ihrer persönlichen Sicherheit?*
Ich kann mich absolut sicher frei bewegen, und dies kann auch der Bundespräsident. Es ist ein Markenzeichen der Schweiz, dass die persönliche Bedrohung praktisch inexistent ist.

*Sie sind 1943 geboren und in Schaffhausen aufgewachsen. Ein Jahr nach Ihrer Geburt wurde Schaffhausen versehentlich bombardiert. Hat dieses Ereignis Ihr Sicherheitsempfinden geprägt? Hat es Ihre Berufswahl beeinflusst?*
Kaum. Aber die äussere Sicherheit von damals war immer wieder ein Diskussionsthema in der Familie. Mein Vater war Feldweibel, und ich erinnere mich gut, wie ich ihm geholfen habe, den Tornister für den WK zu packen. Das könnte ein Anstoss gewesen sein für die Berufswahl. Doch dass die Bomben ein Thema gewesen wären daran erinnere ich mich nicht.

*Als Sie in die Rekrutenschule einrückten, war die Armee 61 ganz neu. Sie beenden Ihre Karriere als einer der drei Hauptverantwortungsträger der Armee XXI. Dazwischen liegen Welten. Hat die Schweiz die Organisationsform ihrer Armee der Weltlage sinnvoll angepasst?*
Ich glaube schon. Zwischen den Fünfzigerjahren und dem Anfang des 21. Jahrhunderts hat sich die Bedrohungslage in Europa ganz gewaltig verändert. Die Armee 61 und teilweise die Armee 95 waren geprägt vom Kalten Krieg. Mit der Bedrohungslage hat sich auch das Sicherheitsempfinden geändert, zum Glück damit aber auch die Finanzlage der Armee. Es gibt immer weniger Geld.

*Kann man sich in Europa tatsächlich sicherer fühlen?*
Die Migration hat nicht überall in Europa zur Erhöhung der Sicherheit beigetragen. Was unser Land betrifft, würde ich Ihre Frage in Bezug auf die äussere Sicherheit mit ja beantworten. Was die innere Sicherheit betrifft, habe ich das Gefühl, dass wir uns heute vor allem in grösseren Städten nicht mehr so frei bewegen wie früher. Die Kriminalität ist gestiegen.

*Seit den späten Siebzigerjahren bläst der Armee aus Politik und Gesellschaft ein ruppiger Wind entgegen: ArmeeAbschaffungsInitiativen 1989 und 2001, «Initiative für eine Schweiz ohne neue Kampfflugzeuge» 1993, Halbierungsinitiative 2000. Wie haben Sie das erlebt?*
Das waren jeweils schwierige Situationen, die aber auch Chancen darstellten. Das Schweizervolk hat ja jedes Mal für die Sache der Armee gestimmt. Selbstverständlich war es eine besondere Herausforderung, sich für den F/A18-Kampfjet zu engagieren, zu erklären, wieso die Schweiz ein so modernes Kampfflugzeug braucht. Das Parlament hätte die Initiative für ungültig erklären können, denn die Beschaffung von Rüstungsmaterial ist Sache des Parlaments. Heute bin ich glücklich, dass das Volk Stellung nehmen konnte. Um diesen positiven Entscheid werde ich von anderen europäischen Luftwaffenchefs stark beneidet.

*Etwa während des WEFs hatten Sie jeweils den Koffer für die Einsatzbefehle bei sich. Spätestens seit dem 11. September 2001 ist auch für die Öffentlichkeit denkbar, dass in München ein voll besetzter Jumbo startet, der über Zürich oder Davos zum Absturz gebracht werden soll. Was geht einem durch den Kopf, wenn man entscheiden muss, ob eine verdächtige Maschine abgeschossen wird oder nicht?*
Die Möglichkeit besteht tatsächlich. Die beiden Verantwortungsträger für die Feuererlaubnis sind der VBS-Chef und der Luftwaffenkommandant. Während des WEFs stellen wir den Schutz mit dieser Organisation und dieser Kompetenz sicher. Wenn sich dann ein nicht identifizierbares Flugobjekt der Sperrzone nähert, ist das für den Entscheidungsträger sehr nervenaufreibend. Es geht nicht nur um den möglichen Befehl «Schuss frei» beziehungsweise um den Abschuss des Flugzeugs, sondern auch darum, mit dem denkbaren Abschuss Kollateralschäden zu verhindern. Die abgeschossene Maschine soll nicht nur ihr Ziel verfehlen, sondern auch keinen weiteren Schaden anrichten. Das ist keine einfache Situation. Ich bin froh, dass sich bis heute all diese nicht identifizierbaren Flugobjekte nach einer Interzeption als ungefährlich erwiesen haben.

*Ist Neutralität im Luftraum (noch) praktizierbar?*
Ja. Neutralität heisst, keine Partei zu ergreifen und sich nicht in kriegerische Ereignisse einzumischen. Was wir tun, ist gemeinsam trainieren. Das hat mit Ausbildung zu tun. Das ist übrigens zwingend notwendig, weil wir nur im Vergleich mit Piloten anderer Luftwaffen unsere Qualität sicherstellen können. Neutralität hat nichts mit Ausbildung und Training zu tun.

*Welche Formen von Kooperation spielen sich in der Praxis zwischen der Schweizer und den benachbarten Luftwaffen ab?*
Neben dem Training setzen wir Sicherheit durch Kooperation um, wie sie im Sicherheitspolitischen Bericht 2000 festgeschrieben ist. Viele Aufträge erfüllen wir gemeinsam mit anderen Luftwaffen. Den Schutz des G8-Gipfels von Evian 2003 stellten die Schweizer und die französische Luftwaffe gemeinsam sicher. An den kommenden Olympischen Spielen von Turin im Februar 2006 kooperieren wir mit der italienischen Luftwaffe, bei den Fussball-Europameisterschaften von 2008 mit den österreichischen Luftstreitkräften.

*Gibt es Datenaustausch?*
Es gibt noch keine direkten Datenleitungen. Wenn nicht identifizierbare Flugobjekte die Grenze überfliegen, erfolgt die Warnung telefonisch. Während des Wefs haben wir jeweils kurzfristig das Luftlagebild der Österreicher auf unseren Bildschirmen, beim G8-Gipfel war es ein Teil desjenigen der Franzosen. Ein automatischer Luftlage-Datenaustausch müsste politisch geprüft und bewilligt werden. Eine gesamteuropäische Luftlage-Übersicht wird von allen europäischen Luftwaffen gewünscht, nicht zuletzt, weil auch für deren Sicherheit das schwarze Loch Schweiz suboptimal ist.

*Wie sehen die Überflugregeln aus? Müssen die Amerikaner jeden Flug von Deutschland über die Schweiz in den Irak einzeln bewilligen lassen, oder gibt es Pauschalregelungen?*
Sämtliche Überflüge von Staatsluftfahrzeugen sind bewilligungsund meldepflichtig. Für bestimmte von ihnen gibt es Jahresbewilligungen. Die Verantwortung liegt beim Bundesamt für Zivilluftfahrt.

*Zum Abschied hat Sie das Schulkommando der Fallschirmaufklärer im Oktober am Fallschirm aus einem Flugzeug in den Lago Maggiore springen lassen. Ist die Pensionierung ein Sprung ins kalte Wasser?*
Eher ein Sprung ins Unbekannte. Der vollständige Wechsel in die Privatsphäre nach 15 Jahren Führungstätigkeit in Bern bedeutet für meine Frau und mich Neuland. Aber wir freuen uns auf diese Zeit, weil auch das wieder eine Chance ist, die es zu packen gilt. Ich glaube nicht, dass ich unter Entzugserscheinungen leiden werde, obwohl ich mich gerne zurückerinnere. Die Zukunft muss jetzt von jüngeren Kräften geplant und umgesetzt werden.

*Anfang der Sechzigerjahre verfügte die Schweizer Luftwaffe über Vampire, Venom und HunterFlugzeuge. 1966 kam nach einem Beschaffungsskandal die Mirage hinzu. Heute erfüllt die Luftwaffe ihren Auftrag mit F5-Tiger und F/A18-Hornet-Kampfjets. Wie sieht die Luftwaffe der Zukunft aus? Gibt es noch pilotengesteuerte Kampfflugzeuge, oder sind es lauter Drohnen?*
Ich hoffe, dass sich die Luftwaffe auch in Zukunft immer optimal den Anforderungen wird anpassen können. Wir haben für die täglichen Aufgaben wie den Luftpolizeidienst drei Staffeln F/A18 und drei Staffeln Tiger zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sind wir in der Lage, unseren ren Auftrag über mehrere Wochen zu, erfüllen, jedoch nicht über mehrere Monate. Darum ist es zwingend notwendig, dass die drei Tiger-Staffeln um 2010 ersetzt werden. Andernfalls könnte man den Auftrag nur noch wenige Tage sicherstellen.

*Setzt die Luftwaffe in Zukunft Kampfdrohnen ein?*
Die vollständige Verlagerung der Luftkriegsführung auf Drohnen ist für die Schweiz nicht bezahlbar. Dazu wären eigene Kommunikationssysteme und eigene Satelliten nötig hinzu kommt noch, dass Drohnen Grenzen haben. Die Schweiz kann keine High-Tech-Armee im Taschenformat haben. Das wäre unglaubwürdig.

*Rüstungsprogramme der Armee sind manchmal hochemotionale Geschäfte des Parlaments. Die Luftwaffe ist da besonders exponiert (2004 der abgelehnte Kauf von zwei Transportflugzeugen, 2005 der Streit um neue Helikopter, in Zukunft Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs). Wie leben Sie damit?*
Ich muss damit leben. Aber es macht mich betroffen, wenn es den grossen politischen Parteien egal ist und dies aus ganz unterschiedlichen Motiven, dass gewisse Rüstungsgüter auf Grund ihres Neins nicht mehr beschafft werden können. Wir haben zwar den Auftrag der Friedensförderung im Ausland, aber man gibt uns keine eigenen Mittel, um unsere Leute bei veränderten Bedrohungslagen aus Krisengebieten eigenständig auszufliegen.

*Bis 1990 haben Sie vor allem auf dem Militärflugplatz Dübendorf Dienst geleistet und gearbeitet, Sie sind also gewissermassen ein Ur-Dübendorfer. In den letzten Jahren haben Sie dann Entscheide zur Reduktion des Flugbetriebs und wahrscheinlich zur vollständigen Schliessung in ein paar Jahren mitgetragen. Tat das weh?*
Ja. Auch ich hätte Dübendorf gerne behalten. Aber wenn wir mit dem vorgegebenen Finanzvolumen nur noch die drei Kriegsflugplätze Meiringen, Sion und Payerne, einen Ausbildungsflugplatz in Locarno und einen Lufttransportflugplatz in Emmen betreiben können, dann reicht es eben weder für Dübendorf noch für Alpnach noch für Mollis.

*Der Streit um die Stationierung der F/A18 hat Anfang November eine neue Wende genommen, als Franz Weber seine Initiative zum Schutz der Tourismusgebiete vor Fluglärm einreichte. Wo kann die Luftwaffe heute hier zu Lande noch üben?*
Das neue Stationierungskonzept hat keinen direkten Zusammenhang mit der Initiative, denn diese spricht von Luftkampfübungen über touristisch genutztem Gebiet, nicht von Starts und Landungen. Es wird darum gehen, die Tourismusgebiete zu definieren. Eines ist aber sicher: Wir haben sehr viele touristisch genutzte Gebiete, und wir werden bei einer Annahme in der Schweiz kaum mehr Luftkampfübungen durchführen können. Die Initiative sperrt grundsätzlich den Luftraum über der Schweiz für militärische Kampfflugzeuge.



Bild: Christoph Kaminski

#Allgemeines

25. Dezember 2005 | Protokolle

Drei von Bilbos beliebten Protokollen sind online! Weitere folgen…

#Allgemeines

25. Dezember 2005 | Protokolle

Drei von Bilbos beliebten Protokollen sind online! Weitere folgen…

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21. Dezember 2005 | Fotos

Ein paar Bilder von Plauders Fuxenvortrag sind online. Danke Zeus!

#Allgemeines

25. November 2005 | Scaphusia-Preis 2005

Schaffhauser Nachrichten
(W.J.)

Luciano Mastrobuoni wurde gestern im Rahmen einer kleinen Feier im neuen Mehrzwecksaal der Kantonsschule mit dem Scaphusia-Preis 2005 ausgezeichnet. Er vermochte sich mit einem selbst produzierten Video in dem von der Scaphusia-Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb für die beste Werbebotschaft zu Gunsten der «Schaffhauserzungen» aus der Confiserie Reber gegen die Mitbewerber Jeannine Allieri (2. Preis) sowie Christian Salvisberg und Philippe Zindel (3. Preis) durchzusetzen. Christoph Tschaggelar würdigte als Mitglied der fünfköpfigen Jury die originelle Umsetzung und die spannende Dramaturgie der auf witzige Art und Weise inszenierten Werbebotschaft. Der gestern zum zweiten Mal verliehene Scaphusia-Preis will laut Stiftungsratspräsident Alexander Wanner und Altherrenpräsident Peter Uehlinger Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule zu besonderen Leistungen in wissenschaftlichen oder künstlerischen Disziplinen anregen.


Preisträger Luciano Mastrobuoni wurde gestern als Sieger gefeiert. Bild: Walter Joos

#Notizen zu Namen

22. November 2005 | Bericht vom Internationalen Bodensee-Jugendgipfel in Bregenz

Schaffhauser Nachrichten, Hintergrund
Stefan Achermann und Noah Valley

**Jugendliche fordern mehr Einfluss**
*Über 100 Schaffhauser Schülerinnen und Schüler nahmen am zweiten Jugendgipfel der Bodensee Agenda 21 teil.*

Am letzten Freitag fand in Bregenz der zweite Bodensee-Jugendgipfel der Agenda 21 statt (siehe SN vom 18. November). Hauptthema des Gipfels war «Nachhaltige Entwicklung», und darum ging es auch bei den verschiedenen Diskussionen.
Der Jugendgipfel bot viele Möglichkeiten, sich zu beteiligen oder nur zuzuhören. Nach der Begrüssung und einer Breakdancevorführung gab es eine zweistündige Forumsdiskussion mit Schaffhauser Beteiligung. Danach gab es Mittagessen, und am Nachmittag ging es weiter mit den so genannten Themeninseln. Dabei handelte es sich um Diskussionen im kleineren Kreis zu den Schwerpunkthemen. Die Themen waren: «Bildung und Arbeitsmarkt», «Integration und Menschenrechte», «Energieträger und Klimaprobleme», «Konsumverhalten und Egoismus», «Jugendbeteiligung und politische Strukturen». Zwischen den Diskussionen gab es Tanz und Singeinlagen, vorgeführt grösstenteils von jugendlichen. Auch eine Gruppe von Schaffhauser Schülern führte einen Tanz vor. Daneben war der «Markt der Möglichkeiten» mit seinen interessanten Ständen während des ganzen Tages geöffnet. Gegen Abend, nach den Diskussionen auf den Themeninseln, fand ein Jungendband-Wettbewerb mit Schaffhauser Beteiligung von «The Rockets» statt. Den ganzen Tag konnte man sich ausserdem Filme zu verschiedenen Themen ansehen oder sich beim Tischfussball vergnügen.

**Bandcontest**
Zweiter Platz für «The Rockets»
Das Highlight des Programms war der Bandcontest. Aber nur ein kleiner Haufen liess sich noch von den vier Bands mitreissen. Eigentlich hätte auch die Schaffhauser Band «Scaramanga» spielen sollen, doch sie musste ihren Auftritt absagen. Die Schaffhauser Delegation war sehr enttäuscht darüber, da man grosse Hoffnungen in diese Band gesetzt hatte.
Der Schaffhauser Daniel Leu moderierte den Bandcontest. Jede Band hatte 15 Minuten Zeit, um ihre Performance zu machen. Als Erste spielte die Rockband «Libido Froid». Dann spielte die Schaffhauser Band «The Rockets», die mit ihren irischen Liedern die Menge beeindruckte. Als Nächste kam die Band «Funk Food» an die Reihe, welche nicht so überzeugen konnte. Die vierte und letzte Band war «Nouvelle». Am Schluss wurde diese zum Sieger gekürt. Sie gewann einen Tag im Tonstudio mit Stephan Zobeley, dem Gitarristen von Herbert Grönemeyer. Die Schaffhauser Band «The Rockets» kam immerhin auf einen guten zweiten Platz.

**Projekte vorgestellt: Bodensee von morgen gestalten**
Noah Valley und Stefan Achermann
*Am «Markt der Möglichkeiten» wurden Projekte zur Nachhaltigkeit präsentiert.*

Der «Markt der Möglichkeiten» war während des ganzen Tages geöffnet und bestand aus verschiedenen Ständen aus allen Gegenden der Bodenseeregion. Bei den 46 Ständen wurden jeweils Projekte vorgestellt zu den ausgewählten Themen des Jugendgipfels, die zeigten, was jugendliche schon heute tun können, um die Bodenseeregion von morgen mitzugestalten. Die verschiedenen Stände waren zum Teil sehr aufwändig gestaltet, dadurch wurde der Rundgang durch den «Markt der Möglichkeiten» sehr abwechslungsreich und spannend.
Interessante Themen waren unter anderem CO2-Belastung in der Atmosphäre – und auch speziell in Schulräumen -, Integration von Behinderten sowie Natur und Energiegewinnung.

Ein Projekt aus Schaffhausen
Aus Schaffhausen gab es auch einen Stand, der von einer Sekundarklasse des Gega-Schulhauses geleitet wurde. Das Thema war die biologische Landwirtschaft und ihre Vor- und Nachteile. Der Stand fand grosse Begeisterung, da er sehr bunt aussah und man kostenlos Speck, Wurst, Obst, Gemüse und Apfelsaft degustieren konnte.
Diese hochwertigen Produkte stammten natürlich aus der Region Schaffhausen und aus biologischem Anbau. Der Stand beschäftigte sich aber auch noch mit dem sozialen Aspekt. Aufliegende Prospekte der «Altra Schaffhausen» informierten über biologischen Anbau. Die «Altra Schaffhausen» steht ebenfalls für Lehrstellen für Menschen mit einer leichten Behinderung ein.

**Politik soll Schulstoff sein**
Jane Braden und Iris Romay
*An der Forumsdiskussion wurden verschiedene Forderungen formuliert.*

An der ersten Diskussion des Tages sprachen Jugendliche und Politiker aus der Bodenseeregion über die Rolle der Jugend in der Politik. Aus Schaffhausen beteiligte sich unter anderem Regierungsrätin Ursula Hafner-Wipf.
Nach der Frage, ob sich ähnliche Unruhen wie in Frankreich auch in der Bodenseeregion ereignen könnten, konzentrierte sich die Diskussion immer mehr auf die Tatsache, dass die heutige Jugend zu wenig in der Politik mitreden könne. Man kam zur Übereinstimmung, dass es sowohl den Einsatz der jugendlichen als auch das Engagement der Politiker brauche, um frischen Wind in die Politik zu bringen. Als mögliche Lösung dieser Problematik beschlossen die Diskussionsteilnehmer, dass das politische ABC ein festerer Bestandteil des Oberstufenunterrichts werden solle. Dabei sollte besonderer Wert auf die praktische Umsetzung statt auf blosse Theorie gelegt werden. Somit würden die jungen Leute lernen, später mit ihrer politischen Mündigkeit aktiv umzugehen.
Folgende Probleme kamen im Laufe der Diskussion zur Sprache: Politische Instrumente seien nur für Erwachsene ausgelegt; Jugendliche würden nicht ernst genommen werden; die Jugend sei demotiviert auf Grund der Jugendarbeitslosigkeit und ihrer politischen Ohnmächtigkeit und fühle sich zudem als überflüssige Generation Um dem entgegenzuwirken, wünschten sich die Teilnehmer für den Jugendgipfel 2007, dass die Jugend mehr Interesse an der Politik zeige, dass sie mehr Beachtung geschenkt bekäme, dass ernst gemeinte Dialoge entständen und dass mindestens ein Jugendparlament pro Kanton oder Bundesland existiere.
Ob diese Umsetzung klappt, liegt nun an den Rahmenbedingungen, die Politiker, Schulen und jugendliche hoffentlich bald gemeinsam schaffen werden.

**Ursula Hafner-Wipf: Die Jugendlichen mehr einbeziehen**
*Warum sind Sie zum Jugendgipfel gekommen?*
Ursula Hafner-Wipf: Ich war schon beim ersten Jugendgipfel dabei, und mich hat es beeindruckt, wie viele jugendliche am Jugendgipfel teilnahmen und sich engagierten.
*Was hat Sie dabei besonders angesprochen?*
Mich als Regierungsrätin interessiert vor allem die Mitwirkung von Jugendlichen in politischen Fragen, die sie betreffen.
*Was sollte man das nächste Mal anders machen?*
Man sollte die jugendlichen mehr einbeziehen, sie beispielsweise interviewen. Und das Ganze sollte spannender gestaltet werden.

**Urs Hunziker: Erfreut über das Engagement**
*Warum sind Sie zum Jugendgipfel gekommen?*
Urs Hunziker: Weil die Jugendlichen und ihre Anliegen mir in der täglichen Arbeit als Stadtrat begegnen. Deshalb war ich interessiert, mich einzubringen.
*Was hat Sie besonders gefreut?*
Mich haben das Engagement der jugendlichen sowie deren Reflexion über die Themen gefreut.
*Was hat Sie gestört?*
Die zum Teil mangelhafte Organisation und Technik haben mich gestört.

**Jugendgipfel in Bregenz: So erlebten Schaffhauser Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Gipfel / Guter Austausch unter Jugendlichen**
Carole Signer (18), Schaffhausen:
Insgesamt gefiel mir der Jugendgipfel in Bregenz sehr gut. Ich war vor allem von den vielen engagierten Jugendlichen beeindruckt. Ein bisschen habe ich auch mitdiskutiert. Den Moderator von der Morgendiskussion fand ich schlecht, er gestaltete die Runde nicht sehr spannend. Sonst war alles gut organisiert – die Verpflegung ging reibungslos über die Bühne.
Anne-Sophie Tramer (16), Stein am Rhein:
Mir hat der Anlass grundsätzlich gefallen. Ich denke, dass der Gipfel nichts direkt an der Politik verändert, sondern vor allem die jungen zur Diskussion und Beteiligung an der Politik angeregt hat. Ein Nachteil war, dass so viele Leute von verschiedenen Regionen da waren, denn so konnte man nur schwer gemeinsame Probleme finden. Ich hatte die besten Gespräche ausserhalb des Gipfels.
Elias Meier (17), Schaffhausen:
Mir hat gefallen, dass es eine länderübergreifende Veranstaltung war – und auch das gute Essen (mit einem Schmunzeln). Auch das Rahmenprogramm, das heisst die professionellen Breakdancer, haben mich beeindruckt. Und dass die Jugend im Mittelpunkt des Geschehens stand. Mich hat enttäuscht, dass die Politiker nicht, wie angekündigt, zum Tischfussballspiel gekommen sind.
Martina Matthys (18), Thayngen:
Die Atmosphäre am Jugendgipfel gefiel mir sehr. Die Diskussionen fand ich teilweise sehr interessant, und ich nutzte die Möglichkeit, bei allen Themeninseln vorbeizuschauen. Besonders gefallen hat mir der «Markt der Möglichkeiten» mit den verschiedenen Projekten und natürlich die musikalischen und tänzerischen Darbietungen von jugendlichen Künstlern.
Stephanie Stamm (19), Schaffhausen:
Der Jugendgipfel in Bregenz hat mir im Grossen und Ganzen sehr gut gefallen; vor allem der «Markt der Möglichkeiten» mit den verschiedenen Projekten hat mich beeindruckt. Sie haben sich wirklich Mühe gegeben und waren sehr engagiert. Leider waren die Diskussionsrunden am Nachmittag mit der Zeit eher langweilig. Gut gefallen hat mir auch der Bandcontest.

#Aktivitas

22. November 2005 | Scaphusia-Preis

Am nächsten Donnerstag, 24. November, findet im Mehrzwecksaal der Kanti die zweite Preisübergabe der Stiftung “Scaphusia-Preis” statt.

#Notizen zu Namen

18. November 2005 | Vor dem Internationalen Bodensee-Jugendgipfel in Bregenz

Schaffhauser Nachrichten, Region
Iris Romay und Jane Braden

**Vorfreude auf den Jugendgipfel**
*30 Schaffhauser Schülerinnen und Schüler fahren heute zum Internationalen Bodensee-Jugendgipfel in Bregenz.*

Heute Freitag findet in Bregenz der zweite Bodensee-Jugendgipfel der Agenda 21 statt. «Nachhaltige Entwicklung» ist dabei zentraler Dreh- und Angelpunkt der verschiedenen Diskussionen.
Das Projekt der Bodensee Agenda 21, der Jugendgipfel, will jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren anregen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, und ermöglicht ihnen, mit Politikern auf gleicher Ebene zu diskutieren. Erstmals fand ein solcher Jugendgipfel 2003 statt.
Dieses Jahr können die Jugendlichen darüber debattieren, was aus ihren damaligen Beschlüssen geworden ist, und weitere Ideen bei Podiumsdiskussionen mit Hilfe der Experten formulieren und sie auf ein realisierbares Format bringen. Das Prinzip «Qualität vor Quantität» wird im Bezug auf diese Ideen gross geschrieben. Man möchte den jugendlichen eine Plattform bieten, wo sie ihr Bewusstsein über die Nachhaltigkeit und ihr Engagement einbringen können.

Schaffhauser Politiker dabei
Die fünf Themenschwerpunkte sind «Bildung und Arbeitsmarkt», «Integration und Menschenrechte», «Energieträger und Klimaprobleme», «Konsumverhalten und Egoismus» und «Jugendbeteiligung und politische Strukturen». Voraussichtlich werden die beiden Schaffhauser Stadträte Urs Hunziker und Thomas Feurer an den Diskussionen teilnehmen.

Attraktives Rahmenprogramm
Die Organisatoren des Gipfels geben sich alle Mühe, ein für jugendliche ansprechendes, abwechslungsreiches und interessantes Programm zu gestalten. Die Podiumsdiskussionen werden von verschiedenen Darbietungen, Workshops und einem Band-Wettbewerb aufgelockert. Die Schaffhauser Bands Scaramanga und The Rockets konnten sich in der Vorrunde gegen viele andere Bands durchsetzen und gehören zu den fünf Finalisten-Bands, die am Abend gegeneinander antreten werden.

**Stichwort: Bodensee-Jugendgipfel**
Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Leitpapier . zur «nachhaltigen Entwicklung».
Sie wurde 1992 in Rio de Janeiro von 179 Staaten unterzeichnet.
Die Bodensee-Agenda 21 will dieses Thema speziell der Jugend näher bringen.
Das Programm beinhaltet Podiumsdiskussionen über aktuelle, jugendbezogene Themen.
Ziel ist es, dadurch Projekte ins Leben zu rufen.

**Unsere Autoren: Schaffhauser Delegation**
Die Klassen 3sb und 4sb der Kantonsschule und drei Sekundarklassen aus dem Gräfler machen im Rahmen des Deutschunterrichtes eine Exkursion zum Jugendgipfel. Einige der Schülerinnen und Schüler berichten vor und nach dem Ereignis für die SN über den Jugendgipfel. Die Autoren der heutigen Beiträge sind: Stefan Achermann, Jane Braden, David Furrer, Joel Günthardt, Isabelle Homberger, Iris Romay, Noah Valley.
Neben den rund 30 Schülerinnen und Schülern aus Schaffhausen werden insgesamt über 1000 Jugendliche aus vier Ländern in Bregenz erwartet.

**Jugendgipfel in Bregenz: Erwartungen von Schaffhauser Teilnehmerinnen und Teilnehmern / Hoffen auf spannende Diskussionen über aktuelle Themen.**
Carole Signer (18), Schaffhausen:
Ich erhoffe mir angeregte Diskussionen mit unseren Nachbarländern (Deutschland, Österreich, Liechtenstein), mit denen wir sonst nicht viel zu tun haben. Die Idee des Gipfels finde ich gut; ich bin auch offen für eventuelle Projekte. Ich freue mich zudem auf das Rahmenprogramm, vor allem auf den Band-Wettbewerb – insbesondere auf die Schaffhauser Bands.
Anne-Sophie Tramer (16), Stein am Rhein:
Ich habe noch nie etwas von der Agenda 21 gehört, aber ich finde es allgemein gut, wenn jugendliche sich öffentlich betätigen. Ich bin besonders gespannt, wie das ganze organisiert ist und ob die Politiker und die anderen Erwachsenen die jugendlichen ernst nehmen. Die Themen «Bildung» und «Energiepolitik» interessieren mich am meisten.
Elias Meier (17), Schaffhausen:
Ich erwarte, dass wir über die sozialen und politischen Probleme von Experten informiert werden und mit Politikern diskutieren können. Ich habe erfahren, dass das Programm durch Workshops und einen Band-Wettbewerb sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Mich interessiert im Besonderen das Diskussionsthema «Konsumverhalten und Egoismus».
Martina Matthys (18), Thayngen:
Ich weiss zwar nicht so genau, was mich dort erwarten wird, freue mich aber auf diese Exkursion mit meiner Klasse, vor allem auf den Jugendband-Wettbewerb. Ich finde es gut, dass sich Jugendliche aus verschiedenen Ländern treffen und auch Gespräche mit Politikern führen können. Besonders interessiert mich das Thema «Menschenrechte und Integration».
Stephanie Stamm (19), Schaffhausen:
Ich freue mich sehr auf den Jugendgipfel, insbesondere auf die Diskussionen mit den Politikern. Ausserdem scheint das Programm des Tages sehr interessant zu sein. Ich finde der Jugendgipfel ist auch eine gute Gelegenheit, um mit jugendlichen aus anderen Ländern zusammenzukommen und mit ihnen über aktuelle Themen zu sprechen.


Elias Meier v/o Funke
Bild: Simone d’Aujourd’hui

#Aktivitas

30. Oktober 2005 | Referat verschoben

Der Vortrag von Herrn Dr. Urs Saxer v/o Keck Zofingiae MSG wird auf nächstes Quartal verschoben. Ein Alternativprogramm folgt.

#Notizen zu Namen

18. Oktober 2005 | Verfehlte Hamsterkäufe und Hysterie

Schaffhauser Nachrichten, Region
Martin Schweizer

Bis heute habe die Vogelgrippe vorwiegend Vögel, insbesondere Geflügel und Wasservögel, befallen, seit Dezember 2003 seien «weltweit lediglich 112 Personen erkrankt». Dabei handle es sich ausschliesslich um Menschen, die «unmittelbaren Kontakt mit bereits infiziertem Geflügel hatten». Eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei nicht nachgewiesen, das «Risiko für Schweizer liege, auch für Reisende, nahe bei null», schreiben die Schweizer Ärzte und Apotheker in einem pointiert abgefassten Merkblatt, das seit gestern Montag bei Hausärzten und in Apotheken erhältlich ist.

An den Arzt wenden
Die Ärzte und Apotheker wollen mit dieser Information offenbar den in jüngster Zeit in Teilen der Schweiz, aber auch in andern Ländern festgestellten Run auf das angebliche Wundermittel Tamiflu und die Hamsterkäufe desselben stoppen. Wer sich bereits mit Tamiflu eingedeckt hat, wird nun «dringend» gebeten, sich «im Falle einer grippalen Erkrankung an den Arzt zu wenden und keinesfalls ohne ärztliche Anweisung Tamiflu anzuwenden», heisst es in dem Rundschreiben weiter. Eine unsachgemässe Verwendung könne «schwer wiegende Folgen haben», warnen die Humanmediziner.

Reserve im Kantonsspital
Kantonsarzt Dr. Jürg Häggi stellte sich gestern voll und ganz hinter diese Verlautbarung. Häggi auf Anfrage: «Ich bin absolut gleicher Meinung, es hat überhaupt keinen Sinn, sich mit Tamiflu einzudecken», zumal der Bund dabei ist, bis Ende des Jahres ein Pflichtlager für zwei Millionen Personen anzulegen. 250000 Dosen sind zusätzlich für das medizinische Personal reserviert, für den Kanton Schaffhausen sind dies 2500 Packungen. Eine kleinere Reserve für die Patienten hält auf Anraten des Kantonsarztes überdies auch das Kantonsspital in seiner Apotheke bereit. Das alles erscheine ausreichend: «Wir sind», so Häggi, «vergleichsweise gut gewappnet.» Das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung bereiten in den nächsten Wochen zudem in Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden ein Konzept für die Versorgung mit Tamiflu im Falle einer Pandemie vor.
Der Kantonsarzt weist im Übrigen darauf hin, dass sich Apotheker strafbar machen, die Tamiflu ohne Rezept abgeben. Ärzte wiederum handeln zumindest «unethisch», wenn sie das Mittel «einfach so», ohne medizinische Indikation, verschreiben.

Schaffhausen atypisch
Eine Umfrage in Schaffhauser Apotheken ergab nun allerdings, dass sich die Schaffhauser offenbar völlig atypisch verhalten – es wurden in den letzten Tagen zwar zum Teil mehr als üblich, in keiner der von uns befragten Apotheken in der Stadt aber übermässig viele Packungen Tamiflu abgegeben. Die Apotheker warnten im Gegenteil vor Panikmache und scheinen ihre Kundschaft jeweils sehr fachgerecht zu informieren.

Grippe verkürzen
Tamiflu wird vom Hersteller Roche als Medikament zur Behandlung der Grippe bezeichnet. Offenbar vermag das zur Arzneimittelgruppe der so genannten Neuraminidasehemmer gehörende Produkt den Verlauf der herkömmlichen Grippe zumindest etwas zu verkürzen. Ob das Medikament aber beim Auftreten des gefährlichen H5N1-Virus wirklich hilft, weiss man nicht – noch nicht, denn, so nochmals Häggi, «man konnte Tamiflu bisher nicht im grossen Stil ausprobieren». Kommt hinzu: Wird das Mittel unkontrolliert und gar vorbeugend geschluckt, kann es seine Wirksamkeit womöglich ganz verlieren und eine Resistenz gegen Viren entwickeln. Auch Nebenwirkungen sind möglich und «Überraschungen» wie bei allen neuen Medikamenten ebenfalls nicht gänzlich auszuschliessen.
Am besten also, man lässt so lange als möglich die Finger davon und tröstet sich mit dem letzten Satz im Merkblatt der Ärzte und Apotheker: «Speisen mit gekochtem Geflügel sind unbedenklich.»

**Stichwort: Tamiflu**
Mit den teilweise erregt geführten Diskussionen rund um die nun auch in der Türkei und in Rumänien registrierte Vogelgrippe rückt Tamiflu wieder in den Vordergrund des Interesses. Der Absatz des in Kapseln und Pulver erhältlichen Medikamentes der Roche ist in den letzten Tagen da und dort sprunghaft angestiegen.
Die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH und der Schweizerische Apothekerverband SAV sahen sich deshalb veranlasst, zur Zurückhaltung in der Verschreibung aufzurufen. Seit gestern Montag liegen in den Wartezimmern der Ärzte und in Apotheken entsprechende Merkblätter auf, worin es unter anderem heisst: Falls es in der Schweiz tatsächlich zu einer Ansteckung kommen sollte, wäre die Behandlung mit Tamiflu sichergestellt, es sei somit «völlig nutzlos, einen persönlichen Vorrat für den Fall einer Erkrankung anzulegen».

Kantonsarzt Dr. Jürg Häggi: Warnung vor unkontrollierter Einnahme des Medikamentes Tamiflu. Bild: B. + E. Bührer.

#Allgemeines

2. Oktober 2005 | Scaphusia Wandertage 2005

Der Bericht kann als PDF-Datei abgerufen werden:
05.09.08.Hohenkarpfen.pdf

#Alt-Scaphusia

29. September 2005 | Todesfall

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschiede unseres lieben Farbenbruders

Marcel Zimmermann v/o Kobold
Dr. med. Chefarzt
aktiv 1946-1948

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 26. Oktober 2005 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

#Allgemeines

21. September 2005 | Als ob eine Bieridee nicht reichen würde

Schaffhauser Nachrichten, Geld und Geist
Hannes Germann

Bier- und Schnapsideen scheinen gegenwärtig Hochkonjunktur zu haben. Damit ist nicht etwa Gerhard Schröder gemeint, der sich ungeachtet der gleichentags erfolgten Abwahl postwendend wieder zum neuen deutschen Kanzler erklärt hat. Denn womöglich bekommt er ja trotz der absurden Situation am Ende doch noch Recht …
Gemeint sind vielmehr Bundesrat und Verwaltung, welche die vor fast 80 Jahren (natürlich) als Provisorium eingeführte Biersteuer definitiv ins neue Jahrtausend retten möchten. Dabei geht es nicht etwa um höhere Werte wie Alkoholprävention oder gar Jugendschutz. Dafür war die Biersteuer nie vorgesehen, und der Bundesrat sieht derartige Ansinnen auch im Entwurf zum neuen Biergesetz nicht vor. Es geht schlicht und einfach um die Weiterführung einer bestehenden Steuer, die jährlich rund 100 Millionen Franken in die Bundeskasse spült. Die Höhe der Biersteuer liegt gegenwärtig bei 24,5 Rappen je Liter. Die Tendenz dürfte, quasi einem Urgesetz folgend, steigend sein. Denn allein seit 1958 ist die Biersteuer zwölfmal erhöht worden.
Dabei ist die Biersteuer ein Überbleibsel aus der allgemeinen Getränkesteuer, die 1937 nach heftigem politischem Widerstand wieder aufge- hoben worden ist. Die Wein- und Mostbranche jedenfalls schaffte es, zumindest von einer derartigen Steuer befreit zu bleiben. Denn es handelt sich um eine reine Fiskalabgabe, die einzig und allein den Faktor Produktion – und im Endeffekt natürlich die Konsumierenden – belastet. Nebst der Mehrwertsteuer. Da sollte man meinen, es wäre mit bald 70 Jahren Verspätung höchste Zeit, diesen alten Zopf endlich abzuschneiden.
Doch stattdessen lässt man sich im Finanzdepartement immer neue Rechtfertigungen einfallen, warum es die Biersteuer noch braucht. Einmal mehr muss die EU herhalten, mit der gewisse Bundesberner offenbar um jeden Preis kompatibel sein wollen. In Brüssel hat Deutschland nämlich eine Mengen-Staffelsteuer durchgesetzt, die rein strukturpolitisch motiviert ist. Das müssen wir Schweizer, wenn auch noch so widersinnig, «natürlich» möglichst rasch kopieren.
Das Vorgehen des Finanzdepartementes wäre vielleicht weniger fatal, wenn wir nicht gerade daran wären, im Rahmen des Binnenmarktgesetzes den inländischen Markt wettbewerbsfähiger zu machen. Just in dieser Phase mutet dieser Merz’sche Ukas darum erst recht wie ein Irrläufer an. Die sonst für ihre ausgewogene Wortwahl bekannte NZZ betitelt das bundesrätliche Biersteuerwerk als «EU-kompatible Schnapsidee» und fragt schon fast resignierend: «Von welchem Geist ist denn das Finanzdepartement eines freisinnigen Bundesrates durchwirkt, von welcher Art Beamtenschaft unterwandert?»
Gewiss, wir werden die Biersteuer auch künftig mit dem Hopfensaft schlucken können. Es ist nicht diese vergleichsweise unbedeutende Steuer, die einem zu denken geben muss. Es ist der Geist, der dahinter steckt. Und der scheint System zu haben. Wie anders sollte es sonst zu erklären sein, dass der Bundesrat (diesmal der Moritz) ausgerechnet jetzt, wo die Finanzen wieder einmal besonders knapp sind, die CO2-Steuer auf Brennstoffen einführen möchte? Wo man sich doch in diesem Bereich auf gutem Kyoto-Zielkurs befindet? Und als ob wir durch die hohen Ölpreise nicht schon genug bestraft wären.

*Hannes Germann ist Ständerat und wohnhaft in Opfertshofen. Der 49-jährige Betriebsökonom arbeitete bis Ende 2002 als Wirtschaftsredaktor bei den SN.*

#Aktivitas

20. September 2005 | Kleinkartell Thurgovia!

Der Zug nach Frauenfeld fährt um 19.21, wir treffen uns um 19.10 in der Schalterhalle!

#Aktivitas

14. September 2005 | Weidlingsstamm

Aufgrund der schlechten Witterung findet der Weidlingsstamm leider erneut nicht statt.

#Allgemeines

8. September 2005 | Biersteuer wird abgestuft

Schaffhauser Nachrichten, Inland
(wic)

Der Bundesrat ist dabei, Bier europakompatibel zu besteuern, also nach dessen Alkoholgehalt. Er hat dazu das neue Bundesgesetz über die Biersteuer am Mittwoch dem Parlament zugeleitet. Heute beträgt der Biersteuersatz einheitlich 24.75 Franken je Hektoliter. Leichtbiere, vorab jene zwischen 2,4 und 2,8 Volumenprozent, sollen neu mit 16.88 Franken besteuert werden, Lager- und Spezialbiere (4,8 bis 5,2 Volumenprozent) mit 25.32 und Starkbiere (5,8 bis 6,4 Volumenprozent) mit 33.76 Franken je Hektoliter.
Gerstensaft mit einem Alkoholgehalt von höchstens 0,5 Volumenprozent gilt als alkoholfrei und wird nicht besteuert. Bemessen wird die Gradstärke des Bieres neu auf der Grundlage des Stammwürzegehalts. Je höher dieser ist, desto stärker und alkoholhaltiger ist es und desto höher fällt die Steuer aus.

**Falken kann damit leben**
Für wirtschaftlich unabhängige Kleinbrauereien, die eine Jahresproduktion von weniger als 55 000 Hektoliter ausweisen, sieht das Bundesgesetz – im Interesse der Biervielfalt – Steuerrabatte vor. Die Steuer ermässigt sich in Stufen von je 1000 Hektolitern, aber um höchstens 40 Prozent.
Für die Schaffhauser Brauerei Falken ist das neue Gesetz in erster Linie eine Mehrarbeit. Wie Markus Höfler, Leiter Marketing, gestern den «Schaffhauser Nachrichten» sagte, erhält das Unternehmen gerade bei der Menge einen kleinen Vorteil, weil es die Limite von 55 000 Hektolitern Jahresausstoss noch nicht erreicht. Beim Alkoholgehalt ist der Ausstoss an Leichtbieren mit etwa acht Prozent zu klein, um markant zu profitieren, umgekehrt ist aber auch bei den Starkbieren die Belastung erträglich, liegt der Anteil doch bei etwa vier Prozent. Den Hauptharst machen nämlich die mittleren Segmente aus, etwa Lagerbier, und hier tue es weh.
Das neue Biersteuergesetz löst übrigens einen Bundesratsbeschluss von 1934 über die eidgenössische Getränkesteuer ab. Es ist im Wesentlichen europakompatibel. Zurzeit kommt die Bundeskasse jährlich in den Genuss von rund 100 Millionen Franken an Biersteuern; dazu kommen 200 Millionen aus der Mehrwertsteuer.

**Uneins bei der Anhörung**
Das Biersteuergesetz ist ein reines Steuergesetz. Das heisst, es enthält keine Vorschriften hinsichtlich des Jugendschutzes, der Werbeverbote und des Lebensmittelrechts. In der Vernehmlassung hatte die Wirtschaft das neue Biersteuerrecht positiv beurteilt, wobei der Schweizer Brauerei-Verband (SBV) aber darauf beharrte, dass kurzfristig die Biersteuer nicht erhöht werden dürfe und diese längerfristig auf das Niveau des Hauptkonkurrenten Deutschland gesenkt werden müsse.
Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme bedauerte gestern die verpasste Gelegenheit, eine Lenkungsabgabe zur Alkoholprävention zu schaffen. Gerade wegen des zunehmenden Rauschtrinkens unter 13- bis 16-Jährigen sei der Verzicht auf eine Erhöhung der Biersteuer problematisch.

#Aktivitas

26. August 2005 | Weidlingsstamm abgesagt

Der Dreifärber-Weidlingsstamm findet aufgrund des suboptimalen Wetters nicht statt. Stattdessen trifft man sich um 20.00 in der Bude.