#Notizen zu Namen

14. Februar 2007 | «Wir waren knüttelweich»

Schaffhauser Bock, S. 10
Yves Keller und Noelle Guidon

Am letzten Sonntag durften oder mussten wir mit dem wohl berühmtesten Choreographen des deutschsprachigen Raumes eine Tanzchoreographie einstudieren. Detlef D! Soost wollte den Spiess mal umdrehen und drillte darum Morgenmoderatoren der Schweizer Radios, die sich seiner Meinung nach in ihren Sendungen über ihn lustig machten, was wir selbstverständlich nie taten. Trotzdem stellten wir uns der Herausforderung des Choreographen der Kult-Sendung MusicStar, der nun den Radio-DanceStar suchte.

Die Vorbereitung
Für eine solche Qual braucht es natürlich eine entsprechend gute Vorbereitung. Wir hatten da unsere eigenen Tricks.
*Noelle:* Tanzen wie Deltlef D!? Diese Herausforderung konnte ich ohne Vorbereitung natürlich nicht antreten. Ausgerüstet mit einem Learn-DVD vom Choreografen höchstpersönlich bin ich also in die letzte Woche gestartet. Und um mich fit zu halten (oder zu machen?) habe ich das Auto bei Gelegenheit einfach mal zuhause gelassen.
*Yves:* Naja, also DVD gucken allein hat ja wohl noch keinen Meister hervorgebracht. Da habe ich mich schon aufs eigene Training verlassen. Ich holte mir meine Tipps im «Dance Stop Center» in Schaffhausen bei einer Hip Hop Trainerin. Allerdings war die Vorbereitung grausam ernüchternd! Ihr Kommentar nach gerade mal 15 Minuten , Training: «Du, ich glaub do händs de Falsch uusgläse!»

Die Choreographie
Am Sonntagmorgen um 10 Uhr (hat der noch alle – um diese Zeit?!) gings dann los. In der Stadthalle Bülach gab D! einen Workshop und drillte die Radiomoderatoren aus der ganzen Schweiz. Darunter auch zwei leicht verwirrt wirkende, im wohlbekannten orangen T-Shirt.
*Noelle:* Wie schwer, dass Tanzen like D! ist, habe ich bereits beim Einwärmen für die Choreografie gemerkt. Schnelle Schritte, komplizierte Kombinationen und dabei immer ein lockeres Aussehen, das war kurz zusammengefasst die Choreografie, die wir in knapp zwei Stunden einstudieren mussten. Eine schweisstreibende Angelegenheit! Mit der Zeit sassen zwar einige Schritte (oder eben Steps und Moves), die ganze Choreografie konnte ich bis zur Aufführung dann aber doch nicht…
*Yves:* Ich sollte vielleicht vorausschicken, dass meine Qualitäten als Tänzer wohl irgendwo zwischen Mutterleib und erstem Schulfez auf der Strecke geblieben sind. Auf jeden Fall winkten meine bisherigen Tanzpartnerinnen nach einem ersten Tanz immer dankend ab. Und jetzt also Hip Hop!! Dem Gelächter um mich herum, war es bei mir wohl eher ein Hopsen. Die Choreographie von D! sah echt toll aus – bei ihm. Bei uns wars vielleicht ein bisschen weniger professionell, dafür umso anstrengender.

Die Radio-Schlacht
Dann wurde es ernst in der Stadthalle Bülach. In der direkten Begegnung trafen wir zuerst auf Stefan Büsser und Corinne Wacker von unserem Erzrivalen Radio Top. Und natürlich gewannen wir überlegen und zogen ins Finale der besten drei ein. Dort blieb uns dann die Bronzemedaille (wobei es die skandalöserweise gar nicht gab!!). Die Battles waren absolut ulkig und von D!’s Choreographie war da nicht mehr viel zu sehen…
*Noelle:* Freestyle. Dieses Wort hörte sich bereits am Eingang in die Stadthalle in Bülach ziemlich bedrohlich an. Und als ich dann noch den Boxring sah, in dem wir «Freestylen» sollten, bekam ich es doch ein wenig mit der Angst zu tun. Zuerst gings also gegen Radio Top. Da standen wir nun, gegenüber unsere Konkurrenz (wohl auch ausserhalb des Boxrings…) und dann hiess es für zwei Minuten Radio Dance! Wie das wohl für Aussenstehende aussah? Das möchte ich lieber nicht wissen. Doch immerhin, Radio Top konnten wir dank den Turnübungen im Ring von Yves links liegen lassen und kamen ins Finale! Nach vier Stunden Intensiv-Tanz war das dann allerdings definitiv zu viel für mich.
*Yves:* Also ich hab ja keine Ahnung mehr, was da alles genau passierte. Bei einem Überschlag (wer hat mich bloss dazu geritten?!) landete ich – klatsch – auf dem Rücken. Bei einem «Battle» mit Stefan Büsser hatte ich ihn auf einmal auf meinen Hörnern. Und Noelle rammte ich bei einer misslungenen Akrobatikübung auch noch fast in den Boden. Sorry! Offenbar gefiels den Zuschauern.

Der Zahme D!
Nach der grossen Einladung waren wir gespannt auf den Driller-D!. Was wir dann aber vorfanden war ein väterlicher Detti.
*Noelle:* Als ich hörte, dass ich am Sonntag von D! höchstpersönlich gedrillt werde, wurde es mir doch ein wenig unheimlich. Detlef D! Soost, bekannt für seine fiesen Sprüche (Musicstar…) und vor allem für seine harten Tanztrainings. Doch, am Sonntag lernten wir den Meister im Tanz von einer ziemlich angenehmen Seite kennen! Anstatt uns bloss zustellen und dumme Sprüche über die ungeeigneten Moderatoren zu reissen, lobte er unseren Einsatz von A-Z.
*Yves:* Also das war ja ein «Muggäfurz»! Ich dachte der schlaucht uns richtig und drillt uns volle Backe. Ich weiss nicht ob es daran lag, dass Sonntag war, aber er war eher der liebe Hirte, der seine Schäfchen (ob ich wohl das Schwarze war?) bewachte, als der harte D!, der mir richtig was auf die Pauke gab (was mir gemäss direktem Umfeld gut getan hätte). Der harte D! war am Sonntag für meinen Geschmack etwas zu SofD.
Trotzdem waren wir am Schluss knüttelfertig! Noelle hatte den Krampf und Yves lag nach dem Einsatz im Battle-Ring völlig erschöpft auf allen Vieren. D! will auch im nächsten Jahr die Morgenmoderatoren wieder herausfordern. Bis dahin dürfen wir aber ohne schlechtes Gewissen weiter über ihn plaudern – völlig lieb, versteht sich.


Drillmeister D! mit den Schaffhausern Yves Keller und Noelle Guidon.
Foto: Mark Schiesser.

#Notizen zu Namen

10. Februar 2007 | Radio Munot kämpft um den «Radio Dance Award»

Schaffhauser Nachrichten, Journal

Morgen Sonntag wagt sich Radio Munot in die Höhle des Löwen und lässt sich von Detlef D! Soost, bekannt aus der Sendung «Music-Star», drillen. Unter dem Motto «D! drillt the Radio Stars» treten Radiomoderatoren von acht Schweizer Radios gegeneinander an und kämpfen um den «Radio Dance Award». Weil Detlef D! Soost von den Radiomoderatoren oftmals auf die Schippe genommen wird, will er nun den Spiess umkehren und sehen, was die Radiomoderatoren in Sachen Tanz leisten können. Radio Munot wird dabei von Noelle Guidon und Yves Keller vertreten. Der Wettkampf findet morgen von 10 bis 14 Uhr in der Stadthalle Bülach statt. Mit von der Partie sind auch Radio-24-Morgenmoderator David Karasek, Moderatoren von Radio Top, Radio Argovia, Radio Ri und weiteren Radiostationen.

#Notizen zu Namen

9. Februar 2007 | Auskunft über ein komplementäres Paar

Schaffhauser Nachrichten, Stein / Diessenhofen
m.za.

Der dritte Vortrag im ersten Zyklus des Frühjahrsprogramms der Berlinger Seniorenakademie stand unter dem Titel «Physik und Philosophie». Das Referat hielt Jürg Fröhlich, Professor für theoretische Physik und Vorsteher des Departements Physik an der ETH Zürich.
Was sind das für Leute, «die als Physikerinnen oder Physiker ein Leben lang versuchen, mehr über die Natur herauszufinden»? Professor Fröhlich, ein eloquenter, mit treffendem Humor gesegneter Referent, gab selbst eine Antwort auf seine obige Frage: «Ich meine, es seien Leute, die eingesehen haben, dass die Welt ungeheuer kompliziert ist, sodass man sie im Allgemeinen gar nicht verstehen kann, und dass die meisten Fragen, die man über die Welt stellt, gar keine vernünftige Antwort haben, respektive dass die meisten Fragen, die man über die Welt stellte, gar keinen Erkenntniswert, sondern bestenfalls einen Gefühlgswert haben. Fast alle Fragen mit denen sich die Philosophen beschäftigen, haben diese Eigenschaft. Das heisst nicht unbedingt, dass sie uns gleichgültig sein sollen; denn sie beeinflussen das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen, und dies macht sie wichtig.»
Nach diesen bedeutsamen Bemerkungen unternahm Fröhlich, wie er es umschrieb, «eine kurze historische Exkursion» durch die Geschichte der Physik. Der Exkurs entwickelte sich dann zu einer ausgedehnten, hochinteressanten Schau auf die Begründer der neuzeitlichen Physik wie Kopernikus, Kepler, Galilei und Newton, die zwar in ihrem Denken von uralten philosophischen Vorstellungen geprägt waren, diese aber «eher als göttliche Offenbarungen interpretierten» und sich auch, wie der Referent betonte, eher mit Theologie als Philosophie befasst hätten: «Das Wirken Gottes in der Welt war ihnen eine Gewissheit.» Wie zum Beispiel Galilei, der die Welt als Werk Gottes auffasste, als «ein Buch, das vor uns offen liegt».
Senioren, die sich noch an ihren Physikunterricht in der Schule erinnern mochten, begegneten in den Ausführungen des Physikers einigen Gegenständen, bei denen Sie möglicherweise ein Aha-Erlebnis hatten. Denn damals wie heute gehen die Physikerinnen und Physiker – Leute, denen Professor Fröhlich ein «kindliches Gemüt» attestiert – «äusserst einfachen Phänomen» nach; siehe Atomismus, Elektrodynamik, Erscheinungen der Wärme, Gravitationsgesetz, Relativitätstheorie, Quantentheorie und so weiter. Auf die Philosophie kommend, meinte der sprachgewitzte Referent, die Physik sei «in einem ähnlichen Sinne nur ein symbolisches Abbild oder ein Plan eines Ausschnitts der Wirklichkeit; wie ein Fahrplan, der angibt, wann und für wie lange der Zug anhält, nur eine symbolische Repräsentation einer Bahnreise ist. Die Physik ‹erklärt› unser Erleben des Seins in der Gegenwart, dass ‹Jetzt›, genauso wenig, wie der Fahrplan das Erleben des Eintreffens in einem bestimmten Bahnhof während einer Bahnreise erklärt, die tatsächlich stattfindet». – so bild- und lebhaft wurde man über das komplementäre Paar Physik und Philosophie informiert.

#Notizen zu Namen

1. Februar 2007 | Es wird nicht alles gezeigt

Schaffhauser Nachrichten, Klettgau / Reiat
Wolfgang Schreiber

Hans Wäschle hat als Verwalter des Ortsmuseums Beringen dem Gemeinderat den Jahresbericht 2006 unterbreitet. Wie der Gemeinderat mit Freude feststellt, hat das Museum im vergangenen Jahr viele Schenkungen und Leihgaben erhalten. Es kann auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt werden mit 1215 Besucherinnen und Besuchern bei 40 Öffnungen. Im neuen Ausstellungsraum wurde in diesem Jahr die Sonderausstellung «Spielzeug» mit Leihgaben von Hanspeter Fleischmann präsentiert. Der Gemeinderat bedankt sich bei Hans Wäschle und allen Helferinnen und Helfern des Ortsmuseums für ihr ehrenamtliches Engagement sowie bei den Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung.
Hans Wäschle zeigte sich erfreut über das Wohlwollen der Politiker dem Ortsmuseum gegenüber. Er merkt aber an, dass es nicht immer leicht fällt, die wertvollen geschenkten Objekte nicht auszustellen. Doch aus der Sicht eines sehenswerten Museums und unter Berücksichtigung der wertvollen Baumasse des Schlosses darf das Museum nicht überlastet werden.
Hans Wäschle weist im Jahresbericht darauf hin, dass die gesammelten Materialien für die Ausrüstung des neuen Hauses Steig 5 vorgesehen sind.
Die vielen Spenden der letzten Zeit fordern Lagerkapazitäten. Gefragt, wie es denn zu den Spenden komme, erzählt er als Beispiel die Geschichte einer Museumsbesucherin aus der Stadt Schaffhausen, die beim Besuch der Waffensammlung bemerkte, sie habe zu Hause, unterm Bett, noch eine Hellebarde liegen. Die habe ihr Mann zu seinen Lebzeiten als Schmuckstück an der Arbeitszimmerwand hängen gehabt. Hans Wäschle wurde hellhörig, denn ausgerechnet eine Hellebarde fehlte dem Museum noch. Man war sich rasch einig, dass das Kriegsgerät im Museum besser aufgehoben sei als unter dem Bett. Seitdem ziert auch eine Hellebarde die Sammlung.
Der Jahresbericht beleuchtet die Vergangenheit. Hans Wäschle hat natürlich auch Pläne für die Zukunft: So soll dieses Jahr eine Hobby-Ausstellung die Spielzeugsammlung ablösen. Dies jedenfalls habe der Vorstand geplant. Das wird keine «normale» Hobby-Ausstellung sein, verspricht Hans Wäschle. Denn es werden, neben vielem anderem, auch Modelle von Maschinen gezeigt, die so noch nie gebaut wurden, die nur als Modelle existieren, aber voll funktionstüchtig sind.


Hans Wäschle arbeitet an einer besonderen Hobby-Ausstellung.
Bild: Bruno Bührer.

#Notizen zu Namen

26. Januar 2007 | Die ETH informiert über ihr Angebot

Schaffhauser Nachrichten, Region
Karl Hotz

«Aha – das funktioniert also ähnlich wie die neue Spielstation Wii von Nintendo», stellt Till Aders fest, der diesen Sommer die Kantonsschule mit der Matura abschliessen wird. Er steht an einem der vielen Informationsstände, die gestern Donnerstag von Studierenden der ETH an der Kantonsschule aufgestellt wurden. An diesen Ständen, an einer Vorlesung mit sehr viel Show-Elementen und einer abschliessenden Podiumsdiskussion hatten Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler Gelegenheit, sich mit den naturwissenschaftlichen Studiengängen etwas vertrauter zu machen, die an der ETH angeboten werden. Es handelte sich um eine Veranstaltung der Reihe «ETH unterwegs», die 2005 im Jubiläumsjahr «150 Jahre ETH» derart erfolgreich und auf so viel Nachfrage gestossen war, dass sie fortgeführt wurde.

Schwebende Kugeln und anderes
Am erwähnten Stand wurde eine Jacke gezeigt, deren Ärmel in einer Art Handschuhe endeten, in die Sensoren eingebaut sind, die auf Drehung und Bewegung reagieren. Durch Funkübertragung wird an einem PC eine Art Strichmännchen generiert, das die Bewegungen des Jackenträgers nachahmt, welche zugleich in Musik umgesetzt werden, die wie ein Schlagzeug tönt.
An einem Stand nebenan wurde gezeigt und erläutert, wie ein Magnet durch eine Elektrospule und eine selbstregulierende Steuerung in der Luft in der Schwebe gehalten werden kann. Am nächsten Stand konnte man ausprobieren, wie sich ein Computervirus verbreitet.
Diese drei Beispiele waren typisch: Spielerisch und doch ernsthaft wurden Kenntnisse vermittelt. ETH-Studentinnen und -studenten erklärten, wenn gewünscht, die technischen Hintergründe. In den Gesprächen versuchten sie dann den Kantonsschülern auch zu vermitteln, warum sie sich für ein Studium an der ETH entschieden hatten, was ihnen daran gefällt und was nicht.

Vorlesung als Sahnehäubchen
«An den Ständen wird ernsthafte Information vermittelt, wir liefern das Sahnehäubchen», scherzte Professor Wolfgang Uhlig, der zusammen mit Bruno Rüttimann in einer Experimentalvorlesung chemische Vorgänge zum Besten gab und zugleich erläuterte. Die Formulierung «zum Besten gab» ist mit Bedacht gewählt, den da tanzten glühende Holzkohlen in geschmolzenem Kaliumnitrat, zauberte Ammoniakgas Fraktalfiguren an die Wand, schwebte ein Hochtemperatursupraleiter – «hoch heisst da minus 178 Grad», erläuterte Uhlig – wie von Geisterhand über einem Magneten, wurde mit einem Schwefel-Kohlenstoff-Sauerstoff-Gemisch und einer leeren Flasche ein Verbrennungsmotor simuliert und vieles mehr. Warum da ein Teil der Schülerinnen und Schüler während der Veranstaltung einfach davonlief, war schwer zu verstehen…

Neigung und Engagement
An der abschliessenden, von Rektor Urs Saxer geleiteten Podiumsdiskussion waren sich Kurt Löhle (Chef der UBS Schaffhausen), Robert Sala (Leiter der Alcan in Neuhausen), Walther Bernath (Leiter Berufsinformationszentrum) und ETH-Professor Mario Fontana in einem Punkt einig: Es kommt weniger darauf an, was man studiert, sondern mehr darauf, wie man es studiert. «Machen Sie es gerne und gut», brachte es Fontana auf den Punkt. Und Kurt Löhle erläuterte am Auswahlverfahren der UBS, dass dabei drei der vier Elemente die Persönlichkeit beurteilen und nur eines die Ausbildung. Auch Till Aders, der als Schülervertreter auf dem Podium sass, weil er Mathematik studieren will, plädierte dafür, das Studium nach Neigung und nicht nach späteren Verdienstmöglichkeiten auszuwählen.
Sala und Fontana machten allerdings auch klar, dass die Schweiz Gefahr läuft, Kompetenz zu verlieren, wenn weiterhin zu wenig Naturwissenschafter und Ingenieure ausgebildet werden. «Dass ein Ingenieur noch Betriebswissenschaft lernt, habe ich schon öfter gesehen», meinte Robert Sala dazu, «das Gegenteil jedoch nicht.» «Naturwissenschafter, die auf der Bank arbeiten, sind häufig Querdenker», ergänzte dazu Kurt Löhle.

#Allgemeines

8. Januar 2007 | Konzert Coolbreeze on stage @ Falken

Geschätzte Scaphusianer

Ich eröffne diesen Forumseintrag mangels GB (das sich für solche Dinge immer sehr gut geeignet hat).

Morgen, d.h. am 19. Januar um 20:00 wird unser geschätzter AH Werner Lempen v/o Pfahl mit seiner Jazzcombo “Coolbreeze” ein Konzert im von uns sehr geschätzten Restaurant Falken geben, für das ich, da mir die Musik von Coolbreeze bekannt ist und gefällt, an dieser Stelle Werbung machen will. Coolbreeze spielt einen wunderbaren Stil, der als “Easy Listening Mainstream Jazz” bekannt ist.
Der zweite Grund für diesen Eintrag ist derjenige, dass es der Webmaster oder wer sonst dafür verantwortlich wäre zu meinem Bedauern versäumt hat, dieses Konzert unter “Anässe” ins Netz zu stellen, so dass man nicht die Möglichkeit hatte, sein Kommen elektronisch anzukündigen.
Ich lade euch ein, dies nun hier zu tun.

**Morgen: Coolbreeze im Falken, seid dabei wenn AH Pfahl seine Posaune und mit ihr den Falken zum swingen bringt!**

**Wer kommt auch?**

#Allgemeines

23. Dezember 2006 | cerevis@scaphusia.ch E-Mail-Adressen

Müssen Sie einen Scaphusianer per E-Mail erreichen und möchten sich die Suche im Online Adressverzeichnis sparen? Kein Problem: Neuerdings können Sie alle Scaphusianer, die ihre E-Mail-Adresse im Adressverzeichnis eingetragen haben, per Mail an cerevis@scaphusia.ch erreichen. Fanmail an den allseits beliebten AH Lorenz Textor v/o Idefix können Sie neu also auch an idefix@scaphusia.ch senden. Die Mails werden automatisch an die im Adressverzeichnis gespeicherte E-Mail-Adresse weitergeleitet.

#Allgemeines

18. Dezember 2006 | Fröhlicher die Becher nie klingen

Schaffhauser Nachrichten
Text: Christoph Lenz, Bilder: Coralie Wenger

Ein diesiger Nebel wabert
durch die Gassen, als sich die knapp 200 Mitglieder der Burschenschaft Scaphusia am Samstag um 20 Uhr beim Restaurant Thiergarten besammeln. In einer von Fackeln gesäumten Prozession, angeführt von Aktiv-Präsident Till Aders v/o Zauder, zieht der Cortege dann zum Restaurant Falken. Versüsst wird der Umzug von einer Traube Sympathisantinnen, welche die Burschen beim Fronwagplatz empfangen und ihnen Blumen überreichen. Unter ihnen Ruth Hartmeier, die «in Freundschaft verbunden» einem Altherrn eine Rose ins Knopfloch steckt.

Beim Restaurant Falken angekommen, reicht sich männiglich die Hände, brennt die Fackeln in einem grossen Feuer nieder und stimmt ein weiteres Lied an. Jedoch: Das Feuer ruft die Polizei auf den Plan. «Die Bewilligung für das Feuer» wolle man sehen. «Und den Verantwortlichen.» Nur, der Verantwortliche ist bereits oben im Saal, und die Bewilligung liegt bei ihm zu Hause. Das Feuer wird gelöscht, die Stelle gesäubert, und die Polizei zieht ab.

Im Saal erläutert Alt-Nationalrat Michael E. Dreher v/o Aal derweil den Reiz des Weihnachtscommers, «das Commers-Brausen». Derselben larmoyanten Ambiance erfreuen sich auch ETH-Physikprofessor und MaxPlanck-Medaillenträger Jürg Fröhlich v/o Proton und Rega-Präsident Albert Keller v/o Zahm sowie der eigens für den Weihnachtscommers aus Philadelphia angereiste Radiologieforscher Felix Wehrli v/o Lord, der sich angeregt mit Ex-FCS-Goalie Peter Brütsch v/o Schuss unterhält. Etwas abseits mustert Altherr Ernst A. Rubli sichtlich bewegt das laute Treiben und Singen und meint: «Die Scaphusia mag ein Anachronismus sein. Aber immerhin ist es ein Anachronismus, der Jahr für Jahr fünf bis zehn Schüler genauso fasziniert, wie er uns in seinen Bann gezogen hat.»

#Aktivitas

12. Dezember 2006 | Konzert der Jazz Combo “coolbreeze” mit AH Werner Lempen v/o Pfahl

Konzert der Jazz Combo “coolbreeze” mit AH Werner Lempen v/o Pfahl im Restaurant Falken: 19. Januar 2007, 20:00 – 22:00, Schaffhausen.

Der Stammtisch ist für Scaphusianer reserviert.

#Allgemeines

12. Dezember 2006 | Scaphusia-Website: Bilder und Protokolle

Die Bilder und Protokolle (inklusive der Wanderberichte) sind neu den einzelnen Anlässen zugeordnet. Unter den Seiten Protokollierte Anlässe und Anlässe mit Bildern werden nur die Anlässe angezeigt, welche die entsprechenden Kriterien erfüllen.

#Allgemeines

12. Dezember 2006 | Scaphusia-Website: Schriftgrösse

Die Schriftgrösse auf der Scaphusia-Website lässt sich mittels der Schaltflächen im oberen rechten Bereich der Website anpassen. Wem die vorgegebenen Grössen nicht behagen, der verwende die Schriftvergrösserungsfunktion seines Browsers.

#Allgemeines

12. Dezember 2006 | Scaphusia Online V3 geht live

#Allgemeines

9. Dezember 2006 | «Die Brauerei hat sich erneut gut behauptet»

Schaffhauser Nachrichten, Wirtschaft
Walter Joos

Der konjunkturelle Aufschwung macht sich – wenn auch in einem äusserst bescheidenen Umfang – auch im schweizerischen Biermarkt bemerkbar. Die Zunahme in den letzten zwölf Monaten betrug rund neun Deziliter oder 1.7 Prozent. Das stellte Jürg P. Spahn gestern zu Beginn der Generalversammlung der Brauerei Falken im Park Casino fest. Davon profitierten in erster Linie die Importeure, während sich der Kostendruck bei tendenziell schlechter werdenden Produktionsbedingungen bei den inländischen Brauereien weiter verstärkte.

Schlagkräftig und selbstbewusst
Trotz dieses wenig berauschenden Umfeldes hat sich die Brauerei Falken in dem am 30. September abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gut behauptet, stellte der Präsident des Verwaltungsrates gestern erfreut fest. Umsatz und Ertrag haben dank dem marktorientierten Auftreten der einheimischen Brauerei, der laufenden Anpassung der Kostenstrukturen und dem weiteren Ausbau des Sortimentes zugenommen. Das Unternehmen sei im Zuge des neuen Auftrittes mit dem echten Falken vitaler, schlagkräftiger und selbstbewusster geworden, erklärte Jürg P. Spahn.

Erfolgreiche Expansion
Vor der einstimmigen Abnahme des Jahresberichtes und der Jahresrechnung sowie der Entgegennahme des Berichtes der Revisionsstelle wies Geschäftsleiter Philipp Moersen auf die erfolgreiche Expansion in der Region Zürich und die weitere Verbesserung der Betriebsabläufe hin. Das weiterhin auf Eigenständigkeit bedachte Unternehmen konnte damit seine Position im Markt mit Erfolg behaupten und im Hinblick auf die weitere Zukunft verstärken. Die 264 anwesenden Kapitalgeber zeigten sich denn auch mit dem Geschäftsgang der Brauerei zufrieden. Sie gewährten dem Verwaltungsrat ohne Gegenstimmen die beantragte Entlastung und stimmten sowohl der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinnes als auch der Wiederwahl der bisherigen Revisionsstelle oppositionslos zu.

Unveränderte Dividende
Der Bilanzgewinn von knapp 300 000 Franken wird zur Hälfte für die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Dividende von zehn Prozent verwendet. Der Rest wird den freien Reserven zugewiesen beziehungsweise auf die neue Rechnung vorgetragen. In personeller Hinsicht schrumpft der Verwaltungsrat der Brauerei Falken von vier auf drei Personen. Herry W. Schaefer – er gehörte dem obersten Organ der Gesellschaft seit 1978 an – hat die in den Statuten festgelegte Altersgrenze erreicht und wurde aus diesem Grund mit dem Dank für sein langjähriges Engagement, einem alten Stich und einem herzlichen Applaus auf würdige Weise verabschiedet. Zum Abschluss des geschäftlichen Teils der Versammlung präsentierte Jürg P. Spahn den verblüfften Teilnehmern für einmal nicht nur gereimte Verse, sondern einen veritablen Falken aus dem Greifvogelpark Buchs im St. Galler Rheintal. Dazu das Fazit des Verwaltungsratspräsidenten: Jedes noch so hohe Tier sehnt sich fest nach Falkenbier.

Zahlen und Fakten: Jahresrechnung 05/06

05/06 “04/05 +/- in %
Sachaufwand 12.91 13.52 -5
Personalaufwand 6.15 6.03 +2
Finanzaufwand 1.05 1.10 -5
Abschreibungen 1.53 0.23 +664
Erhöhung Delkredere 0.25 0.24 +4
Nettoerlöse 21.23 20.54 +4
Finanzertrag 0.81 0.83 +2
Gewinn 0.25 0.24 +4
Umlaufvermögen 6.93 5.32 +15
Anlagevermögen 11.42 12.16 -6
Fremdkapital 13.88 13.95 -1
Eigenkapital 3.63 3.53 +3
Dividende pro Aktie 50 50

In Millionen Franken. Dividende in Franken

Jürg P. Spahn (Mitte) präsentiert im Park Casino einen von Erika Nigg (rechts) betreuten echten Falken. Herry W. Schaefer und Philipp Moersen freuen sich über den überraschenden Auftritt des markanten Greifvogels. Bild: Kurt A. Bürki.

#Notizen zu Namen

7. Dezember 2006 | Vox ist Rechtsanwalt

AH Tobias Meyer v/o Vox hat nach Praktika in einer Zürcher Wirtschaftskanzlei, beim Schaffhauser Erbschaftsamt und am Kantonsgericht Schaffhausen die Schaffhauser Anwaltsprüfung abgelegt und bestanden. Nun widmet er sich wieder seiner Dissertation zum Thema “Kapitalschutz ohne Nennkapitalsystem”.

#Aktivitas

10. November 2006 | Neues Protokoll

Für all diejenigen, die mit Rauchen abschließen wollen, können einige Methoden in diesem Protokoll nachlesen.

#Notizen zu Namen

9. November 2006 | Schaffhauser Linkspresse auf Mikrofilm

Schaffhauser Nachrichten, Schaffhausen
Max Baumann

In den letzten drei Jahren hat die Stadtbibliothek die «Schaffhauser Arbeiterzeitung» von 1918 bis 1997, das «Echo vom Rheinfall» (1901-1921), die «Schaffhauser Volkszeitung» (1921-1923), die «Schaffhauser Tagwacht» (1924-1933) und die «Rote Arbeiter Zeitung» (1930-1932) auf Mikrofilm fotografieren lassen. Initiant des Unternehmens war das Schweizerische Sozialarchiv in Zürich, das sich zurzeit mit, der Geschichte aller linken Presseorgane in der Schweiz befasst.
Die Gesamtkosten für die Herstellung des so genannten Masterfilms beliefen sich auf 107 000 Franken, daran beteiligen sich mit Anteilen von je rund 20 000 Franken der Bund, das Schaffhauser Staatsarchiv, das Schweizerische Sozialarchiv, die Landesbibliothek und die Stadtbibliothek Schaffhausen. Die AZ Verlags AG hat 4000 Franken beigesteuert. In diesen Zahlen nicht inbegriffen ist die Herstellung der Gebrauchskopien, welche von den Bezügern direkt bezahlt werden. Die Kosten für die Kopien des Staatsarchivs und der Stadtbibliothek werden vom Kantonalen Amt für Militär und Zivilschutz übernommen. Diese Gebrauchskopien stehen dem Publikum ab sofort zur Verfügung. Beide Institutionen besitzen als leistungsfähiges Spezialgerät einen Readerprinter.

Gefährdete Originale
An der Vorstellung des abgeschlossenen Projekts im Stadtarchiv schilderte Stadtbibliothekar René Specht die Gefährdung der in schweren Bänden gebundenen Originale der alten Zeitungen durch das regelmässige Blättern in den aus billigem Papier fabrizierten Seiten und vor allem durch das Kopieren. Vom Mikrofilm dagegen können beliebig oft Rückvergrösserungen auf Papier hergestellt werden, ohne die Originale zu beschädigen. Verfilmt werden die Zeitungen im Bürgerspital Basel, das über eine Spezialabteilung Mikrografie und über ausgewiesene Fachkräfte verfügt. Zudem sind in geschützten Werkstätten rund 20 Behinderte mit dieser Arbeit beschäftigt.

62 Zeitungstitel erfasst
Anita Ulrich, Vorsteherin des Schweizerischen Sozialarchivs, befasste sich an der Projektpräsentation mit der Schaffhauser Arbeiterbewegung, die stets berühmte Redaktoren und Agitatoren hervorgebracht habe. Oft hätten sich die heftigen Schaffhauser Konflikte auch gesamtschweizerisch niedergeschlagen. Marie-Christine Doffey, Direktorin der Schweizerischen Landesbibliothek, wies darauf hin, dass natürlich nicht nur die Linkszeitungen, sondern möglichst viele Schweizer Presseorgane verfilmt würden.
Zurzeit sei das «Intelligenzblatt» der Stadt Bern mit den Jahrgängen 1834-1865 an der Reihe. Bisher sind nach den Richtlinien des Bundesgesetzes über den Kulturgüterschutz auf 4000 Laufmetern Filmmaterial 62 Titel erfasst worden. Staatsarchivar Roland E. Hofer lobte die speditive Schaffhauser Projektarbeit, Bernhard Ott, Verlagsleiter der «Schaffhauser AZ», erklärte, bei der «Arbeiterzeitung» sei schon immer nicht nur das Papier, sondern auch die Existenz des Blattes gefährdet gewesen, und Stadtpräsident Marcel Wenger vermisste die pointierte politische Meinung in der heutigen «globalisierten Agenturpresse». Stadtarchivar Peter Scheck blieb es vorbehalten, den mit grosser Geschwindigkeit und verblüffender Präzision arbeitenden Readerprinter vorzuführen.


Ab Mikrofilm druckt der Stadtarchivar Peter Scheck am Readerprinter (im Hintergrund) die Seite einer «Arbeiterzeitung» aus dem Jahr 1919 aus.
Bild: Max Baumann

#Alt-Scaphusia

24. Oktober 2006 | Todesfall

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschiede unseres lieben Farbenbruders

Bruno Exer-Kehl v/o Schnigel
Dr. phil. chem.
aktiv 1943-1945

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 8. Dezember 2006 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

#Notizen zu Namen

21. September 2006 | Eugen Haltiner: Ein wachsames Auge auf den Finanzplatz Schweiz

Schaffhauser Nachrichten, Sonderpublikation
Jules Wetter

Locker kommt er zum Treffen in einem Schaffhauser Gartenrestaurant. Zwar, wie es sich für einen Schweizer Banker und nun Bankenaufseher gehört, im klassischen Outfit, den dunklen Blazer aber lässig über der breiten Schulter getragen. «Ich bin seit jeher Frontmann. Deshalb bitte ich meine Gesprächspartner in der Regel nicht zu mir in mein Büro nach Bern oder Zürich. Ich gehe zu ihnen und kann mir so einen guten Eindruck über Personen und über deren Umfeld verschaffen. Das hat sich in meiner beruflichen Arbeit immer wieder bewährt.» Ja, Eugen Haltiner geht auf einen zu. Er findet sofort den Draht zum Menschen, ist ein hochinteressanter, anfänglich zurückhaltender, dann zugänglicher, oft jovialer Gesprächspartner.

Jugendjahre im Dorf
Eugen Haltiner, geboren 1948, ist in einfachen Verhältnissen im Herblinger Kronenacker und in der Jägerstrasse aufgewachsen. «An den Velo Schopper und den Coiffeursalon Ruh erinnere ich mich gut. Wir waren damals Nachbarn. Und zu Fuss bin ich ins Dorf in den Kindergarten gelaufen. Zur ‹Schwöschter Elise›, der legendären Kinderschultante.» Die ersten Schuljahre durchlief Haltiner im rosa Schulhaus am Trüllenbuck, ab der dritten Klasse besuchte er dann das neu erbaute Kreuzgutschulhaus. Nachher ging es – wie für die gescheiteren Herblinger Buben damals üblich – ins Gega, in die Knabenrealschule. Im damaligen Klassenlehrer und nachmaligen Schulinspektor Robert Pfund von Hallau erkennen wir eine schulische Parallele. Nach der Kantonsschule mit unbeschwerten und präenden Jahren in der Scaphusia und dem Abschluss mit der B-Matura schrieb sich Eugen Haltiner an der Universität Genf zum Wirtschaftsstudium ein. Warum denn Genf? «Es war so», sagt Haltiner lachend: «Meine Französischnoten waren bedenklich schwach, deshalb habe ich den Stier gleich bei den Hörnern gepackt und bin in Genf ins kalte, welsche Wasser gesprungen. Es war ein spontaner Entscheid, zusammen mit meinem Freund und Schulkollegen Roger Ballmer, der mit seiner Familie heute in Herblingen wohnt. Wir erlebten eine grossartige Zeit.» Entschlusskraft war damals schon eines seiner Merkmale. 1979 promovierte Eugen Haltiner berufsbegleitend zum Docteur es sciences economiques et sociales.

Als Frontmann in Job und Militär
Haltiner begann 1973 seine berufliche Karriere bei der Schweizerischen Bankgesellschaft in Zürich im Rechnungswesen. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in New York konnte er eine der Traditionsfilialen der SBG, den Zürcher Römerhof, als Leiter übernehmen. Ein erster Vertrauensbeweis vor dem Sprung zum Filialdirektor der Winterthurer SBG. Von 1993 bis 1998 wurde dem Herblinger als Mitglied der Geschäftsleitung Schweiz der SBG die Verantwortung für den Geschäftsbereich Retailprodukte und Privatkunden übertragen. Die Fusion der SBG mit dem Schweizerischen Bankverein zur UBS war auch für Haltiner ein beruflicher Einschnitt. Dieses Zusammengehen hat er von Beginn weg an vorderster Front unterstützt und war als Projektleiter für die erfolgreiche Zusammenführung der beiden Banken in der Schweiz verantwortlich. «Eine anspruchsvolle und interessante Führungsaufgabe, die mir Freude bereitet hat.» Haltiner blickt zufrieden auf diese Zeit zurück. 1998 wurde er Mitglied des Group Managing Board der UBS. Ab 2002 stand er dem Bereich Business Banking vor, welcher als stabiler Ertragspfeiler des UBS-Konzerns das schweizerische Privat- und Firmenkundengeschäft umfasst. Seine Bankkarriere schloss er im Januar 2006 als Vice Chairman dieses Geschäftsbereichs, zuständig für Grosskunden, ab. «Ein guter Abschluss», bestätigt Haltiner, «denn ich war immer mehr Frontmann als Verwalter.»
Parallel zum beruflichen Aufstieg verlief Haltiners militärische Karriere, die im Schaffhauser Füsilier-Bataillon 61 bis zum Hauptmann der Kompanie II/61 führte. Zwei weitere, heute ebenfalls sehr erfolgreiche Banker waren damals Kommandanten von «Aanesächzger»-Kompanien: Hans Felix Vögeli, heute CEO der Zürcher Kantonalbank, und Urs Oberholzer, Präsident des Bankrates der gleichnamigen Bank. Eugen Haltiners militärische Karriere führte über das Kommando des Zürcher Füsilier-Bataillons 66 bis in den Generalstab, wo er als Oberst im Stab des vormaligen Feldarmeekorps 4 diente. Als Mitglied der ausserparlamentarischen Rüstungskommission des VBS ist er noch heute der Armee verbunden. Nebst Beruf und Militär ist sein drittes Standbein die Familie. Denn, «was auf drei Beinen steht, ist stabil», sagt Haltiner. Seit über dreissig Jahren mit der Schaffhauserin Jacqueline Benesch verheiratet, erlebt er kaum einen Tag ohne telefonischen Kontakt mit Kathrin und Christoph, den in Zürich und Oxford (UK) studierenden Kindern.

Hohe Ansprüche an den neuen EBK-Präsidenten
Im August 2005 wählte der Bundesrat Eugen Haltiner zum Präsidenten der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Er war der Wunschkandidat von Finanzminister Hans-Rudolf Merz. Die beiden Finanzfachleute kennen sich schon seit Jahrzehnten. Als eigentlicher Garant für die Glaubwürdigkeit des Finanzplatzes Schweiz hat Haltiner die höchst anspruchsvolle Aufgabe im Februar 2006 angetreten. «Ich habe mich gut vorbereitet, das Einarbeiten aber braucht Zeit, denn die Tätigkeit ist sehr vielfältig.» Er ist mit seiner langen Berufspraxis und seinem Naturell wohl der richtige Vermittler zwischen den freiheitsliebenden Banken und der EBK als Aufsichtsorgan. Als ehemaliger Grossbanker muss er auch das Vertrauen der kleineren und mittleren Banken gewinnen sowie seine Unabhängigkeit vom ehemaligen Arbeitgeber UBS und jene gegenüber Bundesrat Merz unter Beweis stellen. «Das bereitet mir keine Sorge, schliesslich habe ich meine berufliche Karriere beendet. Bin somit und fühle mich unabhängig, auch gegenüber meinem früheren Arbeitgeber. Mein neues Mandat macht mir Freude, bin ich doch zumindest im heimischen Finanzsektor gut vernetzt. International ist das persönliche Beziehungsnetz noch auszubauen. Auch habe ich in der Bankenkommission ein gut funktionierendes, äusserst kompetentes Gremium vorgefunden und kann glücklicherweise im operativen Bereich auf den seit vielen Jahren im Amt stehenden Direktor, den Berner Daniel Zuberbühler, zählen.» Seine Zuversicht ist überzeugend und auch notwendig, denn es warten einige heikle Aufgaben auf den Chef. So will er Zeichen setzen und zum Beispiel Insiderdelikte konsequenter bekämpfen. Eine spezielle Arbeitsgruppe befasst sich mit dieser für die Ethik des Schweizer Finanzplatzes wichtigen Thematik. Haltiners grösste Herausforderung wird jedoch die Schaffung der integrierten Finanzmarktaufsicht FINMA sein, der Zusammenführung von Banken – und Versicherungsaufsicht und der Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei zu einer einzigen Behörde. Noch braucht der vom Bundesrat verabschiedete Gesetzesentwurf aber die Zustimmung des Parlamentes. Damit wird nachvollzogen, was in vielen europäischen Ländern als Schutzfunktion für Kunden und Anleger im Dreieck Kunde-Finanzintermediär-Aufsicht bereits Realität ist. «Diese Zusammenführung der verschiedenen Kulturen wird im Rahmen eines Projektes sorgfältig vollzogen werden. Ziel ist es, die Stärken der heutigen drei Einheiten in die neue Organisation einzubringen.» Der neue Präsident ist gut vorbereitet und kennt die Knacknüsse. Die Finma wird die rund 170 Mitarbeiter der EBK, die 100 Mitarbeiter des Bundesamtes für Privatversicherungen und die 25 Mitarbeiter der Kontrollstelle für Geldwäscherei umfassen. Weitere Herausforderungen sind die Einführung der neuen Eigenmittelvorschriften, bekannt unter BASEL II, und das neue Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG), das per 1. Januar 2007 in Kraft treten soll.
«Von meinen vielfältigen Kontakten, auch zu den ausländischen Aufsichtsbehörden, weiss ich, dass der Finanzplatz Schweiz dank Leistung und Wettbewerbsfähigkeit eine hohe Wertschätzung geniesst. Eine kompetente und starke Aufsicht kann helfen, diese Reputation zu wahren oder, besser noch, weiter auszubauen, denn die Konkurrenz etwa in London oder in Singapur schläft nicht.» Frontmann Eugen gen Haltiner weiss nicht nur, was er als neuer Chef will, er geht auch ohne Umschweife und mit Elan die einer Lösung harrenden Aufgaben an.

**Eugen Haltiners Führungsgrundsätze**
Leadership ist für mich nicht an Titel oder hierarchische Stufen gebunden. Es ist die Fähigkeit, Gewohntes immer wieder zu hinterfragen, Grenzen zu sprengen und damit neue Einsichten und Erfahrungen zu vermitteln.
Führen durch Leadership heisst deshalb: Herausfordern, Inspirieren, Befähigen, Wege aufzeigen, Unterstützen und ermutigen.
Kommunikation ist der Weg dazu. Offenheit, Wertschätzung, aufmerksames Zuhören und echter Dialog sind notwendige Voraussetzungen. Das damit zu erreichende Resultat ist nicht ein verordnetes Gehorchen, sondern ein bewusstes, auch beherztes Engagment.

**Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK)**
Staatliche Aufsicht über Grossbanken, Banken/Effektenhändler, Anlagefonds, Pfandbriefwesen, Börsen/Märkte/Bankengesetzliche Prüfgesellschaften.
Kommission: Präsident, Vizepräsident und 5 weitere Mitglieder
Sekretariat: 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Jahresbudget: 25 Millionen Franken
Aufgaben und Kompetenzen:
– Durchsetzung der Finanzmarktgesetze zum Schutz der Gläubiger und Anleger sowie zum Schutz der Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte und Verhinderung der Geldwäscherei
– Bewilligungen zum Geschäftsbetrieb und laufende Überwachung von Banken, Effektenhändlern und Börsen, sowie von Fondsleitungen, Vertretern ausländischer Anlagefonds und Vertriebsträgern kollektiver Kapitalanlagen
– Sanktionierung bei Verstössen
– Sanierungsverfahren und Bankenkonkurse
– Verfügungsinstanz betreffend Offenlegung von Beteiligungen und öffentlichen Kaufangeboten bei börsenkotierten Gesellschaften


Mischung zwischen souveränem Banker und angriffigem Troupier: Der Herblinger Eugen Haltiner, Präsident der Eidgenössischen Bankenkommission.
Bild: Eric Bührer.

#Notizen zu Namen

19. September 2006 | «Der Verein verwaltet nicht nur das Erbe»

Schaffhauser Nachrichten, Beilage
Interview: Urs Leu

*SN: Der Historische Verein des Kantons Schaffhausen wurde im Jahre 1856 gegründet. Welche Aufgaben nimmt der Verein in der heutigen Zeit wahr?*
Roland E. Hofer: Der Historische Verein hat drei Kernaufgaben, die er teilweise schon seit der Gründung ausübt. Dies sind die Vortragstätigkeit, die Herausgabe von Publikationen sowie die Organisation von Exkursionen. Neben diesen drei Kernaufgaben lanciert der Verein immer wieder auch Sonderprojekte wie die Herausgabe der dreibändigen Kantonsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts oder jetzt aus Anlass des Jubiläums die Erschliessung der Archive von Pressefotografen.

*Die Themen der Vorträge reichen vom «Schaffhauser Handelshaus Ammann» bis zur «Öffnung des Eisernen Vorhanges».*
Bei den bekannten Vorträgen im Winterhalbjahr bemüht sich der Vorstand, ausgewiesene Fachleute zu primär regionalen historischen Themen zu finden. Zudem bieten die Vorträge jungen Historikerinnen und Historikern die Möglichkeit, Einblick in ihr Forschungsgebiet zu geben. Abgerundet werden diese regionalgeschichtlichen Vorträge von weiter gefassten Themen mit Aktualitätsbezug.

*Schon früh publizierte der Verein sein erstes Jahrbuch.*
An Publikationen gibt der Historische Verein seit 1863 in unregelmässigen Abständen und seit 1936 jährlich die Schaffhauser Beiträge zur vaterländischen Geschichte heraus. Seit 1973 heisst die Publikation Schaffhauser Beiträge zur Geschichte. Mittlerweile ist Band 80 erschienen. Allein mit dieser Publikationsreihe hat der Historische Verein wesentliche Beiträge zur Erforschung der regionalen Geschichte geleistet. Es ist das einzige Publikationsorgan, in dem auf wissenschaftlichem Niveau Forschungsergebnisse zur Regionalgeschichte publiziert werden können. Das ist gerade für einen Kanton ohne Universität wichtig. Die Beiträge haben eine sehr dankbare und regelmässige Leserschaft.

*Sehr beliebt scheinen die mehrtägigen Exkursionen zu sein.*
Der Historische Verein beziehungsweise eine Arbeitsgruppe organisiert einerseits die berühmten mehrtägigen Exkursionen sowie andererseits seit einiger Zeit auch Tagesexkursionen. Die grossen Exkursionen müssen mehrfach geführt werden. Dabei wird die Schweiz oder das angrenzende Ausland unter fachkundiger kunsthistorischer Führung bereist. Die Tagesexkursionen führen je nach Angebot – zum Beispiel interessante Ausstellungen – zu näher liegenden Zielen.

*Anfänglich trug der Verein den Namen historisch-antiquarischer Verein. Weshalb?*
Das antiquarisch im Vereinsnamen bedeutete, dass man sich mit dem Sammeln von historischen Dokumenten und Objekten befasste. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trennte sich der Verein dann von seinen Sammlungen und schenkte die Dokumente und Akten dem Staatsarchiv; es waren dies 36 Laufmeter Urkunden und Akten. Die musealen Gegenstände wurden dem Museum zu Allerheiligen geschenkt. Sie bilden einen ganz wichtigen Bereich der historischen Abteilung des Museums zu Allerheiligen.
Damit änderte sich aber auch die Ausrichtung der Tätigkeit des Historischen Vereins vom Sammeln zur Erforschung und Vermittlung.

*Braucht es in unserer globalisierten und zukunftsgerichteten Welt überhaupt einen historischen Verein?*
Der Verein hat heute rund sechshundert Mitglieder. Vorträge und Exkursionen sind sehr gut besucht. Das Interesse an regionalgeschichtlichen Themen ist nach wie vor ungebrochen. Das zeigt meines Erachtens, dass der Verein auch in der heutigen Zeit mit seinem Angebot einem Bedürfnis entspricht. Vielleicht sogar je länger, je mehr. In einer globalisierten Welt schätzen die Menschen Angebote zur Geschichte der Region eher wieder vermehrt. Auch ist unser Verein weder angegraut noch angejahrt: Der Verein hat immer wieder neue Projekte gestartet, wie zum Beispiel den Schaffhauser Historikertag, der nun zum zweiten Mal durchgeführt wird. Auch erarbeitet eine Arbeitsgruppe aufgrund der dreibändigen Kantonsgeschichte nun Unterlagen für den Schulunterricht. Der Verein erschliesst sich also auch neue Betätigungsfelder. Dies alles zeigt, dass der Verein dynamisch ist: Der Historische Verein verwaltetet nicht nur das Erbe.

*Der Historische Verein des Kantons Schaffhausen hat rund 600 Mitglieder. Wie hat sich die Mitgliederzahl entwickelt?*
In den letzten zehn Jahren ist die Mitgliederzahl des Vereins leicht gestiegen. Und damit ist er einer der grösseren seiner Art in der Schweiz. Wir hatten keinen so dramatischen Einbruch bei der Mitgliederzahl wie andere Historische Vereine. Wir sind auch dankbar für die Treue der Mitglieder. Wir haben übrigens nicht nur Mitglieder aus dem Kanton Schaffhausen, sondern auch aus den angrenzenden Gebieten. Sogar ein Japaner, der in Konstanz studierte, jetzt aber in Tokio wohnt, gehört dem Verein immer noch an.

*Warum gehört ausgerechnet der Historische Verein des Kantons Schaffhausen zu den grösseren in der Schweiz?*
Wer sich im Kanton Schaffhausen für historische und kulturhistorische Themen interessiert, findet früher oder später den Weg in unseren Verein. Vielleicht ist es aber auch die Identität mit dem Kanton, der eine eigenständige Geschichte hat, die bei uns ein spezielles «Schaffhauser Wir-Gefühl» erzeugt. Allerdings sind solche Dinge schwer messbar.

*Und wie ist die Altersstruktur unter den Mitgliedern?*
Wie bei anderen kulturellen Vereinen gehören auch bei uns viele Mitglieder der mittleren oder älteren Alterskategorie an. Es ist eine Entwicklung wie in anderen Vereinen: Die Kraft der Vereine, Mitglieder zu finden und zu binden, ist nicht mehr so stark wie zur Zeit der Gründung vieler Vereine im 19. Jahrhundert oder noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals hatten Vereine noch einen ganz anderen, auch gesellschaftlichen Stellenwert.

*Macht der Verein spezielle Mitgliederwerbung?*
Wir erarbeiten jetzt wieder einen Mitgliederprospekt sowie ein Konzept, wie die Mitgliederwerbung forciert werden kann. Auch der Historikertag ist ein Versuch, junge Leute an den Verein heranzuführen.

*Wie steht es mit der Besetzung derÄmter im Vorstand?*
Bis jetzt haben wir immer Glück gehabt mit der Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern. Derzeit ist lediglich ein Posten vorübergehend vakant. Wir können zudem immer auch auf die Mithilfe von ehemaligen Vorstandsmitgliedern und von Vereinsmitgliedern zählen, zum Beispiel bei der Organisation der Exkursionen.

*In Schaffhausen gibt es auch einen Museumsverein. Offenbar wurde auch schon über eine Fusion gesprochen.*
Vor einigen Jahren kam es meines Wissens zu Sondierungsgesprächen, weil es gewisse Überschneidungen gibt. Doch beide Vereine haben eine eigene Geschichte, ein eigenes Profil und ein eigenes Selbstverständnis, so dass derzeit keine solchen Bestrebungen laufen.

*Wie finanziert sich der Historische Verein?*
Wir finanzieren uns fast ausschliesslich über die Mitgliederbeiträge. Damit werden vor allem die Vorträge und die Herausgabe der «Schaffhauser Beiträge» finanziert. Für die Beiträge gibt es allenfalls Druckkostenzuschüsse, zum Beispiel vom Kanton oder beim letzten Band vom Organisationskomitee «Freilichtspiele 2005 – Wilchinger Handel». Projekte wie etwa die Erschliessung der Pressefotoarchive werden gesondert durch Spenden und Sponsoren finanziert, wobei der Vorstand hier auch einen Beitrag aus der Vereinskasse bewilligt hat. Der Verein ist aber nicht wirklich vermögend, am Schluss bleibt jeweils nicht viel übrig.

*Der Verein wird ja verbürgtermassen 150 Jahre alt. Der wievielte Präsident sind Sie?*
(lacht) Der 24., doch habe ich dies erst kürzlich durch die Recherchen von Bernhard Ott erfahren. Der Historische Verein hat keine eigentliche Vereinschronik. Offenbar haben die Vorstände immer andere Prioritäten gesetzt und das nicht für vordringlich angesehen. Andere Themen wurden für wichtiger gehalten als eine Selbstbespiegelung. Eine Vereinschronik zu erstellen war auch bei den Vorbereitungen des 150-Jahr-Jubiläums nie ein Thema.

*Welche Projekte möchten Sie in Ihrer Präsidialzeit noch verwirklichen?*
Das laufende Projekt Pressefotografie wird uns noch einige Jahre beschäftigen und wird damit über meine Präsidialzeit hinausgehen, die ja statutengemäss auf vier Jahre beschränkt ist. Es scheint mir somit verfrüht, schon jetzt über weitere Projekte nachzudenken. Wir wollen Projekte immer sauber vorbereiten, durchführen und auch zu Ende bringen. Man kann die Kräfte auch nicht zu sehr aufteilen. Und schliesslich ist es überhaupt eine Frage der Personalressourcen. Schon die Herausgabe der Schaffhauser Beiträge ist eine grosse Aufgabe, die zur «normalen» Vereinsarbeit gehört.

*Als Historiker und als Präsident des Vereins hat man aber sicher einen Wunsch oder eine Idee, was noch angepackt werden könnte oder müsste.*
Wenn man die drei Bände der Kantonsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts betrachtet, kann man sich fragen, ob man die vorangehenden Jahrhunderte nicht auch angehen sollte. Es ist doch immerhin fast 35 Jahre her, seit die «Geschichte der Stadt und Landschaft Schaffhausen» von Karl Schib durch den Historischen Verein herausgegeben wurde.

*Und was wünschen Sie dem Verein für die Zukunft?*
Ich hoffe, dass er weiterhin so treue und interessierte Mitglieder hat. Ebenso, dass es gelingen wird, auch in Zukunft motivierte Mitglieder für den Vorstand zu finden, die den Verein weiterentwickeln. Vereine leben vom Engagement ihrer Mitglieder.


Roland E. Hofer im Lesesaal des Staatsarchivs. In den Händen hält er das Original der Chronik des Schaffhauser Jerusalempilgers Hans Stockar (1490-1556), die zu den vom Historischen Verein gesammelten und dem Staatsarchiv geschenkten Dokumente gehört.
Bild: Bruno + Eric Bührer.

#Notizen zu Namen

2. September 2006 | Der erste Archivar war ein Hutmacher

Schaffhauser Nachrichten, Region
Martin Schweizer

Schon im 11. Jahrhundert archivierten die Mönche im Kloster Allerheiligen und die Nellenburger in ihrem Hausarchiv wichtige Dokumente. Zum Glück, denn sie erhellen den Nachfahren die Vergangenheit. Das älteste Zeugnis im Stadtarchiv stammt immerhin aus dem Jahr 1045 und ist zugleich die Urkunde mit der Ersterwähnung von Schaffhausen; König Heinrich III. verlieh damals dem Grafen Erberhardt von Nellenburg das Münzrecht für die Stadt, womit in der Geschichte erstmals der Name «Scafhusun» auftaucht.

Quelle für städtisches Leben
Auch sonst ist die Städtgeschichte durch Dokumente, Karten, Pläne, Stiche und Fotografien reich dotiert und dokumentiert. Namentlich Steuer- und Rechnungsbücher der Stadt, die bis ins Jahr 1392 reichen, sind hervorragend geeignet für die Erforschung des städtischen Lebens im Mittelalter und in der Neuzeit.
Seit 1540 werden in Kirchenbüchern auch Geburten und Eheschliessungen dokumentiert – wichtige Quellen zur Familiengeschichte für Archive und Lokalhistoriker. Peter Scheck, der als Nachfolger von Hans Ulrich Wipf das Archiv seit zehn Jahren leitet, versucht zudem zielstrebig, Teile der Bestände über eine Datenbank und das Internet einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Scheck: «Es gibt noch viel zu erforschen.»

Erstmals professionell
Professionell geführt wird das Stadtarchiv erst seit der Wahl von Reallehrer Ernst Steinemann zum halbamtlichen Archivar im Jahre 1956. Darum das Jubiläum. Steinemann war überaus emsig, vereinigte die damals an verschiedenen Orten verstreuten Archivalien im Parterre des «Grossen Hauses» am Fronwagplatz 24 und trat erst mit 82 Jahren von seinem Amt zurück.
Interessant ist aber auch die Vorgeschichte. Mit der Trennung der kantonalen und städtischen Verwaltung auf Grund der neuen Kantonsverfassung von 1831 wurde als gewissermassen freischaffender Registrator und Archivar erstmals Bernard Freuler (1796-1858) gewählt. Nun meint man ja, nur wir Nachgeborenen müssten beruflich flexibel und mobil sein, aber man täusche sich nicht: Freuler war schon im 19. Jahrhundert ein Multitalent, wurde als Jüngling zunächst Hutmacher, dann Geselle, betrieb einige Zeit in der Stadt die Wirtschaft zum «Bären», bevor er nach Wien ging und dort Malerei studierte. Als Landschaftsmaler machte er kaum Furore, Bilder von ihm sind heute nicht mehr auffindbar. Das hinderte ihn freilich nicht daran, als Zeichnungslehrer am hiesigen Gymnasium zu unterrichten, ehe er als Suppleant des Stadtgerichts amtete, nachher Mitglied des Grossen und des Kleinen Stadtrates wurde und schliesslich auch im Kantonsgericht sass.
Pikant: Als Vizepräsident dieses Gerichts sprach sich der umtriebige Mann für das letzte in Schaffhausen vollzogene Todesurteil aus; der Exekution durch das Schwert hat Freuler, der später auch Mitglied im Kirchenrat und im Obergericht wurde, als Zeuge beigewohnt.

Geistlichkeit bockt
Das erste offizielle Archiv der Stadt sollte in der ehemaligen Sakristei der St.-Johann-Kirche eingerichtet werden. Jetzt müsste man meinen, dass das für Registrator Freuler, Besitzer auch des Hauses zum Hardereck am Münsterplatz gehörte und Erbauer des Gutes Rammersbühl; kein Problem war. Aber weit gefehlt, die Geistlichkeit wollte die Sakristei nicht räumen und verweigerte die Übergabe des Schlüssel an den Stadtrat. Peter Scheck über diesen Affront: «Erst nach einer Intervention der Kantonsregierung konnte die Angelegenheit geregelt werden!»

Auch im Weinkeller
Die Sakristei diente in der Folge der Stadt volle 125 Jahre lang als . Archiv; dazu kamen im Laufe der Zeit : noch Nebenräume, beispielsweise ein Weinkeller unter dem Stadthaus, der sich allerdings als nicht sehr nützlich erwies. Betreut wurden diese Archive über Jahre hinweg ohnehin mangelhaft, überhaupt nicht oder zeitweise allenfalls nebenamtlich.

Grosse Leistungen
Nach Bernhard Freuler wurde Anno 1866 Gefängnisaufseher und Lokalhistoriker Hans Wilhelm Harder vom Stadtrat mit der Archivierung beauftragt. Jahrzehnte später, 1913 und ebenfalls im Nebenamt, wurde Carl August Bächtold (1838-1921) Archivar, der nebenbei auch als Stadtbibliothekar fungierte.
Über den historisch interessierten und versierten Theologen und Verfasser wegweisender Beiträge sprechen die Schaffhauser Historiker noch heute mit grosser Hochachtung. Denn der in Merishausen geborene und später während 43 Jahren an der Steigkirche tätige Seelsorger hat unter anderem die berühmte Rüeger-Chronik, ein Standardwerk der Schaffhauser Geschichte, bearbeitet und kommentiert.
Von Carl August Bächtold, einem gemäss Überlieferung höchst bescheidenen und zurückhaltenden Mann, gibt es ein schönes Ölgemälde von Hans Sturzenegger. In Anerkennung seiner kulturhistorischen Leistungen wurde dem einstigen Stadtarchivar von der philosophischen Fakultät der Universität Zürich ausserdem die Würde eines Ehrendoktors verliehen.

**Anno 1402: Erster Nachweis einer Hexenverbrennung in Mitteleuropa**
Wie wichtig ein Dokument letztlich für die Geschichtsschreibung ist, kann auch ein Archivar nicht immer auf Anhieb erkennen. Die Bedeutung erschliesst sich für Historiker oft erst später. Gesammelt und aufbewahrt wird deshalb zunächst alles – oder fast alles. Bei manchen Schriftstücken, vorab von Behörden, ist der Sinn der Archivierung allerdings von Anfang an ersichtlich.
So konnte das Stadtarchiv unlängst auf Grund von Stadtrechnungen einen bereits im Jahre 1402 stattgefundenen Hexenprozess belegen. Dabei handelt sich um den ersten Nachweis einer Hexenverbrennung in Mitteleuropa überhaupt. Stadtarchivar Peter Scheck: «Bisher galt Luzern als der Ort, wo im deutschsprachigen Raum erstmals Anno 1419 über eine ‹Hexerey› verhandelt wurde. Der beschuldigte Mann wurde damals freigesprochen.» In den Schaffhauser Stadtrechnungen der Jahre 1402/03 finden sich nun aber sogar Hinweise auf Ausgaben für die Strafverfolgung und Hinrichtung einer oder mehrerer Hexen. Der Informationsgehalt ist zwar relativ dürftig, man erfährt nichts über das Geschlecht der Person oder über die Anzahl der allenfalls verurteilten Personen. Immerhin weiss man, dass die durch städtische Amtsleute verhafteten «Deliquenten» aus Beringen stammten und von dort nach Schaffhausen überführt wurden. Die Knechte, «welche die hägsen von Beringen brachten», erhielten dafür zehn Schilling für Wein. Die «Hexen» wurden im Rathaus festgesetzt, wo sie vermutlich auch ihre erzwungenen Geständnisse ablegten. Stadtarchivar Peter Scheck: Der Eintrag für «Holtz zuo dem Hegsen Brand» beweist, dass «das Verhör wie auch der Gerichtsprozess für den oder die Beschuldigten offensichtlich negativ ausfiel».
Hexenverfolgungen gab es in allen Kulturkreisen. Das düstere Kapitel des Hexenwahns wurde in der Schweiz und in Europa aber erst mit der Hinrichtung von Anna Göldi im Juni 1782 abgeschlossen. (-zer)

**Die Stationen: Archivierung in einem historischen Haus**
Dokumente werden in der Stadt Schaffhausen seit Jahrhunderten gesammelt und geortet. Doch erst mit der Wahl von Ernst Steinemann (1888-1972) als halbamtlicher Stadtarchivar im Jahre 1956 und dem Bezug neuer Räume zwei Jahre später im Parterre des «Grossen Hauses» wird das Stadtarchiv wirklich professionell geführt.

Neu im Vollamt
Als Stadtarchivar im Vollamt arbeitete ab 1970 dann allerdings erst Hans Ulrich Wipf, der 1996 von Peter Scheck abgelöst wurde. In die Zeit dieser beiden initiativen Archivare fallen unter anderem die räumlichen Erweiterungen des Archivs, der Einbau eines modernen Lesesaals und eines Raumes für den Kulturgüterschutz mit einem Fassungsvermögen von über 500 Laufmetern. Dort, im Keller, werden die wertvollsten Unterlagen aufbewahrt, mittelalterliche Urkunden, Ratsprotokolle, Grund- und Rechnungsbücher, historische Nachlässe.

Auf einer Länge von 2,5 Kilometern
Mit der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung machte das Archiv in den letzten Jahren erneut einen grossen Schritt – das Stadtarchiv zählt heute in der Schweiz zu den Pionieren der Präsentation von Archivbeständen im Internet.
Zurzeit verfügt das Archiv, das in einer Woche die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür einlädt, über zwölf Räume und sechs moderne Compactusanlagen, die seinerzeit die alten Schubladenschränke ersetzten. Die Kapazität der Regale beträgt 2,5 Kilometer, davon sind rund 90 Prozent belegt.

Im Besitz der Stadt
Das «Grosse Haus» mit der unverwechselbaren Passage zwischen dem Fronwagplatz und der Krummgasse war im Mittelalter im Besitz verschiedener adeliger Familien. Zeitweilig gehörte das Haus auch Bürgermeister Ulrich Trüllerey, der die Schaffhauser bei der Schlacht von Grandson anführte. 1685 wurde das Gebäude unter dem damaligen Eigentümer Hans Conrad Peyer im Hof umgebaut. Die Errichtung des öffentlichen Durchgangs und die Umgestaltung des Erdgeschosses in Geschäftsräume (wie der Klopstock und später der Glarner) erfolgten erst im Jahre 1895.
1921 kaufte die Stadt die Liegenschaft – eine aus der Sicht des jetzt 50-jährigen Stadtarchivs zweifellos vorausschauende Massnahme. (-zer)


Blick in den Lesesaalmit Archivar Peter Scheck, Studentin Sereina Deghimenzi (links) und Lehrtochter Johanna.
Bild: B. + E. Bührer.

#Alt-Scaphusia

23. August 2006 | Todesfall

Todesfall
Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschiede unseres lieben Farbenbruders

Jakob Bryner v/o Patachon
Lehrer
aktiv 1926-1928

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Die Beisetzung findet am Freitag, 25. August 2006 um 16.00 in der refomierten Kirche Horgen statt.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 6. September 2006 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

#Aktivitas

14. August 2006 | Pro Memoria

Pro memoria! Heute: Anmeldeschluss zum ?Kartell-Karussell? 2006!

Sehr geehrter Alter Herr

Wie bereits angekündigt, findet am kommenden Samstag, 19. August 2006, erstmals das ?Kartell-Karussell ? statt.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie uns Ihre Anmeldung bis am Mittwoch 12.00 Uhr per Mail an alexander.rubli@stud.phzh.ch bestätigen, auch wenn Sie sich schon per Post angemeldet haben.

Wir freuen uns, Sie am Samstag zum ?Kartell-Karussell? begrüssen dürfen!

Mit blau-weiss-blauem Grusse für das OK…

A.E. Rubli v/o Spross Scaphusiae!

#Notizen zu Namen

10. August 2006 | «Das Gesetz ist ein Bekenntnis zur Kultur»

Schaffhauser Nachrichten, Region
Julia Guran und Walter Joos

*SN: Herr Hofer, seit dem 1. Juli ist das neue Kulturgesetz in Kraft. Heisst das, der Kanton redet der Stadt und den Gemeinden bei der Kulturpolitik drein?*
Roland E. Hofer: Wir wollen und können den Gemeinden keine Vorschriften machen. Die Gemeinden sind unabhängig in ihren Entscheiden, wen sie fördern. Im Gesetz heisst es auch klar, «die Kulturförderung obliegt den Gemeinden». In den Gemeinden gibt es viele kulturelle Initiativen; der Kanton hilft mit, sie zu verwirklichen.

*In welchen Fällen unterstützt der Kanton die Gemeinden?*
Der Kanton hilft mit, einzelne Vorhaben und Projekte, die in Gemeinden entstehen, umzusetzen. Der Kanton hat eigene Mittel und unterstützt zum Beispiel bereits heute das Weinbaumuseum in Hallau, das Trottentheater in Neuhausen oder das Theater 88 in Rammen, um nur einige wenige zu nennen.

*Kann der Kanton bestimmen, welche Kulturangebote gefördert werden?*
Wir wollen das, was entsteht, mittragen, aber nicht selbst Akteure werden. Was gefördert wird, hängt von den Initiativen der Kulturschaffendenn ab. Kanton und Stadt Schaffhausen handeln mit Kulturschaffenden Leistungsvereinbarungen aus, die Kriterien wie Zielgruppen, Aufführungszahl pro Jahr oder Publikumsreichweite beinhalten. Einfluss auf den Inhalt der kulturellen Veranstaltungen können und wollen wir nicht nehmen. Dafür sind die Kulturschaffenden verantwortlich.

*Warum enthält das Gesetz keine konkreten Aussagen zur Ausgestaltung der Kulturpolitik?*
Wir ziehen es vor, situativ adäquat reagieren zu können, anstatt in einem Gesetz festzulegen, was genau gefördert werden soll, und uns so selbst ein Korsett anzulegen. Das würde in der Praxis ohnehin schwierig, denn immer mehr Kulturschaffende sind spartenübergreifend tätig. Mit Spartenkriterien hinkte man der Realität hinterher.

*Mit dem Gesetz will man die gegenwärtige Kulturpolitik nicht ändern. Wozu dient es dann?*
Wir wollen im Gesetz das fassen, was gängige Praxis ist. Zudem soll die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden klar geregelt werden. Dies muss auf gesetzlicher Stufe geschehen. Die Bundesverfassung enthält einen Kulturartikel, der die Kompetenz den Kantonen überträgt, die kulturellen Angelegenheiten gesetzlich zu regeln. Ein Kulturgesetz bedeutet, den Verfassungsartikel in der Kantonsverfassung in einem Gesetz umzusetzen. Der Kulturbereich ist einer der wenigen Bereiche, in denen der Kanton ohne Bundesvorschriften legiferierend tätig sein kann. Das vorliegende Gesetz bedeutet eine grundsätzliche Verbesserung der Ausgangslage. Das Gesetz ist ein Bekenntnis zur Kultur. Das ist nicht nichts, gerade auch für einen kleinen Kanton.

*Es gibt aber doch eine Verschiebung in der Geldverteilungspolitik. Die Mittel kommen nicht mehr nur aus dem Lotteriefonds, sondern können auch im Rahmen des Staatsvoranschlages bewilligt werden. Wann kommt welches Budget zum Zug?*
Dies ist in dieser Form tatsächlich eine Neuerung im Gesetz. Der Lotteriefonds generiert jährlich zwischen 2 und 2,6 Millionen Franken, mit denen im Kanton mehrheitlich kulturelle Anliegen unterstützt werden. Solange die Mittel reichen, wird weiterhin der Lotteriefonds die Mittel zur Kulturförderung und -pflege beisteuern. Da die Einnahmen aus dem Lotto von Jahr zu Jahr variieren, kann neu auf das ordentliche Budget zurückgegriffen werden. Die Regierung hat wie bisher die Kompetenz, über die Verteilung der aus dem Lotteriefonds stammenden Mittel abschliessend zu entscheiden. Im Staatsvoranschlag enthaltene Beiträge müssen hingegen vom Kantonsrat genehmigt werden.

*Ermöglicht das Gesetz auch, kulturell mehr zu machen? Wie werden dann allfällige Mehrkosten gedeckt?*
Wenn es sich um Vorhaben mit nationaler oder internationaler Ausstrahlung handelt, ist dies denkbar. Aber das muss im Einzelfall entschieden werden.

*Rückt mit dem neuen Gesetz die Möglichkeit, die Bodenseeregion zum Unesco-Weltkulturerbe erklären zu lassen, in grössere Nähe?*
Die Regierungskonferenz der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) hat entschieden, das Projekt nicht weiterzuverfolgen, sondern zuerst das bestehende Bodensee-Leitbild weiterzuentwickeln. Das Unesco-Label ist keineswegs unumstritten. So besteht zum Beispiel die Befürchtung, die Unesco könnte auf Details am Ort Einfluss nehmen.

*Könnte man dank dem Gesetz auch auf andere Mittel als nur die des Staates zurückgreifen? Wäre etwa ein Joint Venture mit der Windler-Stiftung denkbar?*
Das Gesetz sieht die Zusammenarbeit mit Privaten ausdrücklich vor. Dies hängt aber letztlich von den konkreten Projekten ab. Darüber entscheiden müsste die Regierung.

*Bietet das neue Gesetz eine Handhabe für eine interkantonale Zusammenarbeit? Für das Klostergut Paradies, das ein wenig unterverkauft erscheint, würde sich eine solche Zusammenarbeit doch anbieten.*
Die kulturelle Zusammenarbeit ist tatsächlich im Gesetz verankert. Kultur hält sich ja auch nicht an Kantonsgrenzen. Die Konferenz der Kantonalen Kulturbeauftragten koordiniert Aktivitäten auf nationaler Ebene. Doch letztlich ist es wieder eine politische Entscheidung, ob und in welchem Rahmen Institutionen jenseits der Kantonsgrenzen unterstützt werden sollen.

*Können Kulturgüter wie das Museum zu Allerheiligen oder die Altstadt von Stein am Rhein dank des neuen Gesetzes besser vermarktet werden?*
Das Gesetz hat darauf keinen direkten Einfluss. Ich hoffe aber, dass die kulturellen Initiativen Aussenwirkung entfalten und dass man dadurch auf den kulturellen Reichtum des Kantons mehr als bisher aufmerksam wird.

*Wie definiert man Kultur überhaupt?*
(lacht) Das ist eine philosophische Frage! Alles, was der Mensch nicht zum unmittelbaren Überleben braucht, wäre ein sehr weiter denkbarer Ansatz. Kultur fängt dort an, wo der Mensch Zeit und Freiraum hat, sich mit seinen Lebensumständen kritisch gestaltend auseinanderzusetzen. Im engeren Sinn macht Kultur die intensive Beschäftigung mit der gegenwärtigen Lebenswelt aus und dient der kritischen Reflexion, wovon wir alle profitieren können.

**Kultur: Heute bestehende rechtliche Grundlagen**
Verfassung Kanton und Gemeinden fördern das aktuelle kulturelle Schaffen und die Pflege des Brauchtums; erhalten und pflegen Kulturgüter, Denkmäler und schützenswerte Ortsbilder; erleichtern den Zugang zum kulturellen Leben; fördern die kulturellen Beziehungen zwischen verschiedenen Volksgruppen, unter den Kantonen und mit dem Ausland; unterstützen kulturelle Einrichtungen. Kulturgesetz Kanton und Gemeinden fördern im Rahmen ihrer Zuständigkeit das kulturelle Leben und Schaffen in seiner Vielfalt sowie die Kulturvermittlung. Sie pflegen das kulturelle Erbe. Kanton und Gemeinden sorgen für Rahmenbedingungen, welche der Entfaltung des kulturellen Lebens dienen und welche den Zugang zu kulturellen Aktivitäten ermöglichen. Kanton und Gemeinden achten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben die Freiheit und die Unabhängigkeit des kulturellen Schaffens. Kanton und Gemeinden können mit Leistungsvereinbarungen kulturelle Aufgaben öffentlichen oder privaten Institutionen übertragen.


Roland E. Hofer, Kulturbeauftragter des Kantons Schaffhausen, hat das seit Juli gültige Kulturgesetz ausgearbeitet.
Bild: Julia Guran

#Aktivitas

16. Juli 2006 | Neuer Webmaster

Das Amt des Webmasters wird neu von Codex ausgeführt.

#Aktivitas

11. Juli 2006 | Kartell-Karussell

Sehr geehrter Alter Herr

Wie sie vielleicht bereits erfahren haben, findet in diesem Jahr, am 19. August 2006, das ?Kartell-Karussell? statt. Was dies genau ist, können Sie der angehängten Einladung entnehmen.
Wir, das OK, würden uns sehr freuen, Sie an diesem Anlass begrüssen zu dürfen.

Mit blau-weiss-blauem Farbengruss

Spross & Codex

#Allgemeines

8. Juli 2006 | Bilder Fuxenspritze und Maturfeier

Die Fotos der diesjährigen Fuxenspritze und der diesjährigen Maturfeier sind online!

#Allgemeines

7. Juli 2006 | Sofa + Salontisch zu verkaufen

Hoi mitenand!

Da ich meine Wohnung umgestalte muss ich mich schweren Herzens von meinem sehr bequemen Sofa trennen.

Wer also seine erste eingene Bude einrichten oder in seiner bestehenden mal etwas Veränderung möchte, ist dies die einmalige Gelegenheit günstig an ein sehr gut erhaltenes und dekoratives Sofa zu kommen.

Material: Alcantara
Farbton: Honey

Meine Preisvorstellung läge bei ca. CHF 1’500.– (Neupreis CHF 5’000.–). Lasse aber selbstverständlich mit mir reden, “de Schneller isch de Gschwinder” :)
Den passenden Salontisch gibts gleich gratis dazu.

Ich habe ein paar Fotos gemacht die ich hier gerne beifefügt hätte, nur weiss ich nicht, wie das geht. Vielleicht kann mir der Webmaster da ja weiterhelfen ?
Schicke Sie Euch jedenfalls sehr gerne auf Anfrage.

#Alt-Scaphusia

5. Juli 2006 | Todesfall

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschiede unseres lieben Farbenbruders

Stefan Matzinger-Bucheli v/o Gischt
aktiv 1987-1989

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Die Beisetzung findet am Samstag, 8. Juli 2006 um 10.00 in der reformierten Kirche Sursee Luzern statt.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 16. August 2006 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

#Alt-Scaphusia

5. Juli 2006 | Todesfall

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschiede unseres lieben Farbenbruders

Stefan Matzinger-Bucheli v/o Gischt
aktiv 1987-1989

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Die Beisetzung findet am Samstag, 8. Juli 2006 um 10.00 in der reformierten Kirche Sursee Luzern statt.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 16. August 2006 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

#Aktivitas

17. Juni 2006 | Fünf-Farben-Weidlingsstamm abgesagt

Da der Wetterbericht für morgen Gewitter und Regen angesagt hat, wird der Weidlingstamm abgesagt. Er wird aber sicher nach den Sommerferien statt finden. Als alternativ Programm ist ein Anlass mit erstem und zweitem Akt in der Bude geplant. Dieser beginnt regulär um 20.00h und es sind alle herzlich willkommen.