#Allgemeines

20. Oktober 2009 | Neue Werbekampagne der regionalen Brauerei

Schaffhauser Bock
Christian Saggese

«Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein», singt Reinhard Mey in seinem bekannten Erfolgslied. Ein Gefühl, welches viele Menschen kennen, wenn sie sehnsüchtig in den Himmel blicken. Speziell, wenn noch ein Vogel wie ein Falke stolz und mit einer grossen Eleganz in der Höhe seine Runden dreht. Aber auch wenn «Tante Ju» über den Köpfen erscheint. Das klassische Passagier- und Transportflugzeug aus Zeiten des zweiten Weltkrieges löst bei praktisch jedem Beobachter ein nostalgisches Gefühl aus, das Verlangen, selbst mit dieser Maschine durch die Lüfte zu gleiten. Diese Verbindung des eigenen Markenvogels zu den Eigenschaften der JU-Maschine brachten Markus Höfler, «Falken»-Marketingverantwortlicher und Mitglied der Geschäftsleitung, im vergangenen De­zember auf die Idee, damit eine Werbekampagne zu lancieren.

**Tradition mit Neuem verbinden**
Bereits vor fünf Jahren flog Höfler zum ersten Mal mit der Maschine. Es war nicht das letzte Mal. Trotzdem war es eher ein glücklicher Zufall, dass man den Flieger nun zu einer originellen Werbeidee nutzen könne. «Uns war klar, der Falke gehört auch in seinen gewohnten Lebensraum, in die Lüfte», so Höfler. Doch wie soll man dies darstellen, ohne zu polarisieren? Ein Düsenjet kommt nicht in Frage, baut dieser automatisch eine Verbindung zu Krieg oder allgemein Militär auf. Ein Airbus? Verbinden die Menschen beim Anblick eher mit den ständigen Diskussionen rund um den Fluglärm. «Doch die Tante JU hat jeder gern», so Höfler. Und der Flieger passe sich dem Slogan der Bierbrauerei an. «Viel Zeit für ein gutes Bier» stehe symbolisch stark zur gemütlichen Flugzeugmarke. «Die JU 52 ist zwar sehr laut, aber trotzdem elegant. Sie lässt sich beim Flug Zeit, entdeckt wie der Falke die Welt in gemütlichen langsamen Schritten. Dies passt sehr gut zu unserem Slogan», erklärt Höfler. Also wurde Kontakt mit Kurt Wald­meier, Geschäftsführer der JU-Air in ­Dübendorf, aufgenommen. Dieser besitzt drei der JU 52-Maschinen und war sofort von der Idee begeistert. «Bei der Zusammenarbeit war es allen Beteiligten wichtig, dass der Flieger eine Verbindung zum beworbenen Produkt haben muss. Die Flieger haben eine solch lange traditionelle Geschichte und ­werden von den Organisatoren und Piloten mit einem solch persönlichen ­Ehrgeiz und einer Motivation betrieben, dass der eigentliche kommerzielle Gedanke keine Rolle spielt.» So konnte die Brauerei Falken die Werbefläche für rund drei Jahre zu einem sehr günstigen Preis mieten, eine Verlängerung des Vertrages ist nicht ausgeschlossen. Genaue Zahlen nennt Höfler nicht, es sei aber deutlich eine günstigere Variante als viele andere Werbe­kampagnen, beispielsweise mehrere Zeitungsinserate. Mit dem Projekt verbindet man auch die Tradition mit der Moderne, was oft ein schwieriges Unterfangen ist. «Auch die Brauerei Falken AG gibt es bereits seit über 200 Jahren und doch gehören wir noch der heutigen Zeit an. Genau wie die JU 52», sagt Höfler. Eine Idee, welche übrigens vor vier Jahren auch die IWC Schaffhausen nutzte.

**Eine Reise durch die Schweiz**
Während vier Wochen wurde das Flugzeug sorgfältig mit dem Falken-Signet bestückt. Ein mühsames Unterfangen, da der Flieger während dieser Zeit auch in den Einsatz musste und durch das Wellblech die Arbeit sowieso ein schwierigeres Unterfangen ist. Im August wurde die Maschine fertiggestellt und flog seinen ersten «Einsatz» mit dem Namen der Brauerei. Dabei hat die Falken AG keinen Einfluss auf die Flugroute. Der Flieger werde ganz gewöhnlich von den Organisatoren betrieben. Ob der Flieger nun in Bern, Lausanne oder Montreux landet, darüber habe man keine Kontrolle und will diese auch nicht. «Wir haben aber trotzdem viele Möglichkeiten, den Flieger zu nutzen. So verlosen wir an unsere Kunden, beispielsweise an der diesjährigen Herbstmesse, Flugplätze.» Insgesamt haben 16 Personen in einer JU 52 Platz. «Aber natürlich wären noch andere Aktionen denkbar. Man könnte neue Produkte darin vorstellen. Oder, wenn das Bier beispielsweise in Basel bestellt wird, erstmals als Werbegag mit dem Flieger dorthin transportieren.» Jedoch beurteile man solche Pläne Schritt für Schritt, definitiv geplant ist noch nichts.

**Trotzdem regional bleiben**
Doch auch wenn der Flieger das Falkenbier national und sogar international ins Blickfeld bringt, bedeutet das nicht dass man den Standort Schaffhausen zweitrangig behandle, ganz im Gegenteil. Das Projekt habe keinen Einfluss auf das Engagement der Firma beispielsweise bei regionalen Veranstaltungen. Wenn jedoch ein Produkt wachsen will, müsse man auch expandieren, denn der Markt in Schaffhausen sei schon so gut besetzt. «Ich sehe darin sogar einen Vorteil für unseren Kanton», so Höfler abschliessend, «Falken bleibt ein Schaffhauser Produkt. So werden die Leute, welche die JU 52 sehen, sogar begeistert sein wie unser leider oft als verschlossen bekannter Kanton auf solch freche und originelle Weise in die Welt hinausgeht!»

Technische Daten
Spannweite: 29,25 m
Länge: 18,5 m
Flügelfläche: 110,5 m2

Startgeschwindigkeit: 120 km/h
Reisegeschwindigkeit: 180 km/h
Reichweite: 1200 km
Gipfelhöhe: 6300 m


Vielleicht erblickt man die “Falken JU52” auch einmal in der Region über unseren Köpfen. (Hier noch als Fotomontage.)

#Aktivitas

20. Oktober 2009 | Quartalsprogramm Herbstquartal 2009

Nun ist das Quartalsprogramm des kommenden Quartals online und auf der Frontseite unter [«Anlässe»](https://www.scaphusia.ch/anlaesse/) zu finden.

#Alt-Scaphusia

2. Oktober 2009 | Hugo Orgis olim Kick

Todesfall

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere EMEM und AHAH vom Hinschied unseres lieben Farbenbruders

Hugo Orgis olim Kick, Dipl. Ing. ETH, Generation 1935

in Kenntnis zu setzen. Wir werden das Andenken an den Verstorbenen in Ehren bewahren.

Der Totensalamander findet am Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 20.00 Uhr in der Bude statt.

Die Abdankungsfeier findet am Freitag, 9. Oktober 2009 um 14.00 Uhr in der Kirche in Lohn statt.

#Allgemeines

26. September 2009 | Ein Unternehmen auch nur «spielend» zu führen ist nicht leicht

Schaffhauser Nachrichten, Regionale Wirtschaft
Martin Edlin

Die vierköpfige Geschäftsleitung des in der Parfumherstellung tätigen, als Aktiengesellschaft geführten Unternehmens Carbon hielt an der Generalversammlung suboptimale Nachrichten bereit. In den letzten fünf Geschäftsjahren hatte man trotz Strategiewechsel von Tief- auf Hoch- und Höchstpreise wegen einer Wirtschaftskrise und unverhoffter Auslandskonkurrenz bis zu 11 Millionen Jahresverlust erwirtschaftet. Die Zielsetzung des Unternehmens wurde offensichtlich (noch) nicht erreicht. Dennoch ist die Geschäftsleitung optimistisch: In drei Jahren sollte, wenn die Bankkredite zurückbezahlt sind, der Börsenkurs steigen und eine Dividendenausschüttung möglich sein. Auf die Frage eines Aktionärs, wie sicher sein investiertes Geld sei, erklärte die Firmenleitung optimistisch, dass Carbon auf Innovation setze und dank Stellenabbau und Reduktion der Lagerbestände bald wieder schwarze Zahlen schreiben werde.
Carbon und 14 andere Firmen, die gestern im Klostergut Paradies ihre GV abhielten, gehören trotz allem Realitätsbezug nur zu einem computergestützten, von der Ernst-Schmidheiny-Stiftung entwickelten Unternehmensplanspiel. Mit ihm führt die Kantonsschule in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Wirtschafts-Vereinigung Schaffhausen (IVS) zweimal pro Jahr eine Projektwoche durch, an der sich diesmal 61 Kantonsschülerinnen und -schüler der vierten Klasse und 20 ausgesuchte Lehrlinge beteiligten. Ziel: Anhand eines Modells die Grundzusammenhänge in einem Unternehmen erkennen und mit Hilfe einer Simulation konkrete Entscheidungen in verschiedenen Führungsbereichen treffen lernen. Der Computer speist dabei die unterschiedlichsten Parameter ein, von der Finanzkrise über die mit Streikdrohung unterstrichene Lohnforderung des Personals bis zum Nachfrageeinbruch. Beim Besuch eines realen Unternehmens in der Region wird zudem das Verhältnis Arbeitnehmer–Arbeitgeber ausgelotet. Die Unterrichtenden sind Kaderleute aus ortsansässigen Firmen. Andrin, CEO von Carbon, hat dabei «die praktische Anwendung dessen erlebt, was wir in der Schule gelernt haben». Es sei spannend gewesen, «die Effekte zu sehen, welche die einzelnen Spielkomponenten ausgelöst haben». Seine Marketingverantwortliche Leticia hat die Erfahrung gewonnen, «wie schwierig es ist, Entscheide zu treffen». Im Spiel habe sie auf hohe Risiken gesetzt, die «ich in der Realität nie eingehen würde». Das habe wohl dazu geführt, dass sie «nicht alles ganz so ernst genommen» habe. So oder so: Das spielerische Learning by Doing wurde von den jungen Menschen als bereichernd für den späteren Berufseinstieg empfunden … und hat dazu Spass gemacht.

#Allgemeines

25. September 2009 | Den Gedankenaustausch fördern

Schaffhauser Nachrichten, Region
Timea Capusneanu

Das Zehn-Jahr-Jubiläum des Schüleraustausches zwischen der Kantonsschule in Schaffhausen und dem Joseph-Haltrich-Gymnasium Bergschule in Schässburg (Sighisoara) wurde kürzlich gefeiert. Anlass dazu bot der diesjährige Besuch von Schässburger Bergschülern in der Kantonsschule Schaffhausen, der vom 14. bis zum 24. August stattfand. In der überreichten Urkunde wurden die «dadurch geschaffene Möglichkeit des offenen, interessierten und engagierten Gedanken- und Erfahrungsaustauschs, des Abbaus von stereotypen Vorstellungen über die beiden Länder und die langjährigen bereichernden Freundschaften» gewürdigt.

**Ein reichhaltiges Programm**
Ins Leben gerufen hatte diesen Austausch die UNESCO-Arbeitsgruppe der Schaffhauser Kantonsschule; er wurde über die Jahre durch deren «Motor», Geschichtslehrer Hans-Ruedi Dütsch und sein Team, auch aufrechterhalten. Die Verbindung der beiden Schulen kam aufgrund der Kontakte der beiden Rathäuser zustande, wobei Lehrerin Manuela Pigagnelli, inzwischen Ehrenbürgerin der Stadt Schässburg, eine bedeutende Rolle gespielt hat. Wie in den vergangenen zehn Jahren fuhren auch in diesem Sommer 20 Schüler und fünf Lehrer der Bergschule für acht Tage nach Schaffhausen. Die herzliche Aufnahme durch Schüler, Eltern, Lehrerschaft und Schulleitung der Kantonsschule wurde von einem reichhaltigen Programm begleitet, das bei bestem Wetter ablaufen konnte. Ausser beim Unterrichtsbesuch, bei dem Erproben eines Kletterzentrums, der Besichtigung der berühmten Klosterbibliothek in St. Gallen und der Maestrani-Schokoladenfabrik in Flawil war das gute Wetter auch nötig: Bei den Führungen durch Schaffhausen, Stein am Rhein, Luzern und Zürich, bei der Besichtigung des Rheinfalls in Schaffhausen und der Fahrt über den Vierwaldstätter See sowie bei der Wanderung auf der «Rigi» wäre Regen nicht willkommen gewesen. Beim schönen Wetter konnte zudem fast täglich im Hallen- und Freibad, im Vierwaldstätter See oder im Rhein gebadet werden.

**Wiedersehen im nächsten April**
Wenn auch die Schüler und Lehrer der Schaffhauser Kantonsschule vormittags in die Schule gehen «durften», gaben die gemeinsam verbrachten Nachmittage und vor allem die Abende den Gästen und Gastgebern reichlich Gelegenheit, die vorab über E-Mail geknüpften Kontakte nun zu Freundschaften reifen zu lassen. Dementsprechend schwer fiel der Abschied bei der Abfahrt der Schüler und Lehrer der Bergschule, die sich nun auf das für April 2010 angesagte Wiedersehen in Schässburg mit den Schülern und Lehrern der Kantonsschule Schaffhausen freuen können.

#Allgemeines

24. September 2009 | Heineken will kein Keineken

Schweizer Familie, Menschen
Nr. 39
Markus Schneider

Schlotternd stehen 15 junge Leute in der Neujahrsnacht 2009 vor einer Garage zuoberst am Brunnihang über dem Klosterdorf Engelberg. In ihren Gläsern perlt kein Champagner, dafür Bier. Sie stossen auf eine lokale Bieridee an, von der sie voll überzeugt sind. Ein neues Bier wollen sie brauen: echtes Engelberger Klosterbräu, das im Gegensatz zum hiesigen Eichhof kein Heineken ist. Auf der Stelle empfangen sie eine «himmlische Eingebung» für den Namen, unter dem sie «ihr Bier» lancieren werden: «Kein Heineken = Keineken».
Also gründen sie einen Verein, reservieren die Internetadresse www.keineken.ch und tragen beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum die Marke ein. Vom Brauen haben die Jungen zwar keine Ahnung, abgesehen vom «Grufti» ihrer Runde: Conrad Engler, der bald 55 ist, aus Basel kommt, immer in Engelberg Ferien gemacht hat und nun am Brunnihang wohnt – im Haus über der Garage. Hat Keineken-Präsident Conrad Engler Durst, trinkt er Bier. Doch er meidet «Allerweltspfützen». Sein Lieblingsbier «Amber» wird gebraut von «Unser Bier» – einem Verein, der in Basel nach der Übernahme des lokalen Feldschlösschen durch den Goliath Carlsberg entstanden ist. Bei «Unser Bier» ist Conrad Engler Aktionär, dort hat er einen Braukurs absolviert.
Acht Monate nach der Neujahrsnacht folgt der himmlische Moment. Am 29. August 2009, zum ersten Jahrestag der Eichhof-Übernahme durch Heineken, lädt der Verein zum «Antrinken» an den Brunnihang. Unten in der Garage lagern die ersten 1200 Flaschen Klosterbräu der Marke «Keineken». Conrad Engler, früher Journalist, hat die Medienmitteilung verfasst. Reto Eller, junger Grafiker aus Engelberg, hat das Logo kreiert, das die Etiketten ziert. Der Flascheninhalt stammt aus der Basler Klein-Brauerei «Unser Bier»: «Vollmundig und so lieblich, dass es auch von Frauen geschätzt wird» (Eigenwerbung).
Prostend stehen die 15 Firmengründer auf der Terrasse, als das Mobiltelefon von Conrad Engler klingelt. Drei Stunden sind verflossen, seit er die Presseeinladung versandt hat. Ein Anwalt des Heineken-Konzerns meldet sich. Er droht mit strafrechtlichen Folgen samt finanziellen Forderungen.
Bald fährt die Obwaldner Kantonspolizei vor und beschlagnahmt die 1200 Flaschen, die auf Wunsch von Heineken in Amsterdam kein «Keineken» sein dürfen. Ebenfalls konfisziert werden 100 Gläser, die von der nahen Glasi in Hergiswil NW produziert und mit dem Logo «Keineken» versehen wurden. Alles läuft friedlich, ja nüchtern ab. Laut Hausdurchsuchungsprotokoll verhalten sich die jungen «sehr kooperativ». Jetzt aber kämpfen sie weiter gegen den Goliath, sich schelmisch freuend über den Medienrummel, der bis Kanada und Neuseeland gereicht hat. Wurde in der Neujahrsnacht ob Engelberg eine Weltmarke geboren?
«Wir ziehen unser Gesuch beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum sicher nicht zurück», kündet Anian Kohler an, der in Engelberg arbeitet, in Luzern studiert, als Präsident des neuen Vereins «Engelberger Klosterbräu» amtiert. Und der sich jetzt, als wäre Keineken bereits Heineken, einen «renommierten Anwalt» genommen hat.

#Allgemeines

24. September 2009 | Ein Blondes stärkt die Knochen

Schweizer Familie, Gesundheit
Nr. 39 24.09.2009

Frauen, die öfter mal ein Glas Bier trinken, stärken damit ihre Knochen. Das zeigt eine Studie aus Spanien. Die Wissenschaftler befragten fast 1700 Frauen nach ihren Trinkgewohnheiten. Danach wurden ihre Fingerknochen per Ultraschall untersucht. Es kam heraus, dass diejenigen Frauen, die regelmässig Bier tranken, eine höhere Knochendichte hatten als die Nichttrinkerinnen. Die Autoren der Studie betonen in einem Bericht der englischen BBC-Neves, dass sie deswegen niemandem zum regelmässigen Biergenuss raten würden. Verantwortlich für die schützende Wirkung seien vermutlich die im Bier enthaltenen Pflanzenhormone und nicht der Alkohol. Mehr als zwei Einheiten Alkohol pro Tag – das sind zwei 2,5-dl-Flaschen Bier – würden der Gesundheit schaden und die Knochen sogar schwächen.

#Notizen zu Namen

23. September 2009 | Kunstvisitenkarten für edlen Rebensaft

Schaffhauser Nachrichten, Stein / Diessenhofen
(sr)

Im Wiilädeli in der Steiner Understadt bereichern moderne sowie alte vornehme «Kleider der Weinflaschen» das Auge des Geniessers. Sie gehören heutzutage zum Outfit und sind das Aushängeschild des Inhaltes: die Etiketten auf den Weinflaschen. Als sogenannte Geburtsausweise löst das bedruckte Papier oft Erinnerungen aus, wenn es sich beispielsweise um ältere Exponate handelt, wie sie momentan im Wiilädeli in Stein am Rhein in einer neuen Ausstellung zu bestaunen sind. «Seit der Eröffnung vor drei Jahren bieten wir zusätzlich einheimischen Künstlern eine Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren», erklärt Geschäftsführerin Karin Müller. Mit den Weinetiketten aus dem Bezirk Stein am Rhein habe man eine ganz besondere Ausstellung schaffen können. Man hoffe auch, vermehrt Weinfreunde zu einem Besuch zu animieren. «Wenn man von alten Etiketten redet, dann sind sie höchstens 80 Jahre alt», so der Initiant Ernst A. Rubli, der selber auch schon Etiketten gestaltet hat. Heute schreibt die Lebensmittelverordnung vor, dass jedes Lebensmittel, zu dem auch der Wein gehört, mit der Sachbezeichnung versehen sein muss, woher und von wem er kommt. So ist das Etikett zu einer hochdifferenzierten Angelegenheit mit besonderer Bedeutung für den Weinkenner geworden. Dank moderner Technik entstehen immer wieder Kunstwerke, auch sie sind ein Besuch im Wiilädeli wert, besonders jetzt, wo die Trauben reif sind. Das Wiilädeli zum Raben in der Steiner Understadt ist jeweils mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr geöffnet. In der Zwischensaison (Januar bis März) gelten andere Öffnungszeiten.

#Notizen zu Namen

14. September 2009 | Selbsternannter Sofakönig durchrennt den ganzen Kanton

Schaffhauser Nachrichten, Region
(lha)

Er hat es geschafft – Yves Keller hielt den 12-Stunden-Lauf durch. 67 Kilometer weit «secklete dä Chäller dur Schafuuse». Dabei durchrannte der selbsternannte «Sofakönig» den Kanton Schaffhausen und streifte dabei noch Deutschland und den Kanton Zürich. Grund des Marathons war für den Radio-Munot-Redaktor, dass er während der Weihnachtsaktion des Radios eine Wette verloren hatte. Mit viel Fleiss und Schweiss brachte er es bereits im Vorfeld zu einer sportlichen Höchstleistung. Wie ein kleiner Held wurde er dann am Samstagabend am Ziel in Schaffhausen empfangen. Alles jubelte, und er drehte sogar noch eine kleine Ehrenrunde, um punkt 20 Uhr durch das Ziel zu laufen.
Sichtlich erschöpft liess er sich von allen gratulieren. «Ich habe daran geglaubt, dass ich es schaffen werde, aber nicht daran gedacht, dass es so rührend wird», sagte Keller mit feuchten Augen. Es sei eine riesige Erleichterung, und der Empfang auf dem Fronwagplatz sei so schön. Die letzten Stunden seien ein Kampf gewesen, gaben seine Betreuer zu, die ihn begleitet hatten. Auf die Frage, ob man ihn in Zukunft an einem Marathon sehen werde, antwortete er: «Vielleicht, aber morgen ganz sicher nicht.» Somit bezahlte er seinen Wetttribut und tat gleichzeitig etwas für den guten Zweck. Man weiss noch nicht, wie viel Geld beim Spendenlauf zusammengekommen ist, aber es wird schon etwas sein bei 67 Kilometern.

#Notizen zu Namen

11. September 2009 | «Beim Laufen werde ich ans Ziel denken»

Schaffhauser Nachrichten, Neuhausen / Schaffhausen
Karin Lüthi

In voller Trainingsmontur steht Yves Keller da, bereit, sein Laufprogramm zu beginnen. Anlässlich der Weihnachtsaktion von Radio Munot hatte er gewettet, dass er zwölf Stunden durch den Kanton Schaffhausen rennen würde, falls die angestrebte Summe tatsächlich zusammenkäme. Sie ist bekanntlich zusammengekommen, und deswegen beisst Keller am kommenden Samstag in den sauren Apfel. «Eigentlich bin ich ja das, was man einen Sofakönig nennt, und somit ziemlich unsportlich», gesteht er. «Da bin ich etwas naiv in ein Unternehmen hineingerutscht, das ich gar nicht abschätzen konnte.»

**Rennen für einen guten Zweck**
Obwohl für den Sofakönig Keller nun eine Leidenszeit begann, nahm er das Training mit grossem Enthusiasmus, und unerschütterlicher Zuversicht in Angriff. Bereits im Januar machte er sich an die Vorbereitung. Pro Woche trainierte Keller vier- bis sechsmal. Entweder betrieb er Krafttraining im Eurofit oder übte sich im Dauerlauf. Zudem hat er sich entschieden, seinen Lauf für einen guten Zweck zu unternehmen. Pro gerannten Kilometer kann man sich für eine Spende für zwei von Schweizerinnen geführte Waisenheime in Peru eintragen. Seine Route beginnt in Stein am Rhein, wo Stadtpräsident Franz Hostettmann den Startschuss geben wird, geht über Diessenhofen nach Schaffhausen und von dort über Neuhausen und Beringen ins Klettgau und schliesslich wieder zurück nach Schaffhausen. Hier will er etwa um 20.00 Uhr auf dem Fronwagplatz eintreffen.

**Trainlngspause wegen Knien**
Es erwies sich, dass die Zeit von Januar bis September fast zu knapp bemessen war, um ein seriöses Vorbereitungstraining aufzubauen, denn es kamen noch zwei Monate krankheitsbedingten Trainingsausfalls dazu. Er bekam Probleme mit seinen laufungewohnten Knien. Erst vor gut zwei Monaten konnte Keller wieder mit dem Training beginnen. Gewisse. Dinge würdee er heute anders machen, ganz besonders würde er mehr Zeit für die Vorbereitung einplanen. Zudem sei es gemäss Keller sehr schwierig, einen Vollzeitjob und das anstrengende Training unter einen Hut zu bringen. Doch als unerschütterlicher Optimist vertraut Keller seinen Betreuern, die ihm verschiedene Mittel angegeben haben, die ihm über die schlimmsten Phasen helfen sollen. Rat hat er sich auch von einem geholt, der es wissen muss. «Der Duathlon-Europameister Andy Sutz empfahl mir, immer ans nächste Ziel zu denken, wenn ich unterwegs bin», erzählt er. Da er aber nur ein Ziel habe, werde er halt an dieses denken, so Keller zuversichtlich.

**Eigene Grenzen kennenlernen**
Die Vorbereitungszeit war ein Prozess der Selbsterkenntnis. Dass ein Teil seines Körpers einfach in Streik gehen kann wie etwa die Knie, war eine erschütternde Erfahrung für den jungen Mann, der sich bisher auf seinen funktionierenden Körper verlassen konnte. Verschiedenes hat er auch ausprobiert, damit er am Samstag weniger zu leiden haben wird. So hat er sich kürzlich die Haare an den Beinen abrasiert, um zu vermeiden, dass er den «Wolf» bekommt. Dabei musste er aber feststellen, dass ihn die nachwachsenden Härchen so schrecklich pieksten, dass das noch fast schlimmer war als der gefürchtete «Wolf».
Für den inzwischen durchtrainierten Sofakönig Keller ist aber eines klar: «Einen ganzen Tag zu laufen hängt nicht nur von der körperlichen Fähigkeit ab, sondern ist vor allem eine Frage der mentalen Stärke.» Keller ist sich im klaren darüber, wie sehr er sich selbst unter Druck gesetzt hat. Schliesslich steht er unter den Augen der Öffentlichkeit. Da er aber einen starken Willen besitzt, traut er sich zu, den Nonstoplauf durch den Kanton zu bewältigen.

#Allgemeines

10. September 2009 | Bierbrauer förderten Wasserversorgung

Schaffhauser Nachrichten, Stadt Schaffhausen
Christoph Merki

Da Schaffhausen als Weinbauregion bekannt ist, würde heute niemand vermuten, dass vor geraumer Zeit nicht Rebensaft, sondern frisches Bier die Schaffhauser erfreute. Obschon mit den Klöstern der Wein eine Hochkonjunktur erlebte, sind schon viel früher, aus dem Jahre 1120, schriftliche Belege für neun Bierschenken auf Stadtboden bekannt. Was jedoch viel mehr überrascht, ist die innovative Wasserversorgung, welche für die Produktion von Bier unabdingbar war. «Pro Sud und Bierschenke wurden dazumal schon etwa 5000 Liter Wasser benötigt», weiss Kantonsarchäologe Kurt Bänteli, «darum war eine gute Wasserversorgung auch im Sinne der Bierbrauer und wurde wahrscheinlich auch von ihnen gefördert.» Ein ausgeklügeltes Rohrleitungssystem, bestehend aus einer Ziegelrinne, abgedeckt mit durch Lehm abgedichteten Kalksteinen, versorgte die heutige Altstadt mit Wasser.
Bei Werkleitungssanierungen im Bereich obere Vordergasse und Fronwagplatz wurde vor zwei Jahren diese älteste mittelalterliche Wasserleitung der Schweiz entdeckt. An fünf Stellen auf 100 Meter konnte der mittelalterliche Kanal verfolgt verfolgt werden. «Das Mittelalter wird normalerweise als unterentwickelt dargestellt, doch das stimmt gar nicht», betont Bänteli. Das Wasser für diese Leitung sei wahrscheinlich Quellen auf der Breite entsprungen. «Die archäologischen Funde aus dem Mittelalter in Schaffhausen sind meist einzigartig und lassen auch Experten aufhorchen, nur die Schaffhauser nehmen dies leider nicht zur Kenntnis», resigniert Bänteli. Die Annahme, dass eine Quellfassung im Mühlental die ganze Stadt mit Wasser versorgte, wurde widerlegt. Diese Leitung stamme nämlich aus dem späten 12. oder 13. Jahrhundert und sei in erster Linie für die Vorstadt gedacht gewesen. Auch heute noch werden die meisten Schaffhauser Brunnen von dieser Wasserfassung gespeist. «Diese Wasserzufuhr gilt noch als Notleitung, sollte in Schaffhausen ein ‹worst case scenario› eintreten», so Roger Brütsch, Geschäftsbereichsleiter Gas/Wasser der Städtischen Werke. Im historischen Pumpwerk der Städtischen Werke Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall wurde nun ein kleines Museum eingerichtet, welches sich der Wasserversorgung der Stadt Schaffhausen widmet. Von einer Nachbildung der historischen Ziegelrinne aus dem Mittelalter über Gussleitungen von Georg Fischer bis hin zu den neusten Rohrmaterialien kann so die fast tausendjährige Geschichte der Wasserversorgung verfolgt werden. Am kommenden Samstag besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Europäischen Tages des Denkmals das Museum zu besichtigen.

#Allgemeines

1. September 2009 | 1200 Flaschen erzürnen Heineken

Schaffhauser Nachrichten, Wirtschaft
sda

Zum Jahrestag der Übernahme des Luzerner Biers Eichhof durch Heineken hat der Engelberger Verein Keineken ein Bier lanciert – mit dem Namen Keineken. Dieser passte Heineken ganz und gar nicht: Der Bierriese liess sofort alle 1200 Flaschen beschlagnahmen. Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath: Keineken gegen Heineken. Noch bevor das neukreierte Bier am Samstag in Engelberg OW offiziell angezapft werden konnte, hatte die Polizei alle 80 Harassen konfisziert. Conrad Engler, Präsident des Vereins Keineken, bestätigte gestern entsprechende Medienberichte. Und zwar, weil Heineken am Freitag, kurz nachdem der Verein die Lancierung des neuen Biers via Medien angekündigt hatte, mit juristischen Mitteln reagierte. Ein renommierter Luzerner Anwalt forderte den Verein auf, das Markeneintragungsgesuch für ihr Bier zurückzuziehen. «Darauf stiegen wir nicht ein», so Engler.

**Verletzung des Markenrechts**
Wenige Stunden später tauchte die Polizei auf mit einer superprovisorischen Verfügung von Heineken international und Heineken Schweiz. Diese beinhaltete das Verwendungsverbot der Marke Keineken. Somit zog die Polizei alle vorhandenen 1200 Flaschen und die 100 mit Keineken beschrifteten Gläser ein. «Dieser Name ist eine Verletzung des Markenrechts», sagte Heineken-Sprecher Urs Knapp auf Anfrage. Und das Obwaldner Kantonsgericht habe diese Haltung von Heineken gestützt. «Für uns ist der Fall klar: Der Verein wird den Namen Keineken nicht mehr verwenden dürfen», sagte Knapp. Der Verein selbst gibt sich nicht so schnell geschlagen. Er will erst die Antwort des Eidgenössischen Instituts für geistiges Eigentum (IGE) abwarten. Er hat den Namen «Keineken» beim IGE am 18. August formell eingereicht. «Wir sehen das IGE als Schiedsgericht im Markenstreit», sagte Engler. Bei Keineken rechnet man sich grosse Chancen aus, diesen Streit zu gewinnen. Das Logo des Keineken-Biers sei unmöglich mit dem Heineken-Logo zu verwechseln. Es zeigt den Hausberg Hahnen, die Brunni-Sonne und zwei kämpferische Teufelshörner.

**Traum einer eigenen Brauerei**
Vorläufig nun, bis der Rechtsstreit beendet ist, wird der Verein auf den Verkauf des Biers verzichten. Nicht aber für immer. «Wir sind bereit, durch alle Instanzen zu gehen», sagte Engler. Denn nun wittert der Verein, dass sich der Name Keineken durch den grossen Medienrummel vergolden lässt. Ursprünglich nämlich war das Ziel der Initianten, ein eigenständiges Engelberger Klosterbräu zu realisieren. Das Keineken-Bier sollte nur den Startschuss geben für den «Spiessrutenlauf auf dem Weg zum neuen, eigenstän- digen Engelberger Klosterbräu mit Engelberger Quellwasser», sagt Engler. Bis 2012 wollen die Initianten sogar eine eigene Brauerei in Engelberg bauen.

#Allgemeines

28. August 2009 | Nach Unfall und Krankheit erfolgreich

Schaffhauser Nachrichten, Stadt Schaffhausen
Alfred Wüger

Die drei Maturanden, die am sonnigen Donnerstagnachmittag die Zeugnisse in Empfang nehmen durften, waren kurz vor der regulären Prüfung auf der Zielgeraden gegen ihren Willen gestoppt worden: Nicola Möckli hatte einen Motorradunfall, Niklaus Heiri und Jan Bernegger lagen mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber darnieder. Regierungsrätin und Erziehungsdirektorin Rosmarie Widmer Gysel, die nach den Begrüssungsworten von Rektor Urs Saxer und der musikalischen Einstimmung durch das Vokalensemble an das Rednerpult trat, sagte, diese Verzögerung sei über das ganze Leben betrachtet «wohl nicht entscheidend, aber dieser 27. August ist entscheidend». Sie ermunterte die drei jungen Männer dazu, aus einem Wissensgebiet eine persönliche Passion zu machen, «die Sie nicht mehr loslässt». Sie erinnerte aber auch daran, dass es Grenzen gebe, einerseits gesetzt durch die Ethik, anderseits durch die Unzulänglichkeit des eigenen Wissens. Die Person gehöre in eine «angemessene Relation» zum Ganzen. Nach dem Song «Some- where over the rainbow», intoniert vom Vokalensemble, übergab Urs Saxer dem Informatikstudenten Alain Illi, der 2006 an der Kanti die Matura erlangt hatte, das Wort. Mit dem Aristoteles-Zitat «Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen» eröffnete er einen Gedankenreigen, der das Papier des Maturazeugnisses nicht in den Himmel hob, aber auch nicht herabwürdigte. «Ohne ein Blatt Papier wäre die Wissenschaft nicht möglich», sagte er, denn die Zwischenstufen des Denkens müssten immer wieder festgehalten werden, sonst wäre die Fülle des Gedachten gar nicht bewältigbar. Alain Illi knüpfte an die epochale Weltbestzeit des Sprinters Usain Bolt an, fragte, ob diese dank einem Ausnahmetalent oder dank Doping zustande gekommen sei, und gab zu bedenken, dass in den USA bereits jeder Vierte der Studierenden Zuflucht zu Gehirndoping nehme, um dem Leistungsdruck standzuhalten. «Das Medikament Ritalin», sagte Illi, «erhöht die Konzentration, und auch in der Schweiz hat sich der Verbrauch von 2003 bis 2007 verdoppelt.» Das Leben werde dank der Vernetztheit immer komplexer, sagte Illi weiter, und ermahnte die drei Maturanden, «sauber zu bleiben». Dann war der grosse Moment gekommen, und der Rektor konnte Jan Bernegger, Nicola Möckli und Niklaus Heiri nach vorne bitten, um ihnen die Zeugnisse zu überreichen. Noch einmal formierte sich das Vokalensemble zu einer musikalischen Darbietung und rundete den Festakt ab, bevor die Aula sich leerte. Familien, Freunde und Lehrer gingen auf die von der Abendsonne beschienene Terrasse, wo zur Feier des Tages ein Apéro kredenzt wurde.

#Notizen zu Namen

20. August 2009 | Von Zapfenwirtschaften und Schenken

Schaffhauser Nachrichten, Klettgau / Reiat
Nina Pongracz

Im Beringer Ortsmuseum kann man seit Mittwoch eine Reise zu den Tavernen, Schenken und Wirtshäusern der Vergangenheit unternehmen. Die neue Ausstellung auf dem Dachboden des Schlosses Beringen heisst «Zapfenwirtschaften, Schenken und Tavernen – Beringer Gaststuben im Laufe der Zeit» und bietet Besuchern die Möglichkeit, in das örtliche Vergnügungsleben des 18., 19. und 20. Jahrhunderts einzutauchen. Die insgesamt 18 Wirtshäuser, die es in Beringen gegeben hat, werden alle mit der jeweiligen Hintergrundgeschichte vorgestellt. Hierbei wird so manches über die kulturelle und wirtschaftliche Vergangenheit Beringens klar. Bilder, alte Dokumente und Gegenstände der damaligen Wirtshäuser sind ausgestellt.

**Andere Zeiten, andere Sitten**
Hans Wäschle, Verwalter des Ortsmuseums Beringen, weiss, wie sich die verschiedenen Wirtshäuser früher unterschieden haben. «Man durfte damals zum Beispiel nur in Zapfenwirtschaften Alkohol konsumieren. In Tavernen konnte man stattdessen schlafen und essen.» Wäschle ist nach den vielen Recherchen für diese Ausstellung nun gewissermassen ein Experte, wenn es um die alten Gasthöfe Beringens geht. Er erklärte, dass es seit den ersten Tavernen im Dorf grosse Veränderungen gegeben habe. Früher hätten viele der Wirtshausbesitzer noch einen Zweitberuf ausgeübt, so waren die Wirtsleute oft auch Metzger, Bauern oder gar Anwälte. Oftmals hätten die Restaurants ihre Räumlichkeiten auch mit anderen Geschäften oder Zünften geteilt. So konnte beispielsweise oberhalb einer Taverne der Gemeinderat Sitzung halten, oder es bestand neben einer Schenke vielleicht gerade eine Bäckerei.

**Heute weniger Wirtshäuser**
Die Nachfrage in den Wirtshäusern sei damals oft zu gering gewesen, um zu überleben. Die Dorfleute arbeiteten tagsüber beispielsweise auf dem Feld oder in den Reben und konnten erst abends in die Wirtschaft. «Das Geschäft scheint sich für viele nicht rentiert zu haben. Dann mussten diese Wirtsleute oft ihre Gaststube schliessen und sich auf eine Nebentätigkeit spezialisieren» erklärte Wäschle. Jeweils am ersten und am letzten Sonntag des Monats kann man bis zum 21. Dezember im Beringer Ortsmuseum erfahren, wie sich das Leben in und um die dortigen Wirtslokale seit Anfang 1700 abgespielt hat, und danach vielleicht zur Erfrischung eines der heute noch bestehenden Wirtshäuser besuchen.

#Allgemeines

18. August 2009 | Absoluter Besucherrekord

Schaffhauser Nachrichten, Region
Claudia Härdi

Am Samstag spielte die 18-köpfige «Nostalgie Swingers Big Band» zum 7. Munotball auf. Die 1200 Sitzplätze auf der Munotzinne seien schon kurz nach acht Uhr restlos besetzt gewesen, erzählt Peter Uehlinger, Vizepräsident des Munotvereins. «Es war ein absoluter Besucherrekord. Wir hatten meines Wissens noch nie so viele Besucher.» Sie hätten zwar noch einige Gäste hereingelassen, solche, die die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben hätten, für sich irgendwo ein Plätzchen zu ergattern.

**Eine beschränkte Anzahl Plätze**
Doch insgesamt mussten rund fünfzig bis hundert Gäste, die sich auf einen gediegenen Tanzabend gefreut hatten, wieder enttäuscht von dannen ziehen. Denn aus Platz- und Sicherheitsgründen konnten bald keine Gäste mehr zugelassen werden. «Normalerweise hat es immer Plätze. Soweit mir bekannt ist, ist es noch nie vorgekommen, dass wir Gäste wegschicken mussten. Im allgemeinen hatten die Gäste grosses Verständnis für die durch den grossen Besucheransturm entstandenen Unannehmlichkeiten», erklärt Uehlinger. Munotwirt Jörg Götke und sein Team hätten an diesem Abend, von der traditionellen Bratwurst bis zu den Munotmenus, 800 Essen serviert. «Ein ausgezeichneter Einsatz», so der Vizepräsident des Munotvereins.

**Die Big Band ist sehr beliebt**
Begünstigt wurde diese hohe Besucheranzahl natürlich durch das anhaltende schöne Wetter. An diesem Wochenende konnte man mit Sicherheit sagen, dass der Samstag auch schön bleibt. Auch die «Nostalgie Swingers Big Band» ziehe immer viele Gäste an. «Sie sind eine sehr beliebte Band», betont Uehlinger. Zudem waren an diesem Abend rund 160 Gäste aus Verbindungen von nah und fern auf der Munotzinne anzutreffen. Denn der Kantonsschulverein lädt jedes Jahr Verbindungen ein, um einen Sommerabend gemeinsam tanzend und speisend auf dem Munot zu verbringen. Drittens: «Der zweitletzte Munotball der Saison ist erfahrungsgemäss einer der beliebtesten. Das war auch in den vorhergehenden Jahren so», sagt Uehlinger. Denn der zweitletzte Ball verspricht immerhin noch ein letztes offenes Datum, um den Tanz zu verschieben.

**Der letzte Munotball der Saison**
Der Munotverein hofft nun, auch am nächsten Samstag, an dem der 8. Munotball stattfinden wird, mit schönem Wetter rechnen zu dürfen. Wer sich an diesem letzten Munotball sicher einen Platz ergattern will, dem ist es zu empfehlen, früh genug – das heisst zwischen 19.00 und 19.30 Uhr – auf den Munot zu kommen.

#Aktivitas

14. August 2009 | Protokolle «Rund ums Bier» und «Maibesenbummel»

Die Protokolle der Anlässe am 9.5.2009 «Rund ums Bier» und am 16.5.2009 «Maibesenbummel» wurden nun onlinegestellt. Da sie ein weilchen zurückliegen, erscheinen sie nicht mehr auf der Homeseite, desshalb einfach wie folgt…

[Protokoll 9.5.2009 «Rund ums Bier»](https://www.scaphusia.ch/anlaesse/protokollierte-anlaesse/2009/05/09/rund-ums-bier/#protokoll)

[Protokoll 16.5.2009 «Maibesenbummel»](https://www.scaphusia.ch/anlaesse/protokollierte-anlaesse/2009/05/16/maibesenbummel/#protokoll)

#Allgemeines

14. August 2009 | Die Neuburg wird restauriert

Schaffhauser Nachrichten, Stein / Diessenhofen
(r.)

Auf der oft besuchten Ruine Neuburg oberhalb Mammern wird für einige Wochen restauriert. Die Ruine der im 13. Jahrhundert erbauten Neuburg wurde von 2001 bis 2003 bereits umfangreichen Restaurierungen unterzogen. Die im August 2009 angelaufenen Arbeiten konzentrieren sich auf Bereiche, die stark von Erosion betroffen sind und sich nicht mit Förderung von Pflanzenbewuchs sichern lassen. Die Arbeiten werden von der Firma Schenkel unter Aufsicht des Amtes für Archäologie des Kantons Thurgau durchgeführt. Die anfallenden Kosten werden von Bund, Kanton und Gemeinde Mammern getragen.

#Allgemeines

11. August 2009 | Computersprache wird ab 2014 unterrichtet

Schaffhauser Nachrichten, Region
Erwin Künzi

Beim gestrigen Start des Schuljahrs 2009/2010 zählte in der Schweiz in rund 50 Gymnasien Informatik als Ergänzungsfach zum schulischen Angebot. In diesem Fach geht es nicht um den Umgang mit dem Computer, sondern um die Grundlagen der Informatik, vor allem um das Programmieren. Diese Grundlagen werden zurzeit an der Kantonsschule nicht in einem eigenen Fach vermittelt. Der Start ist erst für das Schuljahr 2014/2015 vorgesehen. Das hat Gründe, wie Rektor Urs Saxer gegenüber den SN erklärte.
Aktuell bietet die Kantonsschule Schaffhausen das Freifach Informatik an. Im Einführungsjahr wurde dieses Freifach von Juraj Hromkovic erteilt. Hromkovic ist Dozent an der ETH Zürich und Autor des Lehrbuchs «Informatik. Vorkurs Programmieren, Geschichte und Begriffsbildung, Automatenentwurf». «Dass Juraj Hromkovic in Schaffhausen unterrichtete, wirkte sich für die Kantonsschule sehr positiv aus», sagte Saxer. Heute wird das Freifach, das wöchentlich zwei Lektionen umfasst und ein Jahr dauert, von einem Kantonsschullehrer unterrichtet. Besucht wird dieser einjährige Kurs nur gerade von zwölf Schülerinnen und Schülern, was Urs Saxer wie folgt erklärt: «Da der Druck der Hauptfächer steigt, gehen die Teilnehmerzahlen der Freifächer ganz allgemein zurück.»

**Nachdiplomstudium in Zürich**
Informatik als Ergänzungsfach, anspruchsvoller und mit mehr Stoff, ist jeweils mit drei Lektionen pro Woche dotiert; unterrichtet wird es im vorletzten und im letzten Schuljahr. Um eine genügend hohe Qualität des Unterrichts garantieren zu können, absolviert zurzeit Raphael Riederer an der Universität Zürich ein zweijähriges Nachdiplomstudium zum Thema «Informatik an Gymnasien». Riederer, der an der Kantonsschule Biologie und Informatik unterrichtet und der Fachschaft Informatik vorsteht, hat wegen des Studiums sein Pensum an der Kantonsschule um 20 Prozent reduziert; in einem Jahr wird er sein Diplom erhalten. Seine Ausbildung wird von der Hasler-Stiftung im Rahmen des Förderprogramms «Fit für IT» finanziell unterstützt.

**Neue Stundentafel**
Hat Riederer sein Diplom, könnte das Ergänzungsfach Informatik eigentlich starten, doch da gibt es ein zusätzliches Problem. Wird das Fach ins Angebot aufgenommen, muss die Stundentafel der Kantonsschule geändert werden. Diese Änderung ist aber ohnehin nötig, wie Urs Saxer erklärte: «Bald werden Schülerinnen und Schüler zu uns kommen, die bereits ab der 3. Klasse Englisch hatten. Da müssen wir die Stundentafel anpassen.» Zudem gibt es weitere Fächer, die um die begrenzte Zahl der Lektionen, die zur Verfügung stehen, kämpfen. Auch muss abgeklärt werden, wer welche Fächer unterrichtet. «Da sind ausgiebige Diskussionen innerhalb der Schule nötig, denn die Lehrkräfte der angestammten Fächer werden sich für ihre Bereiche einsetzen.» Damit diese Diskussion gründlich geführt und mit einem Resultat, hinter dem die ganze Schule stehen kann, abgeschlossen werden kann, will sich Saxer dafür Zeit lassen: «Wir haben dafür die nächsten zwei Jahre vorgesehen.»

**Entscheid beim Erziehungsrat**
Die neue Stundentafel der Kantonsschule, dann mit dem Ergänzungsfach Informatik, muss dem Erziehungsrat vorgelegt werden, was im Jahr 2012 der Fall sein wird. Gibt dieser seinen Segen dazu, was spätestens 2013 geschehen soll, würde allenfalls bei der Aufnahmeprüfung 2014 bereits das Fach Englisch geprüft. Das Ergänzungsfach Informatik würde mit der Einführung der neuen Stundentafel ab dem Schuljahr 2014/2015 angeboten werden.

#Notizen zu Namen

4. August 2009 | Neues zu Namen – Yves Keller

Schaffhauser Bock

Um die Weihnachtsaktion 2008 von Radio Munot anzukurbeln, ging Moderator Yves Keller mit den Hörern eine Wette ein. Diese hat er verloren. So ist Keller verpflichtet, am 12. September 2009 zwölf Stunden lang durch den Kanton Schaffhausen zu rennen. Bei der Vorbereitung helfen ihm Mélanie Paulie, Fitnesscoach und ehemalige VC-Kanti-Spielerin, sowie Ernährungsberaterin Brigitt Gächter und der Arzt Jean-Jacques Fasnacht. Der Start erfolgt in Stein am Rhein, der Startschuss wird durch den dortigen Stadtpräsidenten Franz Hostettmann erfolgen

#Allgemeines

4. August 2009 | Kochen mit Bier: Gerstensaft erobert die Küche

Coopzeitung, Essen und Trinken
Bettina Ullmann

Koch und Buchautor Stefan Schüller trinkt gerne Bier. «Klar, ich bin Rheinländer und mit Bier gross geworden.» Die Idee zu seinem Bier-Kochbuch stammt trotzdem nicht von ihm selbst. Es sei eine Schnapsidee seines Fotografen Marco Pellanda gewesen, erzählt der Koch, der mit 13 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet ist. Heute liegt ein wunderschön fotografierter Band mit über 80 Rezepten aus allen Sparten der Menükarte vor. Es ist ein breites Spektrum an Rezepten, das dokumentiert wird und das das Bier in die Liga der gehobenen Küche hievt. Aber nicht nur das macht diese Neuerscheinung zu einer Besonderheit.
In jedem seiner kreativen Rezepte verwendet Schüller ein anderes Bier, und alle kommen aus der Schweiz! «Ich habe noch nie so viel tolles, individuelles Bier getrunken wie hier. Die Schweizer Biere sind wahnsinnig gut», schwärmt er.

**Kochen mit Bier sei gar nicht schwer**
«Man muss es einfach mal machen!» Im Buch ist für jeden Schwierigkeitsgrad etwas dabei. Wenn «Schülli» Lust auf ein dunkles Bier hat, dann kocht er eben mit dunklem Bier. «Balsamico-Essig und dunkles Bier ist eine sehr gute Kombination. Wegen der Farbe und des Geschmacks. In dunklem Bier ist mehr Restsüsse enthalten als in hellem.» Und wenn er seinen Artischocken-, Zucchini- oder Fencheltag hat, nimmt er einfach ein helles Bier dazu. «Die Konstellation Artischocke und Bier ist der Hammer!», wie es der deutsche Koch und Inhaber des Zürcher Szenerestaurants «Oscar» formuliert. Für die Biergrissinis hätte es auch nicht einmal unbedingt das helle Maisgold Spezialbier von der Brauerei Rosengarten in Einsiedeln sein müssen. Aber auch wenn hier immer mit Bier gekocht wird, egal ist andererseits gar nichts. «Kochen mit Bier ist nicht ‹Ich lasse mal den Weisswein weg›», weiss «Schülli». Mit Wein bekommt man eine gewisse Lieblichkeit ins Gericht, «wenn ich einfach nur Bier ins Essen schütte, habe ich eventuell schnell einmal eine bittere Suppe in meinem Topf. Und einfach nur warmes Bier will ja niemand.»
Die Lieblichkeit eines Biergerichtes erreicht man am besten, wenn man den Gerstensaft vorab mit Zucker zu einem Karamell verarbeitet.

**Das Geschmackserlebnis eines Biergerichts sei nicht**
«Oh, das schmeckt ja nach Bier!», sondern es ginge um die Geschmacknuancen im Abgang. Bei den wenigsten Rezepten sei Bier der geschmackliche «Knaller». Doch auch diese Aussage kann Schüller gerade selbst widerlegen: «Es sei denn, man macht ein Bier-Granité oder Bier-Glace. Da steht der Biergeschmack eindeutig im Vordergrund. Man muss halt wissen, was man will.»


**Das Buch: Kochen mit Bier**

Bier ist eines der ältesten Getränke der Menschheit und liegt heute mehr denn je im Trend. Dass Bier mehr ist als ein Durstlöscher, zeigt Stefan Schüller in seinem neuen Buch. Der kreative Spitzenkoch aus Zürich lotet die Möglichkeiten von Bier in der feinen Küche aus und führt uns in über 80 Rezepten zu ganz neuen Geschmackserlebnissen. Schüller kombiniert sie mit 80 verschiedenen Schweizer Bierspezialitäten, die ausschliesslich in Schweizer Klein- und Mittelbrauereien gebraut werden! Fotograf Marco Pellanda hat alle Rezepte hervorragend ins Bild gesetzt.

Spezialangebot für Leserinnen und Leser der Coopzeitung, gültig bis zum 28. September 2009: Stefan Schüller, Marco Pellanda: «Schweizer Bier Kochbuch», AT Verlag. 59 statt 79 Franken. Bestellen Sie unter:





Website Coopzeitung Nr. 32. vom 4. August 2009

#Allgemeines

30. Juli 2009 | Geschichte neu erlebbar gemacht

Schaffhauser Nachrichten, Inland
Eveline Rutz

Das Landesmuseum Zürich verfügt über einen immensen Fundus. Zurzeit sind es rund 820 000 Objekte; aus Schenkungen und Ankäufen kommen laufend neue hinzu. Auf 2400 Quadratmetern Fläche wird nun ein Bruchteil davon neu inszeniert. Entsprechend herausfordernd waren deren Auswahl und Präsentation.
Rund 850 Objekte geben in der neuen Dauerausstellung «Galerie Sammlungen» einen Einblick in die wertvolle Bestände. Dicht reihen sie sich aneinander und machen so stilistische, formale und technische Entwicklungen innerhalb einer Gattung deutlich. Gezeigt werden vor allem kunsthandwerkliche Erzeugnisse, wie etwa die Möbelstücke im ersten Raum im Erdgeschoss. Der historische Rückblick beginnt bei einer Truhe aus dem 14. Jahrhundert, reicht von einer repräsentativen Kommode (1740) über einen einfachen Gartenstuhl (1939) bis hin zum industriell gefertigten Serviertrolley der Swissair. «Wir wollen einen Querschnitt zeigen», sagt Kuratorin Christine Keller. Nach demselben Prinzip sind Keramik-, Gold- und Glasarbeiten, aber auch Fotografien, Glasmalereien, Altäre, Textilien und Schuhe ausgestellt. Einzelexponate wie ein kostbares Fussreliquiar aus dem Basler Münsterschatz (1450) oder der berühmte St. Galler Globus (1594) setzen sich davon ab.

**Wissen spielerisch vermittelt**
Rund 1000 Zeitzeugnisse bilden die Grundlage der zweiten neuen Dauerausstellung «Geschichte Schweiz». Sie gehen bis auf die Steinzeit zurück und sind in folgende vier Themenbereiche geordnet: «Niemand war schon immer da» (Migrationsgeschichte), «Glaube, Fleiss und Ordnung» (Religionsgeschichte), «Durch Konflikt zur Konkordanz» (Politikgeschichte) und «Die Schweiz wird im Ausland reich» (Wirtschaftsgeschichte). Die thematische Gliederung erleichtert die Besucherführung und schafft spannende Bezüge zur Gegenwart. Zahlreiche Medienstationen ermöglichen einen spielerischen Zugang zu den Informationen. Der Betrachter kann sich beispielsweise einem Einbürgerungstest unterziehen oder über ein Memory an Informationen gelangen. In der Sammlung werden etwa die symbolträchtigen Motive eines Bildteppichs aus dem Jahre 1480 Schritt für Schritt erklärt und einzeln beleuchtet. Der Betrachter erfährt so einiges mehr, als er zu lesen bereit gewesen wäre.

**Jeder Raum eine eigene Welt**
Bereichert wird das Ausstellungserlebnis zudem durch die atmosphärische Präsentation. Jeder Raum entfaltet einen eigenen auf die Exponate abgestimmten Ausdruck. In Violett und Gold gehalten ist etwa jener Saal, der sich der Religionsgeschichte widmet. Die Fenster sind mit farbigen Papierstreifen abgedeckt und schaffen so eine sakrale Stimmung. «Wir zeigen eine Sicht von heute», sagt Tristan Kobler vom Zürcher Büro Holzer Kobler Architekturen. Die Kulissen versuchen nicht den Stil des 1898 erbauten Gebäudes zu imitieren, sondern lehnen sich mit einer modernen Sprache daran an. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten haben vier Jahre gedauert und rund 50 Millionen Franken gekostet. Neben der Statik wurden die klimatischen Bedingungen und der Brandschutz verbessert. Die Sanierung ist Teil eines Gesamtprojektes, das 2016 abgeschlossen werden soll.

Siehe Anlässe; Geschichte der Schweiz; Führung durch das Landesmuseum; Samstag, 22. August 2009

#Notizen zu Namen

30. Juli 2009 | 3 Fragen an: E Roland E. Hofer, Staatsarchivar

Schaffhauser Nachrichten, Schaffhausen / Neuhausen
(lpa)

**1 Seit wann feiert die Schweiz den 1. August?**

Der 1. August wurde 1891 zum erstenmal gefeiert, seit 1899 wird er als Schweizer Bundesfeiertag jährlich wiederholt. Der Bundesstaat Schweiz wurde 1848 gegründet, die Idee eines gemeinsamen Feiertages kam aber erst mit der zunehmenden Bedeutung der Nationalstaaten in Europa auf.

**2 Warum wird am 1. August gefeiert?**

Das Datum wird aus dem Bundesbrief abgeleitet, der Gründungsurkunde der Eidgenossenschaft. Diese ist allerdings nur auf den Beginn des Augusts 1291 datiert, der 1. August ist also eine nachträgliche Festlegung. Die Verbindung zum Rütlischwur ist auch am Brauch der Höhenfeuer ersichtlich: Die Feuer sollen die Eidgenossen zum Burgenbruch aufgerufen haben.

**3 Gibt es historisch betrachtet eine Besonderheit an den Bundesfeiern in Schaffhausen?**

Da gilt es wohl, die seit 1920 jährlich zum 1. August stattfindende Rheinfallbeleuchtung zu erwähnen. Dieses Jahr ist es das erstemal, dass die Rheinfallbeleuchtung verschoben, erst am 22. August, stattfindet.

#Allgemeines

25. Juli 2009 | Schweizer konsumieren rund 8,7 Liter reinen Alkohols pro Jahr

Schaffhauser Nachrichten, Frontseite
(sda)

Insgesamt sank der Alkoholkonsum im vergangenen Jahr um einen Deziliter reinen Alkohols pro Kopf auf total 8,7 Liter. Getrunken wird in der Schweiz wacker: Auf 58 Liter Bier pro Kopf kommt die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV), wie sie gestern mitteilte. Das sind 0,6 Liter Bier mehr als noch 2007. Immer weniger gefragt ist Wein. Pro Kopf der Bevölkerung wurde 2008 eine Flasche weniger getrunken – insgesamt aber noch 38,6 Liter. Stabil blieb der Konsum von hartem Alkohol über 40 Volumenprozent: Vier Liter Spirituosen werden davon pro Kopf gekippt.
Gesamthaft wurden 2008 123 704 Hektoliter reiner Alkohol zu 100 Volumenprozent getrunken, 2,8 Prozent mehr als noch im Jahr 2007. Die EAV führt dies auf die wachsende Bevölkerungszahl zurück.

**Mehr Whisky seit 1999**
Dennoch ist der Gesamtkonsum an alkoholischen Getränken in den vergangenen zehn Jahren um einen halben Liter reinen Alkohols gesunken. Hingegen stieg der Pro-Kopf-Konsum von hartem Alkohol seit 1999 um 0,4 Liter. Grund dafür ist der 1999 eingeführte Einheitssteuersatz für Spirituosen. Dadurch wurden beliebte ausländische Alkoholika wie Whisky, Gin oder Wodka teilweise massiv günstiger. Das beeinflusste die Alkoholproduktion in der Schweiz. Noch vor zehn Jahren betrug die einheimische Spirituosenproduktion 50 Prozent des Marktes. Heute sind es noch 15 Prozent. Deshalb sind seit 1960 mehr als acht Millionen Hochstammbäume verschwunden.

**Schweizer Hersteller ziehen nach**
Seit dem Jahr 1999 ist es Schweizer Spirituosenproduzenten zudem erlaubt, aus stärkehaltigen Rohstoffen wie Getreide oder Kartoffeln Spirituosen herzustellen. Seither erteilt die EAV immer mehr Konzessionen zur inländischen Whiskyproduktion. Im Jahr 2008 versuchten bereits ein Dutzend Spirituosenhersteller, sich mit innovativen Produkten gegen die ausländische Whiskydominanz zu behaupten.

#Allgemeines

24. Juli 2009 | Warum der Anteil der Erfolgreichen sich kaum ändert

Schaffhauser Nachrichten, Region
Erwin Künzi

Gibt es für Aufnahmeprüfungen in Kantonsschulen und Gymnasien eine im voraus festgelegte Quote, wie viele der Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen werden? Diese Frage hat kürzlich im Kanton Zürich zu heftigen Diskussionen geführt. Im Kanton Schaffhausen gibt es, so erklärte Raphaël Rohner, Sekretär des Erziehungsdepartements, «für die Aufnahmeprüfung an die Kantonsschule keine Quote». Diese Aussage ist richtig, trotzdem gibt es Mechanismen, die sichergestellt haben, dass das Verhältnis von erfolgreichen und abgewiesenen Prüflingen über die Jahre mehr oder weniger gleich geblieben ist. Das Zauberwort heisst «vernünftiger Notendurchschnitt».
Doch schauen wir uns einmal an, wie eine Aufnahmeprüfung in die Kantonsschule abläuft. Geprüft werden die Fächer Deutsch, Französisch, Latein und Mathematik. Im Vorfeld setzen sich Teams aus den Fachschaften, deren Fächer geprüft werden, zusammen und erstellen gemeinsam die Prüfungsaufgaben. Dabei halten sie sich an die Broschüre «Prüfungsstoff 1. Klasse, Maturitätsschule und Fachmittelschule», die im Januar 2008 zum letztenmal überarbeitet wurde. Nach dieser Broschüre richten auch die Sekundarlehrkräfte ihren Unterricht aus, denn diese zeigt ihnen, was ihre Schülerinnen und Schüler an der Prüfung beherrschen müssen. Stehen die Prüfungsaufgaben fest, werden diese mit den Sekundarlehrpersonen der entsprechenden Fächer besprochen und allenfalls angepasst. Die Kantonsschullehrer legen anschliessend für jedes Fach fest, wie im einzelnen korrigiert wird.
Während der Prüfung selber werden bereits erste Arbeiten provisorisch durchgesehen, um allfällige Probleme aufzuspüren. Die Fachschaft entscheidet, wie diese behandelt werden, damit nachher alle Lehrkräfte nach dem gleichen Massstab korrigieren. Diese Korrektur erfolgt zu Hause, nach dem von der Fachschaft im voraus festgelegten Korrektur- und Bewertungsschema. Nachher schaut jede Fachschaft die Punktedurchschnitte der einzelnen Prüfungsarbeiten an und legt eine Notenskala fest, wobei der «vernünftige Durchschnitt» angestrebt wird. Aufgrund dieser Skala benoten die einzelnen Lehrkräfte die Arbeiten. Diese Noten werden pro Fach und pro Schüler an das Sekretariat der Kantonsschule gemeldet, was einen ersten Überblick darüber ergibt, wer bestanden hat und wer nicht.
Die Schulleitung beurteilt diese Resultate nicht zuletzt nach der Frage, ob der Anteil der Durchgefallenen in etwa demjenigen der letzten Jahre entspricht. Aber, so betonte Kanti-Administrator Thomas Gramm, «das wird nicht getan im Hinblick auf eine bestimmte Zahl, die aufgenommen werden soll, sondern nur darauf, wie das Verhältnis Erfolg/Misserfolg aussieht». Daher ist die Aufnahmequote immer wieder in etwa gleich – sie schwankt um die 60 Prozent –, obwohl die Zahl der aufgenommenen Schülerinnen und Schüler differieren kann.
In der nächsten Runde besprechen die Lehrkräfte aller Prüfungsfächer die sogenannten Grenzfälle, die die nötigen zwölf Punkte knapp verfehlt haben, stellen fest, ob jemand unter Abrundungspech gelitten hat, und einigen sich je nach Fall über eine allfällige Notenkorrektur. Wirklich vollzogen wird diese aber erst an der Notenkonferenz. Dort wird bei Grenzfällen entschieden, ob die Prüfung bestanden wurde oder nicht. Handelt es sich um Prüflinge, die von ihrem Sekundarlehrer für die Aufnahme empfohlen wurden, kann dieser ein gutes Wort für seinen Schützling einlegen. Zum Schluss stimmen die prüfenden Lehrkräfte über die Aufnahme ab. «Schon deshalb kann es keine Quote geben, denn diese Abstimmungen lassen sich nicht steuern», so Gramm. Pro Jahr nehmen rund 350 Jugendliche an der Prüfung teil, zwischen 200 und 250 sind jeweils erfolgreich.

#Notizen zu Namen

21. Juli 2009 | Marcel Montanari rutscht als Einwohnerrat nach

Schaffhauser Nachrichten, Klettgau / Reiat

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis vom Rücktritt von Urs Kurz, FDP, als Einwohnerrat per 31. Juli 2009 unter bester Verdankung der geleisteten Dienste. Gemäss Proporzwahlverordnung rückt Marcel Montanari, Thayngen, als Mitglied der FDP im Einwohnerrat für die restliche Amtsdauer von 2009 bis 2012 nach. Die Inpflichtnahme durch den Gemeindepräsidenten findet vor der Einwohnerratssitzung vom 20. August 2009 statt.

#Allgemeines

7. Juli 2009 | «Und gehen Sie nicht den Weg des geringsten Widerstandes!»

Schaffhauser Bock
Stéphanie Stamm

Am letzten Donnerstagabend war es wieder einmal soweit: Die Kantonsschule Schaffhausen feierte an der Maturfeier ihren erfolgreichen Jahrgang 2005/2009. Der Rektor Urs Saxer konnte rund 150 Maturandinnen und Maturanden deren lang ersehntes Maturzeugnis aushändigen, währenddessen drei Schüler das letzte Schuljahr noch einmal wiederholen müssen. Darüber hinaus werden drei weitere Viertklässler, die krankheitshalber oder verletzt nicht an den regulären Prüfungen im Juni teilnehmen konnten, diese im August nachholen.
Nach einer schönen Darbietung des Kammerchors der Kantonsschule unter der Leitung von Ulrich Waldvogel Herzig, überbrachte die amtierende Regierungspräsidentin Rosmarie Widmer Gysel ihre Glückwünsche und appellierte sodann: «Gehen Sie nicht den Weg des gerinsten Widerstandes!» Widmer Gysel war denn auch nicht die Einzige, die ihre Worte an die Schulabgänger richtete. Die diesjährige Maturrede hielt Florian Hotz, der vor genau zehn Jahren seine Matur in Schaffhausen machte und in diesen Tagen seine Dissertation an der HSG beendet. Sichtlich vergnügt unterhielt er sich am anschliessenden Apero mit seinen Parteikollegen Res Hauser und Fabian Käslin. Dort freute sich auch Celestine Dünner, die an der ETH ein Studium beginnen wird, über ihre bemerkenswerte Leistung: Sie wurde mit dem Anerkennungspreis der Verbindung Munot für die beste Maturprüfung 2009 ausgezeichnet, was ihr viel Lob und 1000 Franken einbrachte. Ebenso vergnügt waren Vanessa Glauser, Severin Knecht und Robin Zürcher. Während Knecht und Zürcher eine zweisprachige Matur (deutsch-französisch) machten, weist Glauser, dank englischem Immersionsunterricht, sogar einen dreisprachigen Abschluss auf. Auch Silvan Burger – er wird ein Zwischenjahr mit einem England- und dem obligaten Militäraufenthalt machen – musste sich von seiner Schule verabschieden, derweil seiner Schwester Yvonne Burger noch zwei ereignisreiche Jahre bevorstehen. Nicht nur Waldvogel Herzigs Kammerchor war für die musikalische Unterhaltung der Feier zuständig, sondern auch ein Flötenensemble, eine Jazz Band, das Vokalensemble sowie der singende Englischlehrer Patrick Stoll, der zusammen mit Flavia Zucca und Martin Gisler das selbstkomponierte Stück «Handle With Care» präsentierte. Zum Schluss wurde, wie jedes Jahr, das traditionelle Studentenlied «Gaudeamus igitur» gesungen – es lebe die Jugend, es leben die Professoren!

#Allgemeines

3. Juli 2009 | «Geniesst die Zeit, und macht etwas draus»

Schaffhauser Nachrichten
Jan Hudec

So entspannt die Maturandinnen und Maturanden in den Bänken sassen, im Wissen darum, dass sie ihre Prüfung erfolgreich hinter sich gebracht haben, so angespannt waren ihre Eltern und Angehörigen vor Erwartungsfreude und Stolz auf die Absolventen. So waren es denn auch die Eltern, denen an der gestrigen Maturfeier in der Kirche St. Johann die erste Gratulation von Kantonsschulrektor Urs Saxer galt: «Goethe hat einmal gesagt: ‹Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.› Ich möchte Ihnen für die Wurzeln danken, die Sie Ihren Kindern in den letzten vier Jahren gegeben haben.»

Bildungsdirektorin Rosmarie Widmer Gysel gratulierte sodann den Maturanden für ihre Leistung: «Sie haben jetzt einen Leistungsausweis in der Tasche, der Ihnen den Zutritt zur Welt der akademischen Berufe verschafft.» Dies sei ein grosses Privileg, das zugleich auch mit einer grossen Verantwortung verbunden sei. «Sie sind es, die dereinst darüber entscheiden, welche Risiken unsere Gesellschaft eingeht, und wie diese Risiken eingedämmt werden.» Die Maturrede hielt Florian Hotz. Er hat die Kantonsschule Schaffhausen 1999 abgeschlossen, in St. Gallen ein Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie der Rechtswissenschaften abgeschlossen und beendet in diesen Tagen seine Dissertation. In Schaffhausen kennt man ihn zudem als Kantonsrat. «Die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, die ihr nun mit eurem Abschluss habt, sind enorm», sprach Hotz zu den Absolventen. Selbstverwirklichung alleine reiche aber nicht aus, «ihr müsst die Gesellschaft weiterentwickeln, ihr seid bereit dazu». Dazu sei es nötig, die eigenen Talente zu nutzen und die Chancen wahrzunehmen, die sich entlang des Weges anbieten würden. «Geniesst die Zeit, und macht etwas draus», appellierte Hotz an die Maturanden. Endlich war es dann so weit, die Maturzeugnisse wurden unter lautem Jubel der Anwesenden an die erfolgreichen Prüflinge überreicht. 150 haben die Prüfung bestanden, drei dürfen sich im nächsten Jahr noch einmal an den Abschluss wagen. Umrahmt und unterbrochen wurde die Zeugnisübergabe von gelungenen Musikeinlagen der Schüler. Für besonders viel Stimmung sorgte «Bohemian Rhapsody» in der Version des Kammerchors der Kantonsschule. Schliesslich verlieh die Verbindung Munot einen Anerkennungspreis für die beste Maturprüfung an Celestine Dünner. «Leider muss ich mit diesem Preis 149 Maturanden enttäuschen», sagte Stiftungsratspräsident Richard Ronner. Den Preis nicht zu erhalten sei aber kein Grund, traurig zu sein, «schliesslich gibt es noch andere Preise; vor allem besser dotierte», scherzte Ronner. Überhaupt seien Preise aber nicht alles. «Leben Sie so, dass auch andere etwas davon haben, so dass Sie sich selbst jeden Morgen im Spiegel ansehen können.» Ein durchaus guter Ratschlag, so zu leben, dass man sich jeden Morgen im Spiegel anschauen kann. Eine Ausnahme sei den Maturanden indessen gewährt: der heutige Morgen. Denn die Maturfeier dürfte sich zumindest für einige noch bis in die frühen Morgenstunden hingezogen haben.


**Profil M musisch/sprachlich**

Florine Bachmann, Neuhausen, beabsichtigte Ausbildung: Auslandaufenthalt; Tino Bächtold, Neunkirch, Auslandaufenthalt; Stefan Behrbohm, Schaffhausen, Musikwissenschaft; Nikolina Buzar, Schaffhausen, Praxis; Michelle Cohen, Schaffhausen, Geschichte; Anamarija Custic, Schaffhausen, Praxis; Natascia D’Anna, Neuhausen, Internationale Beziehungen; Linda Dreyer, Hemishofen, noch nicht entschieden; Aleksandar Dronjak, Wilchingen, Auslandaufenthalt; Sybille Egger, Schaffhausen, noch nicht entschieden; Karin Egli, Thayngen, Praxis; Janine Eisele, Thayngen, Physiotherapeutin; Barbara Erb, Löhningen, Praxis; David Freitag, Neunkirch, Film; Monika Führer, Neuhausen, Auslandaufenthalt; Lea Funke, Schaffhausen, Unterricht (alle Stufen); Patricia Götschi, Schaffhausen, Tourismus; Lisa Gretener, Schaffhausen, Pädagogische Hochschule; Jeremias Happle, Schaffhausen, noch nicht entschieden; Lisa Hatt, Wilchingen, Praxis; Michèle Hediger, Schaffhausen, noch nicht entschieden; Lisa Köllner, Neuhausen, Kunstgeschichte; Nina Landolt, Rüdlingen, Auslandaufenthalt; Simona Lerch, Schaffhausen, Publizistik; Katja Leu, Neunkirch, Publizistik; Simone Leuenberger, Schaffhausen, Pädagogische Hochschule; Galina Litman, Neuhausen, Biologie; Anna Locher, Diessenhofen, Praxis; Noemi Locher, Schaffhausen, Auslandaufenthalt; Viola Malaguti, Schaffhausen, Wirtschaftswissenschaften; Samira Marty, Gächlingen, Ethnologie und Volkskunde; Anina Meister, Schaffhausen, Pädagogische Hochschule; Stefan Merki, Schleitheim, Praxis; Simone Messerli, Neuhausen, Gestaltung; Rhea Michas, Schaffhausen, Psychologie; Mina Monsef, Schaffhausen, Gestaltung; Nicolas Müller, Schaffhausen, Maschinen-/Elektrotechnik; Daniela Nunes, Schaffhausen, Sprachen; Patrick Oberholzer, Neunkirch, noch nicht entschieden; Philippe Oechslin, Schaffhausen, Praxis; Johannes Ott, Buch, Auslandaufenthalt; Sarah Pfrommer, Schaffhausen, Humanmedizin; Regula Popp, Lohn, noch nicht entschieden; Ricarda Quell, Schaffhausen, Publizistik; Stefan Rüegger, Schaffhausen, Politologie; Sonja Rütimann, Basadingen, Rechtswissenschaften; Livia Sandri, Büttenhardt, Kunstgeschichte; Selina Sauter, Schaffhausen, Publizistik; Sarah Schneider, Stein am Rhein, Auslandaufenthalt; Iris Schnurrenberger, Schaffhausen, Psychologie; Marie-Claire Schug, Schaffhausen, Humanmedizin; Patrik Simmler, Schaffhausen, Bewegungswissenschaften/Sport; Melinda Stamm, Neuhausen, Soziologie; Michelle Steinemann, Schaffhausen Psychologie; Mailyn Stolz, Stein am Rhein, Auslandaufenthalt; Tolga Toksöz, Neuhausen, Praxis; Ramona Traber, Thayngen, Auslandaufenthalt; Philip Vlahos, Trasadingen, Psychologie; Linda von Burg, Lohn, noch nicht entschieden; Larissa von Kleist, Schaffhausen, Medien-/Kommunikationswissenschaften; Samuel Vonäsch, Schaffhausen, Kunst; Andrina Wanner, Wilchingen, Kunst; Vanessa Wildberger, Neunkirch, Praxis; Melanie Zebic, Schaffhausen, Wirtschaftswissenschaften; Robin Zürcher, Schaffhausen, Publizistik.

**Profil N naturwissenschaftlich/mathematisch**

Fabio Ackeret, Schaffhausen, beabsichtigte Ausbildung: Wirtschaftswissenschaften; Kevin Akeret, Neunkirch, Humanmedizin; Laura Bächtold, Schleitheim, Praxis; Matthias Bloch, Schaffhausen, Architektur; Gino Brunner, Schaffhausen, Elektrotechnik; Manuel Distel, Flurlingen, noch nicht entschieden; Celestine Dünner, Schaffhausen, Elektrotechnik; Daniel Enderli, Oberhallau, Pädagogische Hochschule; Lukas Fendt, Thayngen, Umweltwissenschaften; Sibylle Fischbacher, Schaffhausen, Humanmedizin; Roger Frei, Feuerthalen, noch nicht entschieden; Lukas Freitag, Neunkirch, Geschichte; Moritz Graule, Schaffhausen, Maschinenbau; Simon Greuter, Schaffhausen, Informatik; Moritz Häberli, Trasadingen, Maschinenbau; Michael Hächler, Beringen, Chemie; David Häggi, Schaffhausen, Architektur/Bauwesen; Andreas Haller, Flurlingen, Wirtschaftswissenschaften; Nico Haltiner, Flurlingen, Wirtschaftswissenschaften; Zoe Heiduschke, Schaffhausen, Rechtswissenschaften; Katharina Hiltebrand, Neuhausen, Geomatik und Planung; David Hintermann, Hallau, Informationstechnologie/Informatik; Patrick Hoyer, Merishausen, Humanmedizin; Lea Im Obersteg, Schaffhausen, Medien-/Kommunikationswissenschaften; Marko Katana, Schaffhausen, Psychologie; Severin Klauser, Feuerthalen, Auslandaufenthalt; Severin Knecht, Schaffhausen, Architektur; Melanie Knuchel, Neuhausen, Pädagogische Hochschule; Luca Lengwiler, Stein am Rhein, Rechtswissenschaften; Johannes Ludwigs, Schaffhausen, Auslandaufenthalt; Julian Medlik, Siblingen, Informatik; Monika Meier, Thayngen, Rechtswissenschaften; Yannick Meier, Schaffhausen, noch nicht entschieden; Patrick Meyer, Neuhausen, Bewegungswissenschaften/Sport; Lorenz Pfeiffer, Löhningen, Praxis; Raffael Risch, Schaffhausen, noch nicht entschieden; Hans-Martin Ritzmann, Wilchingen, Maschinenbau; Benjamin Sauter, Neuhausen, noch nicht entschieden; Davide Scheidegger, Schaffhausen, Praxis; Adrian Schenker, Siblingen, Ton-/Bildtechnik; Daniel Schneider, Ramsen, Architektur; Titian Steiger, Rüdlingen, Chemie; Tamara Stotz, Rüdlingen, noch nicht entschieden; Andrea Walter, Löhningen, Physiotherapeutin; David Walter, Löhningen, Bauingenieurwesen; Yuluan Wang, Schaffhausen, Pharmazie; Janis Wanner, Gächlingen, Wirtschaftswissenschaften; Kilian Weber, Löhningen, Wirtschaftswissenschaften; Reto Wenger, Schlatt, Wirtschaftswissenschaften; Severin Werner, Neuhausen, Praxis; Daniel Zinser, Beringen, Journalismus; Fabian Zumbühl, Dörflingen, noch nicht entschieden.

**Profil S sprachlich/altsprachlich**

Jonas Achermann, Schaffhausen, beabsichtigte Ausbildung: Auslandaufenthalt; Marco Bächtold, Schleitheim, Rechtswissenschaften; Merlin Bärtschi, Schaffhausen, Mathematik; Flurin Baumgartner, Schaffhausen, Geschichte; Frederik Bieri, Hemmental, Internationale Beziehungen; Edi Bollinger, Schleitheim, Rechtswissenschaften; Kevin Brühlmann, Thayngen, Praxis; Silvan Burger, Schaffhausen, Auslandaufenthalt; Marcel Deggeller, Dörflingen, Humanmedizin; Mirjam Frei, Dörflingen, Pädagogische Hochschule; Philipp Frey, Schaffhausen, Auslandaufenthalt; Severin Ganz, Rikon im Tösstal, Praxis; Linda Gislason, Schaffhausen, Psychologie; Vanessa Glauser, Schaffhausen, Anglistik; Anna-Pierina Godenzi, Schaffhausen, Sprachen; Iwan Hächler, Opfertshofen, Praxis; Lisa Hartmeier, Schaffhausen, Humanmedizin; Gianna Hartung, Neunkirch, Geschichte; Menduri Hoessly, Schaffhausen, Human-medizin; Jonas Huber, Schaffhausen, Praxis; Johanna Lendl, Schaffhausen, Auslandaufenthalt; Linda Leu, Hemmental, Physiotherapeutin; Vanessa Metz, Hallau, Soziales; Kathrin Müller, Löhningen, Sprachen; Linus Ritzmann, Flurlingen, Bauingenieurwesen; Bettina Rohr, Schaffhausen, Umweltwissenschaften; Pascal Rüegger, Schaffhausen, Musik; Anja Schneider, Schaffhausen, Physiotherapeutin; Maja Schudel, Schaffhausen, Sprachen; Sarah Steinacher, Schaffhausen, Humanmedizin; Johanna Vogelsanger, Beggingen, Anglistik; Aldo Zanelli, Schaffhausen, Sprachen.

#Notizen zu Namen

26. Juni 2009 | Zum Gedenken an Oscar Wanner – Nachruf

Schaffhauser Nachrichten
Gerhard Ebner

Er wuchs in Schaffhausen auf, studierte Medizin in Zürich, wo er bei Eugen Bleuler zum Thema «Die praktische Bewährung von Bevormundungen» promovierte. Nach verschiedenen Stationen, zuletzt als Oberarzt in der Psychiatrischen Klinik Münsingen bei Prof. Max Müller, kehrte er als Chefarzt und Direktor der Psychiatrischen Klinik Breitenau nach Schaffhausen zurück, wo er von 1953 bis 1983 arbeitete. Er gehörte zu denjenigen Chefärzten der Klinik, welche diese nachhaltig geprägt haben; er führte moderne Führungsstrukturen ein, vor allem aber auch die eben erst entwickelten Psychopharmaka. Dadurch wurde es möglich, die Klinik zu öffnen, die Gitter von den Fenstern zu entfernen. In dieser äusserst arbeitsreichen Zeit war er dennoch in verschiedenen Ehrenämtern aktiv, so von 1962 bis 1973 im Fachausschuss für psychiatrische Krankenpflege des SRK, welchen er auch präsidierte, in einem Ausschuss, in welchem der Schreibende sich ebenfalls Jahre später für die gleiche Sache engagiert hat. Mit seinem Engagement erreichte Oscar Wanner die Anerkennung der psychiatrischen Krankenpflege durch das SRK; deshalb wurde ihm 1981 auch die Ehrenmitgliedschaft der SGPP verliehen. Er musste dann nach seiner Pensionierung zusehen, wie eben diese Anerkennung wieder einer Generalistenausbildung weichen musste. Oscar Wanner betrieb auch eine regelmässige publizistisch-wissenschaftliche Tätigkeit über moderne Behandlungsmethoden in der Psychiatrie, Abhängigkeitserkrankungen, immunologische Aspekte, Mutter-Kind-Beziehungen sowie Angsterkrankungen. Bereits 1960 schrieb er über die Managerkrankheit und wenig später über die Pflege der Beziehungen zur Öffentlichkeit als Voraussetzung zur Betreuung von «Geisteskrankheiten». Wir können nur schon an dieser kleinen Auswahl der Publikationen ersehen, wie breit er hier bis heute aktuelle Themen aufgegriffen und bearbeitet hat. Ich selbst lernte Oscar als lieben Freund, guten Ratgeber und exzellenten Kollegen kennen, der bis zuletzt fachlich auf dem aktuellen Stand geblieben ist, sich weiterhin für psychiatrische Themen interessiert und bis 2003 eine Psychiatrische Praxis geführt hat. Beeindruckt haben mich seine geistige Klarheit, seine Schärfe im Denken, aber auch seine klaren Statements, welche nicht immer allen einfach nur behagten. Er kannte nahezu jede Familie in Schaffhausen; für seine Patientinnen und Patienten war er bis zuletzt ein gütiger Arzt und zuverlässiger Ansprechpartner; der Schreibende hatte die Ehre, einzelne von ihnen übernehmen zu dürfen.

#Notizen zu Namen

25. Juni 2009 | Zum Gedenken an Rudolf Hädener – Nachruf

Schaffhauser Nachrichten, Stadt Schaffhausen
Walter Joos

Zu Beginn dieser Woche hat im Friedhof Hörnli in Riehen – einem Vorort von Basel – eine kleine Trauergemeinde von einer Persönlichkeit Abschied genommen, die über einen scharfen Verstand und ein aussergewöhnliches Urteilsvermögen verfügte und sich zudem während mehrerer Jahrzehnte in Schaffhausen im privaten und im öffentlichen Bereich in ausserordentlicher Weise persönlich eingebracht und engagiert hatte. Rudolf Hädener war am 29. Februar 1920 als Sohn des damals in Grenchen wohnhaften Ehepaars Blanda und Julius Hädener zur Welt gekommen. Zwei Jahre später zog die Familie – sie umfasste nach der Geburt von Julie Hädener insgesamt vier Personen – nach Schaffhausen. Julius Hädener war vom Regierungsrat zum Grundbuchverwalter gewählt worden und liess sich in der Folge auf dem vorderen Emmersberg nieder. Nach Abschluss der Kantonsschule und seiner Aktivzeit in der Verbindung Scaphusia studierte Rudolf Hädener Jurisprudenz an der Universität in Zürich. In der Armee liess er sich zum Offizier ausbilden und avancierte aufgrund der von ihm geleisteten Dienste zum Hauptmann. Seiner letzten Beförderung ging allerdings eine rechtliche Auseinandersetzung mit den Behörden des Kantons voraus. Rudolf Hädener musste sich den ihm zustehenden Grad im wahrsten Sinne des Wortes erkämpfen. Seine in diesem Zusammenhang manifest gewordene unerschrockene Haltung gegenüber den Mitgliedern der damaligen Regierung machte ihn in der Öffentlichkeit bekannt und führte schliesslich 1968 zu seiner Wahl ins Parlament.
Als Vertreter der Freisinnig-Demokratischen Partei gehörte Rudolf Hädener dem Kantonsrat vom 1. Januar 1969 bis zum 30. Juni 1983 an. In dieser Zeit avancierte er zum Fraktionspräsidenten, leitete sieben Spezialkommissionen und gehörte neben der Justizkommission einer Vielzahl von weiteren Kommissionen als Mitglied an.
Mit seinem profunden Wissen, seinem scharfen Verstand und seinen innovativen Lösungen hat Rudolf Hädener sowohl als Rechtsanwalt als auch als Kantonsrat das öffentliche Leben in unserem Kanton über viele Jahre hinweg auf massgebende Weise mitgeprägt. Kantonsratspräsident Markus Müller erinnerte in seiner am letzten Montag erfolgten Würdigung im Parlament vor allem an den Einsatz des freisinnigen Volksvertreters zur Beilegung der Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Melioration im unteren Kantonsteil, sein Engagement um die Einführung der Verwaltungsgerichtsbarkeit und seinen Kampf um eine vernünftige Entflechtung von Kirche und Staat.
Rudolf Hädener lancierte ausserdem Volksinitiativen zur Vereinfachung der Verwaltungsstrukturen, zur Einführung des fakultativen Gesetzesreferendums und zur klaren Abgrenzung von gebundenen Ausgaben. Dabei gelang es ihm immer wieder, anstehende Probleme auf sinnvolle Weise zu lösen. Wo es darum ging, Missstände zu beseitigen und der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, kämpfte Rudolf Hädener stets an vorderster Front.
Dabei war er allerdings nicht immer ein bequemer Gesprächspartner. Seine Plädoyers waren sowohl vor Gericht als auch im Parlament das Ergebnis sorgfältiger Erwägungen und fester Überzeugungen. Oberflächliche Argumente zerzauste er mitunter mit scharfen Worten. Für taktische Winkelzüge oder faule Kompromisse war er nie zu gewinnen. In vielen Fällen gelang es ihm jedoch, seine Kontrahenten mit seinem grossen Wissen und seinen klaren Argumenten zu überzeugen. Soweit es seine liberalen Grundsätze zuliessen, bot er aber auch immer wieder Hand zu vernünftigen Kompromissen. Rudolf Hädener hielt seinen Körper über viele Jahrzehnte mit Rudern, Fechten und Reiten fit. Er spielte zudem gerne Schach. Mit seinem dynamischen Auftritt und seiner markanten Mütze erweckte er stets Aufsehen und bereicherte gleichzeitig das Stadtbild von Schaffhausen. Die letzten fünf Jahre seines Lebens verbrachte er jedoch in Gemeinschaft mit seiner Schwester in Riehen. Julie musste ihn in den letzten Jahren in zunehmendem Masse umsorgen und war ihm bis zu seinem Lebensende eine treue Begleiterin. In den letzten Monaten reifte in Rudolf Hädener der Wunsch, die Erde – aus seiner Sicht allerdings nur für eine bestimmte Zeit – zu verlassen. Als überzeugter Anhänger der Anthroposophie glaubte er fest an die von Rudolf Steiner verfochtene These von den wiederholten Erdenleben.

#Allgemeines

23. Juni 2009 | Hoffentlich glückliche 100 Prozent

Schaffhauser Nachrichten, Region
Lilian Pala

Noch rauchen die Köpfe, es wird über Fragen gebrütet und sich das Hirn zermartert, denn die Maturaprüfungen an der Kantonsschule Schaffhausen sind in vollem Gange. Diese Woche bis Mittwoch finden die mündlichen Prüfungen statt, die schriftlichen wurden vom 5. bis zum 10. Juni durchgeführt.
156 Maturandinnen und Maturanden sind dieses Jahr zu den Abschlussprüfungen angetreten. Eine Anzahl, die im normalen Rahmen liegt, wie der Rektor der Kantonsschule, Urs Saxer, erklärt: Sie bewege sich traditionellerweise zwischen 135 und 160 Prüflingen. Auch die Verteilung der Schüler nach Profilzugehörigkeit und Fachauswahl sei über die Jahre hinweg relativ konstant geblieben. Einzig erwähnenswert ist, dass dieses Jahr drei Klassen des naturwissenschaftlichen Profils abschliessen – die letzten Jahre waren es nur jeweils zwei. Den «besonderen Vorfällen» der diesjährigen Maturaprüfungen liessen sich drei Absenzen zurechnen. «Besonders», weil Absenzen während der Maturaprüfungen ein äusserst seltenes Ereignis sind. Dementsprechend kamen Ausfälle in den letzten Jahren nicht vor, wie Urs Saxer versichert. Die drei krankheitshalber oder unfallbedingt ausgefallenen Schüler müssen ihre Matura im August nachholen, werden aber auch an einer eigenen Maturafeier – in kleinerem Rahmen – teilnehmen können. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen sind bereits bekannt, sie werden diese Woche von den ungefähr 60 auswärtigen Experten zusammen mit den Examinatoren überprüft. Am Mittwochnachmittag werden auch die Resultate der mündlichen Examen vorliegen. Am Mittwochabend, planmässig gegen 20.00 Uhr, werden die Noten feststehen und den Maturanden bekanntgegeben. Wie viele Maturanden die Examen erfolgreich bestehen, könne er nicht vorhersehen, meint Urs Saxer. Natürlich hoffe er, dass alle die Prüfungen bestehen, aber es gebe wie jedes Jahr Wackelkandidaten. Bei denen hänge es, aufgrund der schwachen Vornoten, de facto von der Tagesform am Prüfungstag ab, ob sie die Matura bestehen. Die Durchfallrate an den Maturaprüfungen der letzten zehn Jahre schwankt somit auch zwischen null und drei Prozent. Die glücklichen 97 bis 100 Prozent werden nach der Bekanntgabe der Noten erleichtert und vielleicht auch befreit auf Maturareise gehen können und am 2. Juli an der offiziellen Zeugnisübergabe im St. Johann teilnehmen.