Schaffhauser Nachrichten, Stadt Schaffhausen
Linda Hatt
Wie jedes Jahr kurz vor den Maturaprüfungen ging der Maturaball der Kantonsschule Schaffhausen und der Fachmittelschule FMS über die Bühne. Dabei ging es bei den Damen natürlich darum, für einmal ein kleiner Star zu sein. Es gab eine grosse Vielfalt an Kleidern zu sehen, von kurz über lang, von klassisch bis hin zu modern. Auch den Farben der Kleider waren keine Grenzen gesetzt, jedoch hielten sich viele Ladys dann doch an dunkle und schlichte Farben, mutige wagten sich jedoch auch an knallrote Roben. Zu den Kleidern mussten selbstverständlich auch die Frisur, die Accessoires und die Schuhe passen. Wobei die eine oder andere dabei erwischt wurde, wie sie ihre Highheels im Laufe des Abends dann doch gegen Ballerinas austauschte. Einige leisteten sich auch extra eine Coiffeurbesuch und liessen sich aufwendige Hochsteckfrisuren machen. Obwohl das Outfit für die Männer wohl eher sekundär war, wussten auch sie sich anzuziehen. Die meisten erschienen in Smoking, und manch einer hatte seine Krawatte sogar dem Kleid der Begleiterin angepasst.
Am Eingang war ein roter Teppich ausgerollt worden, wie für die Filmfestspiele in Cannes. Denn der diesjährige Ball stand unter dem Motto Festival de Cannes. Dieses Motto passe genau in die Zeit, da die echten Festspiele erst gerade über die Bühne gegangen seien, meinte Jasmin Licina vom OK. Sie fügte an, dass die Organisation des Anlasses sehr zeitaufwendig und teilweise kompliziert gewesen sei. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt, die Besucher schienen auch alle zufrieden zu sein. «Es isch lässig, besser, als mir erwartet händ», bestätigten zum Beispiel Jonas Busshard und Valerie Lüddecke. Was das Tanzen, also den eigentliche Grund des Anlasses betraf, lief es zumindest zu Beginn etwas harzig. Denn der DJ vergriff sich etwas im Musikstil. Zu elektronischer Musik fiel es den meisten Maturanden schwer, die Tanzschritte aus dem extra zuvor besuchten Tanzkurs umzusetzten. Sie vertrieben sich die Zeit an der Bar, beim Plaudern und am reichhaltigen Dessertbuffet. Teilweise ging es auch etwas hektisch her und zu, wenn sich die ganze Klasse zum Fototermin einfinden sollte. Wie jedes Jahr war ein Fotograf anwesend, der alle Klassen zu einem Foto zur Erinnerung an die Kantizeit ablichtete. Die Stimmung wirkte sehr ausgelassen. Somit war es ein gelungener Abend, um Spass zu haben, sich einmal wie ein Sternchen zu fühlen und ein letztes Mal mit den Mitschülern zu feiern.