Schaffhauser Nachrichten
Anna Rosenwasser
Für die einen war es bloss Ausnahmeunterricht an einem Samstagmorgen, für die anderen ein Hauch schulische Nostalgie: Die Kantonsschule Schaffhausen lud vergangenes Wochenende zum Besuchsmorgen. Im Anschluss fand das Alumnitreffen in den Räumlichkeiten der Mensa statt: Ehemalige Schülerinnen und Schüler, die vergangenen Sommer abschlossen, hatten sich hierfür anmelden können. Ein gutes Zeichen: Es erschienen mehr Personen als angemeldet. Es sei das vielleicht «spannendste Alumnitreffen» seit längerer Zeit, soRektor Pasquale Comi.Während nämlich während der vergangenen Jahre die Matur- und Fachmittelschul-Abschlussjahrgänge 2011 bis 2014 vom Institut für Bildungsforschung befragt worden waren, kamen die diesjährigen Anwesenden in den Genuss der bisherigen Ergebnisse. Comi fasste Antworten und Tendenzen der Befragungen zusammen und zeigte sich erfreut über die grosse Zufriedenheit der ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die das Schaffhauser Kurzzeitgymnasium nicht nur allgemein, sondern auch im Hinblick auf Sonderveranstaltungen, die Vorbereitung aufs Studium und ihren Ausbildungsstand im Durchschnitt hoch einschätzen. Kritik äusserten die Befragten im Hinblick auf die uneinheitlichen Anforderungen – hier wurden mittlerweile entsprechende Massnahmen getroffen –, das Wahlfachangebot und die Unterschiede zwischen FMS und Maturschule.
Am Ende dieser kurzen Zusammenfassung folgten kaum Fragen der anwesenden Alumni. «Uns betrifft das ja kaum mehr», begründeten etwa Mirusche Suboska, Roger Thöni und Paloma Porfido. Andere erkannten kritische Gedanken in der Zusammenfassung wieder: «Wir konnten Lob und Kritik nachvollziehen», fanden etwa David Marxen, Divya Maliakal und Katharina Kuhn,«die Fächerverteilung im naturwissenschaftlichen Profil hat schon eine Rolle gespielt.» Ausschliesslich positiv ist dafür der Grund für die Anwesenheit von Kaltrina Nuhiu und Céline Spengler: Die beiden FMS-Schülerinnen, die momentan beide ein Praktikum absolvieren, vermissen die Schule.
Künftig wird die Kantonsschule aus Kostengründen die Umfragen verdichten und im Haus mit einer bereits erfolgreich genutzten Software durchführen. Der Jahrgang 2016 soll der erste davon betroffene Abschlussjahrgang sein.

«Die Umfrage ist lange her – und betrifft uns kaum mehr», sagen Mirusche Suboska, Roger Thöni und Paloma Porfido.

Begrüssten die neuen Alumni: Detlef Roth (Prorektor Profil S), Pasquale Comi (Rektor) und Georg Keller (Prorektor Profil M).

Kaltrina Nuhiu und Céline Spengler aus der FMS machen aktuell je ein Praktikum und vermissen die Schule.

Können präsentierte Kritik nachvollziehen: David Marxen, Divya Maliakal und Katharina Kuhn.

Vergnügtes Wiedersehen: Ein halbes Jahr nach dem Abschluss trafen sich einige der Schaffhauser Maturandinnen und Maturanden wieder – erst für den Besuchsmorgen, danach für das Alumnitreffen.
Bilder Selwyn Hoffmann