Sache … Sächeli

Schaffhauser Nachrichten

Am 5. September 1464 wurde mittels Gantbrief die **Vogtei Stammheim** der Stadt Zürich zugeschlagen (SN vom Montag). «Wie wäris woll hittä, wenn d’Vorfahru s Stammertal verchäuft hättid as Chloschter in Sitten?», fragte ein überraschend sprachgewandter Unterstammer Gemeindepräsident Martin Schwager in Walliser Dialekt die Gäste. Dasselbe Szenario stellte er für die einstigen Besitzer vom Kloster Sankt Gallen in den Raum: Würden dann alle im Stammertal noch nasaler daherreden? Schwager war so im Element, dass er beim Jubiläumsanlass «550 Jahre Zugehörigkeit zu Zürich» gleich auch «einen der hohen Herren aus St. Gallen» ankündigte. Der Versprecher erntete Lacher – werden doch im Stammertal immer wieder einmal Scherze über einen herbeigesehnten Kantonswechsel gemacht. Keine Zweifel daran, dass das Stammertal jetzt beim richtigen Kanton ist – und dass es weder zu St. Gallen noch zum Thurgau oder Schaffhausen gehören sollte –, hatte dann der «hohe Herr» selber, Regierungsrat Markus Kägi. Er lobte das Stammertal, inklusive dessen Wein, der die Zunge lockere, über den Klee. «Aber wenn aus dem Stammertal langsam das Stammler-Tal wird, ist es Zeit, aufzuhören», frotzelte er. Ob er damit die Wein trinkenden Stammer oder sich selber meinte, liess er allerdings offen. (M.G.)

Im März ging das Selfie der Oscarverleihung mit Filmstars wie Julia Roberts und Brad Pitt um die Welt, aktuell sorgen die Ice-Bucket-Challenges im Netz für grosse Aufmerksamkeit. Wer eine gute Idee hat und die sozialen Medien geschickt nutzt, kann einen Trend setzen. Das dachten sich wohl auch die Kollegen vom «Südkurier» und riefen kürzlich zum **«Statuen-Posing»**, einem Denkmal-Selfie auf. Die Idee: Die Leser sollten kreativ werden und sich mit/auf/unter Statuen geschickt in Szene setzen, den «toten Denkmälern neues Leben einhauchen». Für erste Beispielfotos mussten Praktikanten und Volontäre des «Südkuriers» herhalten. Über eine Woche nach Lancierung der Idee wurde bislang noch kein Leserfoto veröffentlicht. Von den fast 8000 Facebook-Freunden der Zeitung mit Sitz in Konstanz gab es, Stand gestern, aber immerhin 7 Likes für die Aktion. (sba)

Auf was für **Selfie-Trends** warten wir eigentlich noch? Auf das «Munoting» (Posieren mit den Liebsten vor dem Munot), das «Rhinefalling» (oder «Rhine-Golding», falls noch ein Gold-Vreneli mit auf dem Bild ist), das «Blauburgunding» (Schnappschuss auf dem Lieblingsrebberg) und das «Weidlingspfosting» (nur für echte Schaffhauser)… (jcg)

Die **Scaphusia** ist zwar eine altehrwürdige Mittelschulverbindung, kommunikativ aber ist sie auf dem Stand der Zeit: Sie hat soeben ihre eigene App lanciert, die ab sofort gratis im App Store von Apple erhältlich ist. In der App gibt es unter anderem News, viele Bildergalerien und Termine. Ein Blick in die App lohnt sich nicht zuletzt für junge Interessenten, die sich ein Bild von der Verbindung machen wollen. (zge)

Nur positive Rückmeldungen hat das OK der Steiner Stadtmusik als Veranstalter des **Kantonalen Musiktages** am letzten Sonntag erhalten. Man hat ja auch alle Register gezogen. Sogar in den städtischen Brunnen schwammen farbige Noten aus Styropor. Und alles lief laut OK-Präsident Claudio Götz wie am Schnürchen. Eine kleine Panne allerdings musste man hinnehmen, aber dafür konnten die Veranstalter nun wirklich nichts. Weil die italienischen Fluglotsen streikten, konnte die als Expertin vorgesehene Ursula Buchschacher am Samstag nicht fliegen und fiel aus. Kurzerhand musste man einen Ersatz für die Fachfrau suchen und hatte mit Carmen Weber dann auch Glück. Die Bewertungen konnten durchgeführt werden, und der Tag war ein voller Erfolg. Die Hoga-Halle war übrigens kurz nach 21 Uhr aufgeräumt – Chapeau für alle Helfer. (efr.)

Eine ziemlich **grosse Glocke** zierte am Montag im Kantonsrat den Tisch des Ratspräsidenten Martin Kessler. Es war die Glocke, welche der FC Kantonsrat bei einem Turnier für den 3. Schlussrang erhalten hatte. «Ich wäre gespannt, wie gross die Glocke für den ersten Rang ist», sagte Kessler. (zge)