Schaffhauser Nachrichten
(d.ki.)
Zu Beginn der Synode der römisch-katholischen Landeskirche Schaffhausen beschäftigte sich die Versammlung mit der Frage, wie die Landeskirche sich für künftige Herausforderungen rüsten könnte. Der Antrag, eine Kommission «Zukunft 21plus» an die Seite des Synodalrates zu stellen, fand dabei genauso wenig eine Mehrheit wie der Gegenvorschlag, den Synodalrat selbst zu beauftragen, eine Situationsanalyse zu erstellen und strategische Ziele zu definieren. Die Mehrheit hielt das bisherige Vorgehen der Exekutive für ausreichend.
Das Budget 2014, das Norbert Stettler mit einem Minus von rund 16 000 Franken präsentierte, und die damit verbundene Beibehaltung des Zentralsteuerfusses von 1 Prozent verabschiedeten die Synodalen einstimmig. Die Regionalbeauftragte Ulrike Zimmermann zeigte sich erfreut, dass in den Pfarreien der Stadt Schaffhausen und von Thayngen in Kürze mit dem Projekt zur Bildung eines Pastoralraumes begonnen wird. Ähnliches zeichnet sich bei den Pfarreien Ramsen und Stein am Rhein ab, die zusammen mit den benachbarten Thurgauer Pfarreien einen Pastoralraum bilden werden. Zimmermann betonte auch, dass Bischof Felix Gmür eine gute Zusammenarbeit mit dem Synodalrat wichtig sei.
**Neuer Internetauftritt**
Die Informationen des Synodalrates begann Robert Sauter mit einem Rückblick auf die jüngste Volksabstimmung. Er zeigt sich stolz, dass das Ergebnis für die Kirchen nur wenig schlechter war als bei einer Abstimmung vor 30 Jahren. Er betonte ausserdem, dass die Kosten der Kampagne vollständig mit Spenden gedeckt werden konnten. Dann stellte Andreas Textor die neue Webseite der Landeskirche vor, die künftig unter www.kathschaffhausen.ch zu finden ist. Ziel sei es gewesen, alle katholischen Einrichtungen und Gruppierungen im Kanton Schaffhausen in diesem Auftritt abzubilden. Um die Seite benutzerfreundlich zu gestalten, habe man kirchliche Angebote wie zum Beispiel den Dienst von Beratungsstellen gleich an den Anfang gesetzt. Der Vorteil dieser Webseite sei es, dass die verschiedenen Organisationen ihre Informationen eigenständig aktualisieren könnten. Neben diesem grossen Projekt informierten die Mitglieder des Synodalrates ausserdem über den Stand der Leistungsvereinbarung, die Erarbeitung einer Datenschutzrichtlinie und die Vorbereitung eines Projektes zur künftigen Entwicklung der italienischen Mission.
**Abschied und Neuanfang**
Für die Ersatzwahlen in den Synodalrat stellten sich Urs Elsener, neuer Pfarradministrator des Seelsorgeverbandes Schaffhausen Stadt – Thayngen, das Synodenmitglied Adrian Fritschi und Andreas Textor, Präsident des Kirchenstandes Schaffhausen, zur Verfügung. Die Wahl der drei Kandidaten erfolgte einstimmig. Andreas Textor wurde darüber hinaus zum Präsidenten des Synodalrates gewählt. Norbert Stettler dankte dem scheidenden Präsidenten Robert Sauter, der 25 Jahre lang der Synode angehörte und seit 2001 im Synodalrat mitarbeitete, für sein unermüdliches Engagement. Er bescheinigte ihm ein ausgeprägtes analytisches Denken und lobte seine Ausdauer und grosse soziale Kompetenz. Robert Sauter hob die gute Zusammenarbeit im Synodalrat hervor und betonte, dass ihm die Arbeit Spass gemacht habe.