Frischer Wind mit neuen Zunftmeistern

Schaffhauser Nachrichten
(r.)

Jeweils am 26. Dezember, dem Stephanstag, finden die Zünfter der Zunft «zum Kleeblatt» und der Zunft «zun Rosen» zu einem getrennten Bott zusammen. Da werden, ähnlich einer Generalversammlung, die Jahresgeschäfte behandelt. Das «Kleeblatt» trifft sich dafür im Kleeblattsaal im 1. Stock des Klosters St. Georgen vor der Brücke gleich neben der Bibliothek, und die Zunft «zun Rosen» hat ihre Zusammenkunft im Restaurant Adler. Die Zunft Kaufleutstube oder Zunft zur Rose und Herrenstube oder Zunft zum Kleeblatt sind zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstanden.
Ein wichtiges Traktandum der Kleeblattzunft war der «Weisse Adler» (Chäs Graf). Schon seit Längerem ist man im Besitz dieses Hauses. Vor einigen Jahren wurde die Fassade renoviert. Nun gilt es, baldmöglichst von innen heraus alles wieder instand zu setzen. Damit wurde das Architektenbüro Schmid und Partner beauftragt. Sie haben in Absprache mit einer Kommission aus Kleeblattzünftern auf dieses Zunfbott hin ein Bauprojekt aufgestellt, das sie kurz zuvor der Baubehörde eingereicht und am 26. Dezember 2012 der Zunftversammlung präsentiert hatten. Und man hofft sehr, dass dieses Projekt allen beurteilenden Gremien entspricht. 2012 war für die Zünfte auch ein Wahljahr. Deshalb gab es in beiden Zünften Mutationen, was die Ämtervergabe in der Vorsteherschaft betrifft. Es wurden zwei neue Zunftmeister gewählt. Der «neue alt Zunftmeister» Roger W. Fuog übergab das Amt des Kleeblattzunftmeisters an Felix Graf. Bei der Zunft «zun Rosen» tritt Ulrich W. Böhni die Nachfolge von Zunftmeister Urs Etzweiler an. Wenn die zünftigen Geschäfte unter Dach sind, treffen sich die Rosen- und die Kleeblattzünfter auf einen Umtrunk im «Rothen Ochsen» und tauschen die Ergebnisse der jüngsten Beschlüsse und Neuigkeiten aus. Und die Zunftmitglieder wünschen den neuen Amtsinhabern Erfolg.



Die beiden neuen Steiner Zunftmeister im «Rothen Ochsen»: Ueli Böhni steht der «Zunft zun Rosen» vor, und Felix Graf ist neu an der Spitze der «Kleeblattzunft».
Bild zvg