SP-Vorstand weist Vorwürfe mit einem Brief zurück

Schaffhauser Nachrichten, Region
(rob)

Das Verhältnis zwischen der SP und dem wilden SP-Stadtschulratskandidaten Andreas Wüthrich sorgt weiter für Wirbel: In einem Brief mit dem Titel «Klärungen und Erklärungen» an alle Mitglieder der Stadt-Sektion wurde nochmals explizit festgehalten, dass es keinerlei Animositäten mit Wüthrich gebe. Ebenso wird der vom Kandidaten erhobene Vorwurf, der Parteivorstand sei unter Druck gesetzt worden (siehe SN vom 8. 9.), zurückgewiesen.
Dass Wüthrich nicht zur Wiederwahl empfohlen wurde, habe zwei Gründe: Es sei Kritik über die Arbeitsweise Wüthrichs an die Partei herangetragen worden, «und zwar sowohl aus dem Stadtschulrat als auch von einzelnen Mitgliedern des Grossen Stadtrates», heisst es in dem von Andres Bächtold, Präsident der Stadt-SP, unterzeichneten Brief. Sämtliche Mitglieder des Gremiums müssten sich gleichermassen einsetzen. «Da wir das auch von bürgerlichen Schulräten einfordern, muss das auf unsere Kandidierenden in hohem Masse zutreffen. Andreas hat da offensichtlich Defizite.» Hinzu komme, dass zwei Parteien – ÖBS und SVP – im Schulrat nicht vertreten seien, was die «demokratischen Prozesse hemmt» und der Schulpolitik insgesamt nicht förderlich sei. Man habe deshalb früh signalisiert, dass man ein in die Kritik geratenes Schulratsmitglied nicht mehr nominieren wolle. Aber: Insbesondere die SVP habe es nicht geschafft, einen valablen Kandidaten zu präsentieren, deshalb hat der SP-Vorstand beantragt, auch Till Aders, den Kandidaten der AL, zu unterstützen. Dies ist von der Partei am Mittwoch bestätigt worden, wie Andres Bächtold sagt. Die Partei sei in der Causa Wüthrich nicht gespalten, «aber weil nicht alle an der Nominationsversammlung dabei waren, gab es eine gewisse Verunsicherung», erklärt Bächtold den Brief. Wüthrich tritt für die SP auch für den Kantonsrat und den Grossen Stadtrat an: «Das haben wir so beschlossen, auch wenn es im Nachhinein vielleicht falsch war», sagt Bächtold.