Schaffhauser Nachrichten, Region
Erwin Künzi
Der Entscheid, wer am 29. August für die Regierung kandidieren solle, stellte sich der AL Schaffhausen gar nicht mehr, als sie am Montagabend ihre Wahlversammlung durchführte. Bereits vorher hatte einer der beiden möglichen Kandidaten, Kantonsrat Jonas Schönberger (AL, Schaffhausen) erklärt, er lasse Kantonsrat Matthias Frick (AL, Trasadingen) den Vortritt. Frick wurde denn auch nominiert. Er verkörpere, so heisst es in einer Mitteilung der AL, «eine junge, fortschrittliche Politik. Seine Kernanliegen sind eine zukunftsgerichtete Bildungspolitik, mit einem Ausbau des Bildungsstandorts Schaffhausen, und eine nachhaltige Energiepolitik, mit dem Schwerpunkt bei den erneuerbaren Energien.» Im Weiteren ist Frick gegen den Bau eines Atommüll-Endlagers in der Region.
**SP entscheidet am 19. Mai**
Die AL habe ihre Nomination bewusst früh vorgenommen, heisst es in der Mitteilung weiter, da sie auf die Unterstützung der SP hoffe. Ob diese gewährt wird, entscheidet sich am 19. Mai: Dann berät die kantonale SP, ob sie an der Ersatzwahl teilnehmen will oder nicht und ob sie allenfalls die AL-Kandidatur unterstützt.
**Gegen Auswechslungstaktiken**
Mit ihrer Kandidatur verfolgt die AL aber noch ein weiteres Ziel, wie sie schreibt: «Weiter will die AL im Wahlkampf um den frei werdenden Sitz allen Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit bieten, jemanden zu wählen, der auch ihre Anliegen vertritt. Es darf nicht sein, dass den bürgerlichen Auswechslungstaktiken tatenlos zugeschaut wird.»
**Tamagni, Müller, Landolt**
Die damit angesprochene SVP bestimmt am 10. Mai, mit wem sie ihren zurücktretenden Regierungsrat Erhard Meister ersetzen will. Bestimmt wird sich an diesem Datum der Neuhauser Gemeinderat Dino Tamagni um die SVP-Nomination bewerben; er ist bereits offiziell von seiner Ortspartei vorgeschlagen worden. Noch nicht offiziell ist die Kandidatur von Kantonsrat Markus Müller (SVP, Löhningen). Experten erwarten ihre Bekanntgabe in den nächsten Tagen. Ebenfalls ins SVP-interne Rennen einsteigen könnte der Schaffhauser Bauernsekretär Ernst Landolt aus Rüdlingen. Er habe noch nicht Nein zu einer Kandidatur gesagt, erklärte er am Montag gegenüber den SN. Er will sich bis Ende des Monats entscheiden.