Schaffhauser Nachrichten, Region
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Das Aperogebäck nach der Generalversammlung wurde fast ein wenig knapp. Es waren deutlich über 60 Teilnehmer gekommen: Damit hatte der Vorstand nun wirklich nicht zu rechnen gewagt. In den letzten Jahren sind, sicher auch motiviert durch den damit verbundenen Gratiseintritt ins Museum, etliche neue Mitglieder zum Museumsverein Schaffhausen gestossen und haben damit für zusätzlichen Schwung gesorgt. Allerdings stagniert auf Grund der Altersstruktur die Mitgliederzahl bei rund 500 Personen, immer mehr davon in der Partner-Kategorie. Mit einer gross angelegten Mitgliederwerbeaktion will der Verein nun aber diesen Frühling die Basis verbreitern. In seinem Jahresbericht betonte Präsident Andreas Schiendorfer zudem, dass man die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Museum intensivieren wolle, beispielsweise im Hinblick auf die nächste Museumsnacht im September.
Gesamter Vorstand bestätigt
Der gesamte Vorstand wurde für eine weitere Amtsperiode bestätigt, mit Ausnahme von Hanspeter Böhni, der altershalber seinen Rücktritt erklärt hatte. In seiner Laudatio führte Gérard Seiterle die kulturellen Verdienste Böhnis auf; die natürlich weit über den Museumsverein hinausgehen und insbesondere den Kantonalen Heimatschutz und das Wohnmuseum Lindwurm in Stein am Rhein betreffen. Für seine Verdienste wurde Böhni von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt.
Demgegenüber musste der Verein letztes Jahr von Ehrenmitglied Agathon Aerni Abschied nehmen, der sich von Bern aus als Historiker und Sammler intensiv mit Schaffhausen befasst hatte. Als Doyen des Berner Diplomatenkorps war der langjährige Auslandschweizer ausgesprochen gut vernetzt und liess, wie Andreas Schiendorfer weiter ausführte, die Munotstadt immer wieder von seinen Beziehungen profitieren. Ein wesentlicher Teil seiner Scaphusiana-Akten befindet sich im Stadtarchiv, das Museum besitzt etliche Plakate.
Blick hinter die Kulissen
Museumsdirektor Roger Fayet liess die Zuhörer einen – mindestens geistigen – Blick hinter die Kulissen des Museums zu Allerheiligen nehmen und wies beispielsweise darauf hin, dass die erste Teileröffnung der neu gestalteten Stadtgeschichte bereits im kommenden Oktober erfolgen wird. Daniel Grütter, Konservator der Historischen Abteilung, der als Delegierter des Museums im Vorstand des Museumsvereins sitzt, präsentierte verschiedene Schenkungen, welche der Museumsverein im Laufe der Jahrzehnte getätigt hat. Dank einem grosszügigen Legat unmittelbar nach dem Weltkrieg konnte der Verein dem Museum neun wertvolle Glasgemälde schenken. Später waren es unter anderem landwirtschaftliche Objekte – als sich in den Sechzigerjahren noch kaum jemand für deren Erhaltung einsetzte – oder Puppenstuben. Die neuste Schenkung betrifft eine Modelleisenbahn aus der Sammlung von Peter Bührer, welcher als Kassier eine positive Rechnung vorlegen konnte.
Affinität zur Eisenbahn
Der Museumsverein hat seit Jahren eine Affinität zur Eisenbahn. Schon früher war dem Museum eine Modelleisenbahn geschenkt worden. Und grössere Anstrengungen waren seinerzeit unternommen worden, um das Stationsgebäude in Löhningen und eine alte Werklokomotive der SIG zu erhalten. Der Museumsverein fühlt sich daher prädestiniert, für noch mehr kulturellen Zug zu sorgen.