Schaffhauser Nachrichten, Klettgau / Reiat
Wolfgang Schreiber
Hans Wäschle hat als Verwalter des Ortsmuseums Beringen dem Gemeinderat den Jahresbericht 2006 unterbreitet. Wie der Gemeinderat mit Freude feststellt, hat das Museum im vergangenen Jahr viele Schenkungen und Leihgaben erhalten. Es kann auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt werden mit 1215 Besucherinnen und Besuchern bei 40 Öffnungen. Im neuen Ausstellungsraum wurde in diesem Jahr die Sonderausstellung «Spielzeug» mit Leihgaben von Hanspeter Fleischmann präsentiert. Der Gemeinderat bedankt sich bei Hans Wäschle und allen Helferinnen und Helfern des Ortsmuseums für ihr ehrenamtliches Engagement sowie bei den Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung.
Hans Wäschle zeigte sich erfreut über das Wohlwollen der Politiker dem Ortsmuseum gegenüber. Er merkt aber an, dass es nicht immer leicht fällt, die wertvollen geschenkten Objekte nicht auszustellen. Doch aus der Sicht eines sehenswerten Museums und unter Berücksichtigung der wertvollen Baumasse des Schlosses darf das Museum nicht überlastet werden.
Hans Wäschle weist im Jahresbericht darauf hin, dass die gesammelten Materialien für die Ausrüstung des neuen Hauses Steig 5 vorgesehen sind.
Die vielen Spenden der letzten Zeit fordern Lagerkapazitäten. Gefragt, wie es denn zu den Spenden komme, erzählt er als Beispiel die Geschichte einer Museumsbesucherin aus der Stadt Schaffhausen, die beim Besuch der Waffensammlung bemerkte, sie habe zu Hause, unterm Bett, noch eine Hellebarde liegen. Die habe ihr Mann zu seinen Lebzeiten als Schmuckstück an der Arbeitszimmerwand hängen gehabt. Hans Wäschle wurde hellhörig, denn ausgerechnet eine Hellebarde fehlte dem Museum noch. Man war sich rasch einig, dass das Kriegsgerät im Museum besser aufgehoben sei als unter dem Bett. Seitdem ziert auch eine Hellebarde die Sammlung.
Der Jahresbericht beleuchtet die Vergangenheit. Hans Wäschle hat natürlich auch Pläne für die Zukunft: So soll dieses Jahr eine Hobby-Ausstellung die Spielzeugsammlung ablösen. Dies jedenfalls habe der Vorstand geplant. Das wird keine «normale» Hobby-Ausstellung sein, verspricht Hans Wäschle. Denn es werden, neben vielem anderem, auch Modelle von Maschinen gezeigt, die so noch nie gebaut wurden, die nur als Modelle existieren, aber voll funktionstüchtig sind.

Hans Wäschle arbeitet an einer besonderen Hobby-Ausstellung.
Bild: Bruno Bührer.