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Rückkehr des alten Studenten

Text

  1. Reicht mir das alte Burschenband, reicht mir die alte Klinge, dass ich zum Ritt gen Heidelberg mich jetzt aufs Rösslein schwinge. Heut’ fühl ich heiss Studentenblut durchs Herz noch einmal wallen, [: mir ist, als hört’ ich Becherklang und Schlägerklirren schallen. :]
  2. Mir ist, als säh ich jugendfrisch die alten Freunde wieder, als hörte ich von Lieb und Wein die alten, frohen Lieder. Und wie von jungem Liebestraum die alten Lieder tönen, mir ist, als säh ich wieder sie, die Schönste aller Schönen.
  3. Da streut noch einmal auf die Welt der Frühling sein Blüten, wie damals, als in Lieb und Lust die jungen Herzen glühten. Füllt mir den Becher bis zum Rand und hell sei angeklungen zu Ehr und Preis von Heidelberg, dem alten, ewig jungen!

Friedr. P. Weber, 1886