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Am Rhein

Text

  1. Wie glüht er im Glase! wie flammt er so hold! Geschliffnem Topase vergleich ich sein Gold! Und Düfte entschweben ihm blumig und fein: [: Gott schütze die Reben am sonnigen Rhein! :]
  2. Durchbraust uns sein Feuer, so schmilzt unser Sinn für euch nur getreuer, ihr Mägdlein, dahin. Wir schwärmen von Kosen, von Minnen und Frei’n, Gott schütze die Rosen am sonnigen Rhein!
  3. Ob oft auch der Tropfen den Trinker bezwingt, Herzdrücken und -klopfen die Schönheit uns bringt, wir wollen’s vergeben, vergessen, verzeih’n den Rosen und Reben am sonnigen Rhein!

F. Schanz, 1885