Farbencantus der Rhetorika – 201

Text

  1. Wo in trauter Zecherrunde froh ertönet Jubelschall und ein Lied zur guten Stunde freudig wecket Widerhall, [: leuchtets mit blau-weiss und silbernem Schein, wonneverkündend ins Leben hinein. :]
  2. Blau mahnt uns mit ernstem Blicke: Treues Herz in Lust und Leid! Auch im wechselnden Geschicke treues Wort zu jeder Zeit! [: Lauter das Streben, stets offen und wahr, rein wie das Weiss und wie Silber so klar. :]
  3. Jugendsehnen will durchziehen hoffnungsvoll die ganze Welt, wie die weissen Wolken fliehen, dort am blauen Himmelszelt; [: hoch auf dem Berge blau Blümlein ich seh, blühen so nahe dem ewigen Schnee. :]
  4. Soll auch Freund vom Freunde weichen, nimmer trennen wir uns ganz, denn es sind des Bundes Zeichen, Blau und Weiss mit Silberglanz. [: Füllet die Becher, ein fröhlich Gedeih’n, unseren Farben und unserm Verein! :]

Theodor Wartmann

Melodie: «Heisst ein Haus zum Schweizerdegen» (wie im Farbencantus der Scaphusia), nach einer Volksweise arrangiert von Wilhelm Baumgartner.