Das wilde Heer

Text

  1. Solo: Das war der Herr von Rodenstein; der sprach: “Dass Gott mir helf’, gibt’s nirgends mehr ‘nen Tropfen Wein des Nachts um halber zwölf?” Chor: “Raus da! Raus da aus dem Haus da! Herr Wirt, dass Gott mir helf, gibt’s nirgends mehr ‘nen Tropfen Wein [: des Nachts um halber zwölf?” :]
  2. Solo: Er ritt landauf, landab im Trab, kein Wirt liess ihn ins Haus; todkrank noch seufzt vom Gaul herab er in die Nacht hinaus: Chor: “Raus da!” …
  3. Solo: Und als mit Spiess und Jägersrock sie ihn ins Grab getan, hub selbst die alte Lumpenglock betrübt zu läuten an: Chor: “Raus da!” …
  4. Solo: Doch wem der letzte Schoppen fehlt, den duld’t kein Erdreich nicht, drum tobt er jetzt, vom Durst gequält als Geist umher und spricht: Chor: “Raus da!” …
  5. Solo: Und alles, was im Odenwald sein’n Durst noch nicht gestillt, das folgt ihm bald, das schallt und knallt, das klafft und stampft und brüllt: Chor: “Raus da!” …
  6. Solo: Dies Lied singt man, wenn’s auch verdriesst, gestrengem Wirt zur Lehr; wer zu genau die Herberg schliesst, den straft das wilde Heer: Chor (forte): “Raus da! Raus da aus dem Haus da! Freijagd! Freinacht! Hausknecht hervor, öffne das Tor! Raus, raus, raus!”