Schaffhauser Nachrichten, Stadt Schaffhausen
(ch)
Zur Einweihung des Neubaus der Kantonsschule Schaffhausen hat die Mittelschulverbindung Scaphusia der Kantonsschule eine Skulptur des Zürcher Bildhauers Max Ulrich Schoop (1903–1990) geschenkt. Das Geschenk, so heisst es in der Schaffhauser Mappe von 1969, sei ein Zeichen der Verbundenheit mit den Alma Mater Scaphusiensis. Die Skulptur sei auch ein Dank «für die meist als schön empfundenen Jahre» an der Kantonsschule. Mit der Skulptur, deren aufragenden Flügel, habe der Künstler symbolhaft die Situation der Jugend zum Ausdruck gebracht, kann man in der Mappe weiterlesen. Schoop, der Künstler dieses Werkes, besuchte 1923 die Kunstgewerbeschule in Zürich und erlernte danach erst das Handwerk eines Grafikers, bevor es ihn nach München in die Lehre bei dem Bildhauer Fritz Behn zog. Fritz Behn gehört zu den profiliertesten deutschen Tierbildhauern des 20. Jahrhunderts, der mit seinen Skulpturen wohl auch den Künstler Max Ulrich Schoop inspirierte. Schoop lebte zwölf Jahre in Paris, wo er der «Abstraction-Création», einer Künstlerorganisation, angehörte. 1940 zog es ihn wieder in die Schweiz, wo er in Zürich lebte und arbeitete.
