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Rheinlied

Text

  1. Strömt herbei, ihr Völkerscharen, zu des freien Rheines Strand! Wollt ihr echte Lust erfahren, o so reichet mir die Hand! Nur am Rheine will ich leben, nur am Rhein geboren sein, [: wo die Berge tragen Reben und die Reben goldnen Wein! :]
  2. Mögen tausend schöne Frauen locken auch mit aller Pracht, wo Italiens schöne Auen, wo in Düften schwelgt die Nacht: nur am Rheine will ich lieben, denn in jedes Auges Schein stehet feurig es geschrieben: nur am Rheine darfst du frei’n!
  3. Mag der Franzmann eifrig loben seines Weines Allgewalt, mag er voll Begeist’rung toben, wenn der Kork der Flasche knallt: nur am Rheine will ich trinken einen echten Schweizer Trank, und so lang noch Becher blinken, töne laut ihm Lob und Dank!
  4. Und wenn ich gelebt in Wonne und geliebt in Seligkeit und geleeret manche Tonne, wandr’ ich gern zur Ewigkeit. Nur am Rheine will ich sterben, nur am Rhein grabt mir mein Grab, und des letzten Glases Scherben werft in meine Gruft hinab!

C. O. Sternau, 1848

Generationencantus

Dieser Cantus ist der Generationencantus der folgenden Generationen: