Schrift: | klein | gross | invertiert

Sie sind hier: Startseite | Verbindung | Canten | Heimkehr


Heimkehr

Text

  1. Es war ein Knab gezogen, wohl in die Welt hinaus, und ob ihm sein Schatz gewogen, das Glück, das Glück war aus. [: Er wanderte weit zur Sommerszeit, wenn am Walde die Rosen blühn. :]
  2. Das Mägdlein barg seine Klagen, im stillen Kämmerlein, und durfte sie’s keinem sagen, sie hoffte jahraus, jahrein. Sah über die Heid zur Sommerszeit, wenn am Walde die Rosen blühn.
  3. Ein Reiter kam geflogen, seine Locken wehten im Wind, und bist du mir noch gewogen, herzallerliebstes Kind? Vergiss dein Leid zur Sommerszeit, wenn am Walde die Rosen blühn.
  4. Er hielt sie in seinen Armen, ihr Herz in Wonne schlug, und hatte die Welt kein Erbarmen, die Liebe war stark genug. Und sie küssten sich beid’ zur Sommerszeit, wenn am Walde die Rosen blühn.

O. Roquette, 1852