Schrift: | klein | gross | invertiert



Fahrender Schüler

Text

  1. Der Sang ist verschollen, der Wein ist verraucht, stumm irr ich und träumend umher. - [: Es taumeln die Häuser vom Sturme umhaucht, es taumeln die Wellen ins Meer. :]
  2. Die Wolken, sie tanzen, manch Sternlein fällt, hat tief in den Wolken gezecht; ich steh wie ein Fels, wie die Angel der Welt, wie ein Kaiser in Freiheit und Recht.
  3. Und die Strassen durchirr ich, die Plätze so schnell, ich klopfe von Haus zu Haus; bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell, wer schützt mich vor Wetter und Graus?
  4. Ein Mägdlein winkt mir vom hohen Alten, hell flackert im Winde ihr Haar. Ich schlag in die Saiten und schwing mich hinan, wie licht ist ihr Aug’ und wie klar!
  5. Und sie küsst mich und drückt mich und lachet so hell; nie hab’ ich die Dirne geschaut. Bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell, was lacht sie und küsst mich so traut!

Vor 1855

Melodie

Fahrender Schüler (mp3)