Schrift: | klein | gross | invertiert

Sie sind hier: Startseite | Verbindung | Canten | Burschentum


Burschentum

Text

  1. Zieht der Bursch’ die Strass’ entlang, drängt sich alles ihn zu schauen, und es lauschen dem Gesang an den Fenstern schöne Frauen. Vater, schliess die Läden zu! Mutter, hüt’ dein Mädchen, du! Blickt er gleich so brav und gut, ein Student ist leichtes Blut. Wer keine Sorge kennt und kein Verzagen weiss, und wer sich rasch erstürmt des Lebens kecken Preis, wer ständig lichterloh, doch nie zu Ende brennt, lebt seinen Jugendtag als richtiger Student! Ja, als richtiger Student!
  2. Sitzt der Bursch’ beim klaren Wein, fühlt er heidnisch’ Götterleben, und in süssen Melodei’n sieht er goldne Träume schweben. Spiele schneller, Musikant! Flinkes Lieschen, sei zur Hand! So ein Glas ist nicht genug, bring’ mir Wein im Deckelkrug! Wer keine Sorge kennt und kein Verzagen weiss, und wer sich rasch erstürmt des Lebens kecken Preis, wer Bacchus Schutzpatron und Schenke Heimat nennt, lebt seinen Jugendtag als richtiger Student!
  3. Geht der Bursch’ in Amt und Stand, ist er auch noch zu ‘was nütze, doch an seiner Klause Wand hängt er Band und bunte Mütze. Nun versuch’ es, Werktagslast, heims’ ihn ein bis du ihn hast, doch er weiss sein schönes Glück, findet seinen Weg zurück. Wer keine Sorge kennt und kein Verzagen weiss, und wer sich rasch erstürmt des Lebens kecken Preis, wer sich als Alter Herr doch stolz als Bursch’ bekennt, der bleibt sein Leben lang ein richtiger Student!

Ed. Heych, 1883

Generationencantus

Dieser Cantus ist der Generationencantus der folgenden Generationen: